Stuttgart: Notarzt benötigte über 30 Minuten wegen Straßenblockaden

  • Die Straßenblockaden der Gegner von "Stuttgart 21" rund um den Bahnhof führen zu ernsthaften Problemen, die nicht länger verantwortet werden können. Das scheint man auch innerhalb des Aktionsbündnisses, das die Demonstrationen koordiniert, erkannt zu haben. So benötigte ein Notarzt jetzt statt der normalen 10 Minuten über 30 Minuten zu einem Einsatzort am Bahnhof. Dort hatte eine knapp 60-jährige Frau einen Herzinfarkt erlitten. Bei der Einlieferung im Krankenhaus verstarb die Patientin; ob sie überlebt hätte, wenn der Notarzt früher eingetroffen wäre, könne aber niemand sagen.
    Krankenhausbürgermeister Klaus-Dieter Murawski appellierte an die Demonstranten, Taxis mit eiligen Bluttransporten durchzulassen, da am Mittwochabend einige Kliniken Operationen nicht durchführen konnten.


    Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung…aden-sind-umstritten.html

  • Stuttgart, da ist alles ein bisschen anders.... Allerdings hat der Bahnhofsbürgermeister derzeit einen unangenehmen Job und sein Amtssitz wird grade abgerissen... :chinese:


    Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über das selbe Thema malen. (Pablo Picasso)

  • Die Stimmung ist dort genauso.


    Es ist völliger Irrsinn, in Stuttgart in Zeitenknapper Kassen 4-12 Milliarden (mal sehen, wie teuer es am Ende wirklich wird) zu verbauen, während in der "Peripherie" das Bahn- und Strassennetz dringend saniert und/oder ausgebaut werden müßte.
    Wir wollten den Südweststaat 1952 schon nicht, wir wollen ihn auch heute nicht.


    Ich betrachte die Demos in Stuttgart stets mit großer Freude.

  • Naja. Ich denke, es ist ausgewogener und irgendwie auch indifferenter...

    We are the pilgrims, master; we shall go always a little further.

  • Ich halte die Demonstrationen für unangebracht und befürworte das Projekt. Die Bürgerbewegung hat es offensichtlich nicht geschafft, den Widerstand zu mobilisieren, als das Projekt noch in der Planungsphase war. Sich an Bagger zu ketten und wie manch ein Demonstrant vor laufenden Kameras zu skandieren, man bliebe solange, bis sie den alten Bahnhof wieder aufgebaut hätten (!), empfinde ich nicht als sachdienliche Willensäußerung mündiger Demokraten (ebenfalls schön: Frau Künast beim "Schweigemarsch" [nur bis 3.9.2010 sichtbar]).
    Daneben ist es gefährlich, die Prozesse "undemokratisch" zu nennen, die inflationäre Verwendung setzt die Reizschwelle herauf, ab der man es wirklich als undemokraitsch empfindet. Die Entscheidungen wurden schließlich von gewählten Vertretern gefällt, jetzt ist es nunmal zu spät. Und nicht zuletzt finde ich es vollkommen in Ordnung, wenn Stuttgart als Landeshauptstadt versucht, echte Metropole zu werden - da gibt ein Durchgangsbahnhof deutlich mehr Punkte als ein Kopfbahnhof.


    [politik:ende.]
    HSH

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und trotzdem den Mund halten. [Karl Valentin]

    Einmal editiert, zuletzt von HSH ()

  • Die Bürgerbewegung hat es offensichtlich nicht geschafft, den Widerstand zu mobilisieren, als das Projekt noch in der Planungsphase war.


    Finde ich auch. Die Rechtsordnung sieht bei derartigen Planungsentscheidungen eine umfangreiche Öffentlichkeitsbeteiligung vor, bei welcher alle möglichen Einwendungen vorgebracht und behandelt werden. Zudem ist auch in der Planungsphase selbstverständlich ein politischer Diskurs möglich. Das Ganze zu verpennen und erst dann - dann aber lautstark und mit Totschlagargumenten - vorzubringen, wenn alles unter Dach und Fach ist, Verträge geschlossen und Planungen durchgeführt sind, ist für mich nicht nachvollziehbar.

  • Die Entscheidungen wurden schließlich von gewählten Vertretern gefällt, jetzt ist es nunmal zu spät.


    ...und von Gerichten bestätigt.


    Das Projekt wird u.a. deshalb so teuer, weil es immer wieder verzögert wird. Davon abgesehen wird dieses Geld ja nicht verbrannt, sondern kurbelt direkt die Konjunktur an. Das ist sicher sinnvoller als die Abwrackprämie im letzten Jahr.
    Und was die Demonstranten angeht: Was sind schon 30.000 Demonstranten gemessen an der medialen Kampagne, die da seit Wochen läuft? Da sind immerhin auch ein paar Hunderttausend zu Hause geblieben. Wenn man von den Demonstranten dann noch die abzieht, die einfach hobbymäßig bei jeder Demonstration seit 1968 mit dabei sind (Traditionspflege) und diejenigen, die einfach die Chance nutzen, gegen die Bundesregierung/Landesregierung Stimmung zu machen, ohne sich mit der Thematik Stuttgart21 überhaupt befasst zu haben, und diejenigen, die von Politik entweder keine Ahnung haben oder Politik und politische Entscheidungen als solche ablehnen (Anarchisten und Linke), bleiben ja nur noch ein paar Hundert Leute übrig, die seriös argumentieren. Und das sind ähnliche Fortschrittsbremsen wie diejenigen, nach deren Willen unsere Bundeshauptstadt immer noch in Bonn wäre.



    Die Stimmung in BaWü ist also durchaus nicht so einmütig, wie es RTL-Aktuell gerne darstellen möchte.
    J. ;)

  • Ich bin zwar im Moment ausserhalb von BaWü, aber trotzdem seit langem damit Vertraut. Meiner Meinung nach gehört dieses Projekt nicht umgesetzt und stattdessen sollte man mit dem Geld die Südbahn elektrifizieren und die B30, B31 sowie B33 ausbauen. ABER wie schon die anderen geschrieben haben, gehört es in einer Demokratie auch dazu mit "Niederlagen" bzw. Entscheidungen gegen die eigene Überzeugung zu leben.

  • Jörg. Falls Dein Beitrag mit der Aufschlüsselung der Demonstraten und Gegner ernst gemeint sein sollte, strotzt er ja geradezu vor Polemik.
    Linke, Anarchisten und ewig gestrige.....


    Bei Umfragen von seriösen Instituten kam immer wieder zu Tage, dass sowohl die Mehrheit der Stuttgarter, als auch die Mehrheit der Baden-Württemberger gegen Stuttgart 21 sind.


    Dass nicht alle davon in Stuttgart bei Demos auftauchen ist nachvollziehbar, allein deshalb, weil sich das Projekt in der jetzigen Phase leider nicht mehr stoppen lassen wird.


    Es bleibt die Frage, wie man von Seiten der Politik am erklärten Bürgerwillen vorbei dieses monströs teure Projekt auf den Weg bringen konnte.


    Konjunkturaufschwung für Stuttgart hin oder her, an vielen anderen Stellen im ländle klemmt es hinten und vorne, ein neuer Bahnhof für Stuttgart ist nicht das vordringlichste Problem.


    Und ich gehe jede Wette mit Dir ein, dass das Projekt ein Milliardengrab wird. 4,1 sind offiziell veranschlagt.


    Ich wette dagegen, dass man diese grenze einhalten wird. Schlägst Du ein???

  • Jörg. Falls Dein Beitrag mit der Aufschlüsselung der Demonstraten und Gegner ernst gemeint sein sollte, strotzt er ja geradezu vor Polemik.
    Linke, Anarchisten und ewig gestrige.....


    Ob mein Beitrag vor Polemik strotzt oder nicht, hat ja nichts damit zu tun, ob ich ihn inhaltlich ernst meine. Der Konditionalsatz ist also unpassend. Ich versuchs mal mit einem Konzessivsatz: Obwohl ich mich des Stilmittels der Polemik bedient habe, meine ich meine Aussage im Kern so, wie sie da steht. Ich pflege ja bekanntlich immer Dinge zu schreiben, die ich ernst meine - mehr oder weniger. 8)


    Bei Umfragen von seriösen Instituten kam immer wieder zu Tage, dass sowohl die Mehrheit der Stuttgarter, als auch die Mehrheit der Baden-Württemberger gegen Stuttgart 21 sind.


    Dass nicht alle davon in Stuttgart bei Demos auftauchen ist nachvollziehbar, allein deshalb, weil sich das Projekt in der jetzigen Phase leider nicht mehr stoppen lassen wird.


    Es bleibt die Frage, wie man von Seiten der Politik am erklärten Bürgerwillen vorbei dieses monströs teure Projekt auf den Weg bringen konnte.


    Unsere Staatsform ist aber halt eine parlamentarische (repräsentative) Demokratie. Das mag der eine oder andere Bürger bedauern. Ich persönlich bin im Allgemeinen - und auch im konkreten Fall - heilfroh, dass es so ist. Der Haken am Bürgerwillen ist nun mal, dass der Bürger häufig recht ahnungslos ist (im Durchschnitt, nicht im Einzelfall). Wenn man jede Streitfrage von der Bevölkerung direkt abstimmen lassen würde, wäre die Effizienz politischer und wirtschaftlicher Prozesse geringer. Die Bürgerzufriedenheit wäre dabei übrigens noch nicht mal höher, da man sich vielleicht sogar noch öfter auf der "Verliererseite" fühlte.



    Konjunkturaufschwung für Stuttgart hin oder her, an vielen anderen Stellen im ländle klemmt es hinten und vorne, ein neuer Bahnhof für Stuttgart ist nicht das vordringlichste Problem.


    Das klingt ja beinahe so, als wäre Baden-Württemberg wirtschaftlich am Boden. Wenn man schon so gerne Umfragen und Statistiken bemüht, kann man sich ja mal die Mühe machen, die wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Lage Ba-Wüs mit den 15 andere Ländern zu vergleichen. Wer danach immer noch aus Frust über Stuttgart21 der Landesregierung mit Abwahl droht, kann nicht ganz objektiv sein. Zumindest, wenn man ihr dabei den "Ruin des Landes" vorwirft. :hallo:



    Und ich gehe jede Wette mit Dir ein, dass das Projekt ein Milliardengrab wird. 4,1 sind offiziell veranschlagt.


    Ich wette dagegen, dass man diese grenze einhalten wird. Schlägst Du ein???


    Es ist tatsächlich davon auszugehen, dass es teurer wird. Allein der Polizeieinsatz dieser Tage (Wochen?) wird sein Übriges dazu beitragen. Allerdings sehe ich diese Investition nicht als "Grab" an, sondern eben als Investition in die Wirtschaft (kurzfristig) und die Zukunftsfähigkeit der Region (weit über Stuttgart hinaus).


    Dass es bei den aktuellen Stuttgarter "Montagsdemos" (Der Missbrauch des Begriffs ist übrigens peinlich und unverschämt) mehr um Show als um Fakten geht, manifestiert sich ja auch dadurch, dass bei den Kundgebungen die tatsächlichen Fachleute nicht zu sehen sind zwischen den ganzen B-Promis aus Kunst und Kultur und den aufstrebenden Lokalpolitikern, die hier eine willkommene Plattform finden, um mal ein wenig die Trillerpfeife zu entstauben oder durch lustiges Umtexten der 'Ode an die Freude' auf einen Streich Schiller UND Beethoven zu beleidigen.


    Nice, am Ende hab ich nochmal schön die Kurve zur Polemik bekommen! :D


    J.

  • Unsere Staatsform ist aber halt eine parlamentarische (repräsentative) Demokratie. Das mag der eine oder andere Bürger bedauern. Ich persönlich bin im Allgemeinen - und auch im konkreten Fall - heilfroh, dass es so ist. Der Haken am Bürgerwillen ist nun mal, dass der Bürger häufig recht ahnungslos ist (im Durchschnitt, nicht im Einzelfall). Wenn man jede Streitfrage von der Bevölkerung direkt abstimmen lassen würde, wäre die Effizienz politischer und wirtschaftlicher Prozesse geringer. Die Bürgerzufriedenheit wäre dabei übrigens noch nicht mal höher, da man sich vielleicht sogar noch öfter auf der "Verliererseite" fühlte.


    Nun, da sehe ich es allerdings ähnlich wie im "Medizinrecht". Nur ein einwilligungsfähriger Mitbürger kann auch Entscheidungen treffen. Von Seiten der Politik und der Medien wird sich in vielen Punkten unseres tägl. Lebens leider nicht allzuviel Mühe gemacht, den Bürger aufzuklären. Eine gewisse mentale Überschaubarkeit bei dem ein oder anderen kommt da noch unterstützend dazu, und schon hat man einen unmotivierten und unwissenden Mitbürger.


    Das klingt ja beinahe so, als wäre Baden-Württemberg wirtschaftlich am Boden. Wenn man schon so gerne Umfragen und Statistiken bemüht, kann man sich ja mal die Mühe machen, die wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Lage Ba-Wüs mit den 15 andere Ländern zu vergleichen. Wer danach immer noch aus Frust über Stuttgart21 der Landesregierung mit Abwahl droht, kann nicht ganz objektiv sein. Zumindest, wenn man ihr dabei den "Ruin des Landes" vorwirft. :hallo:

    Nicht das ärmste Bundesland zu sein, muss aber doch nicht gleichbedeutend sein mit wir haben genug Geld für zweifelhafte Projekte.


    Es ist tatsächlich davon auszugehen, dass es teurer wird. Allein der Polizeieinsatz dieser Tage (Wochen?) wird sein Übriges dazu beitragen. Allerdings sehe ich diese Investition nicht als "Grab" an, sondern eben als Investition in die Wirtschaft (kurzfristig) und die Zukunftsfähigkeit der Region (weit über Stuttgart hinaus).


    Warum tragen dann die Nutznießer nicht auch die Kosten?


    Dass es bei den aktuellen Stuttgarter "Montagsdemos" (Der Missbrauch des Begriffs ist übrigens peinlich und unverschämt) mehr um Show als um Fakten geht, manifestiert sich ja auch dadurch, dass bei den Kundgebungen die tatsächlichen Fachleute nicht zu sehen sind zwischen den ganzen B-Promis aus Kunst und Kultur und den aufstrebenden Lokalpolitikern, die hier eine willkommene Plattform finden, um mal ein wenig die Trillerpfeife zu entstauben oder durch lustiges Umtexten der 'Ode an die Freude' auf einen Streich Schiller UND Beethoven zu beleidigen.


    Nice, am Ende hab ich nochmal schön die Kurve zur Polemik bekommen! :D


    J.


    Da gebe ich Dir allerdings recht. Der Wirbel, der jetzt gemacht wird, dient zum überwiegenden Teil nur noch einer Selbstdarstellung von verschieden Einzelpersonen, Interessengruppen und anderen Gruppierungen, die vielleicht später lediglich sagen wollen: "Das haben wir ja gleich gesagt!"


    Gruß, Christian


    PS:


    Zitat von wikipedia

    Polemik (altgr. pólemos ,Auseinandersetzung, Streit, Kriegâ??) bezeichnet einen meist scharfen Meinungsstreit im Rahmen politischer, literarischer oder wissenschaftlicher Diskussionen. Der Begriff hat historisch einen Wandel erfahren, die ursprüngliche Bedeutung von Polemik war Streitkunst, ein literarischer oder wissenschaftlicher Streit, eine gelehrte Fehde.

  • Jörg: zumindest was den Wert unserer Demokratie angeht, sind wir uns einig. :thumbup:


    Das würde aber eine weiterreichende Bürgerbeteiligung nicht unbedingt ausschließen. Siehe CH.


    Negativbeispiele gibts natürlich auch, da brauchen wir nicht mal über eine Grenze schauen, nur zurück.


    Es wäre im allgemeinen nicht schlecht, wenn unsere Volksvertreter den Bürgerwillen nicht ganz aus den Augen verlieren würden.
    Den oft vorgeschobenen Weitblick der Politiker, der dem Plebs meist in Abrede gestellt wird, reicht mesit auch nur bis zur Filiale der nächsten Hausbank. Ein wenig Polemik gönne ich mir auch.


    @Mr. Blaulicht: Es war die Polemik im Sinne der historischen Wandlung gemeint. 8)


  • Und nicht zuletzt finde ich es vollkommen in Ordnung, wenn Stuttgart als Landeshauptstadt versucht, echte Metropole zu werden - da gibt ein Durchgangsbahnhof deutlich mehr Punkte als ein Kopfbahnhof.


    Was müssen dann Frankfurt/M., München, Leipzig oder auch London, Antwerpen und New York City für arme Provinzdörfer sein. Haben sie doch alle einen Kopfbahnhof.

  • Ich bin ein wenig irritiert; denn die bisherigen Beiträge haben allesamt keinen rettungsdienstlichen Bezug, sondern sind politisch (auch die Beiträge bezüglich Bürgerbeteiligung etc.).


    Aus diesem Grund mal der Versuch, einen RD-Bezug herzustellen:
    das es dort Proteste geben wird, die aufgrund starker Bürgerbeteiligung Verkehrsbehinderungen provozieren, war nach den allerersten Tagen bekannt.
    Inwieweit diese Menschenmasse tatsächlich der Grund für diese eine extreme Einsatzverzögerung darstellt, sei dahingestellt.
    (jetzt werde ich selbst ein wenig politisch: sind Menschenmassen, die im Sinne einer Regierung auf die Strasse gehen, dann auch Anlass für eine derartige Berichterstattung :pfeif: )


    Doch wenn die Sicherheitsbehörden, also Pol. und FW an und um ein Gebäude herum derartige Massen "planen" hat dies doch auch eine rettungsdienstliche Relevanz.
    Die Polizei bspw. wird zur eigenen Versorgung eigenes Personal und eigene Fahrzeuge mitbringen.
    Der örtl. RD könnte gut beraten sein, nur aufgrund der Menschenmenge hier eine mobile Wache zu etablieren.
    Im Sinne der Vermeidung von Einsatzverzögerungen könnte es auch sinnvoll sein, Rettungsfahrzeuge während der Protestzeiten anders zu positionieren, um eben vernünftige Eintreffzeiten sicherzustellen.

    raphael-wiesbaden


    Artikel 1
    (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.


    Selig sind die geistig Armen - nur: kann der Himmel die ganzen Seligen auch wirklich aufnehmen ?

  • "Montagsdemos" (Der Missbrauch des Begriffs ist übrigens peinlich und unverschämt)


    Signed.


    Von Seiten der Politik und der Medien wird sich in vielen Punkten unseres tägl. Lebens leider nicht allzuviel Mühe gemacht, den Bürger aufzuklären.


    Das ist eine Konsummentalität, die kaum angebracht ist, wenn die protestierenden Bürger gleichzeitig die Auffassung vertreten, die fragliche Angelegenheit sei von zentraler Bedeutung. Derartige Projekte werden rechtzeitig bekannt gemacht, so dass jeder sich mit ihnen beschäftigen kann. Es gibt dazu eine Reihe von Unterlagen, die zugänglich sind. Wer sich informieren will, kann das tun. Hinterhertragen - im Sinne einer Servicestelle für den Bürger - müssen weder Politik noch Verwaltung dem angeblich interessierten Souverän nichts.


    Ich bin ein wenig irritiert; denn die bisherigen Beiträge haben allesamt keinen rettungsdienstlichen Bezug, sondern sind politisch


    Wir können ja gelegentlich mal einen Blick über den Tellerrand wagen.