Train the Trainer: Welche Ausbilderscheine (EH/San/RH/RS/ggf.NotSan) in welcher Reihenfolge?

  • Hallo zusammen,


    ein Kollege (NFS/GF) von mir möchte innerhalb des DRK gerne in die Ausbildung einsteigen. Gerne würde er die gesamte Bandbreite der Qualifikation abbilden, also von EH über San zu RH/RS, ggf. auch NotSan und Betriebssanitäter. Allerdings hat er jetzt kein Vierteljahr am Stück Zeit um alle Lehrscheine, den Praxisanleiter und Dozentenausbildungen zu durchlaufen.


    Daher kam die Frage auf, ob es kombinierte Ausbildungen gibt in welcher mehrere Qualifikationen gleichzeitig erworben werden können und vor allem auch innerhalb des DRK anerkannt werden oder in welcher Reihenfolge man Kurse absolvieren sollte um möglichst viel bei anderen Kursen angerechnet zu bekommen?


    Habt ihr Ideen?

  • Mir fällt da nun nur ein pädagogisches Studium für den Schwerpunkt der Gesundheitsberufe ein, wenn Scheine sammeln keine Option ist. Allerdings würde das auch länger als ein Vierteljahr dauern. Vor allem wenn im Bereich der NotSan und RettSan ausgebildet werden soll, führt (mMn) kein Weg an NotSan+PAL+Bachelor/Master vorbei.


    Für nebenbei ist das natürlich zu heftig. Als Gastdozent sollte da mindestens ein PAL drin sein, der mit 200 Stunden (in der Pflege sogar bald 300 Stunden, oder?) aber auch nicht so einfach mal schnell machbar ist (da scheitert es bei mir seit Jahren dran, da ich nicht mal eben 6 Wochen frei nehmen kann ohne Unterstützung des AG).


    Für EH/KatS sollten einige wenige Scheine reichen. Aber die muss man auch erst mal sammeln. Komplett ohne pädagogisches Know how sollte heutzutage nicht mehr drin sein, finde ich. Jeder Schüler hat das Recht auf (medizin-) fachliches UND pädagogisches Geschick bzw. Wissen des Ausbilders. Je länger, intensiver und komplexer die Ausbildung, je mehr muss der Ausbilder von beiden bieten können bzw. müssen, finde ich.


    Hilft vielleicht nicht so ganz weiter, aber verdeutlicht es vielleicht etwas. Pardon.

  • Für EH/KatS sollten einige wenige Scheine reichen. Aber die muss man auch erst mal sammeln. Komplett ohne pädagogisches Know how sollte heutzutage nicht mehr drin sein, finde ich. Jeder Schüler hat das Recht auf (medizin-) fachliches UND pädagogisches Geschick bzw. Wissen des Ausbilders. Je länger, intensiver und komplexer die Ausbildung, je mehr muss der Ausbilder von beiden bieten können bzw. müssen, finde ich.

    Komplett d'accord!
    Selbst für Gastdozenten für einzelne Themen und Fallbeispieltrainer im Bereich der SanHelfer-Ausbildung wird mittlerweile an vielen Orten neben einer rettungdienstlichen Qualifikation eine methodisch-didaktische Grundausbildung erwartet (BRK-Sprech: Kurs "Erwachsenengerechte Unterrichtsgestaltung").

  • gibt es den noch?

    Dachte diese „DozentiR“ sterben nun alle aus?

    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack - ich bin stets mit dem Besten zufrieden.
    Oscar Wilde, irischer Schriftsteller, 1854 - 1900


    Ich prüfe jedes Angebot. Es könnte das Angebot meines Lebens sein.
    Henry Ford 1863 - 1947

  • Der ist sogar neu aufgelegt worden, da er als Vorstufe/Einstieg für den Pädagogik-Studiengang bei Steinbeis ausgelegt wurde und wird auf den dortigen B.A. voll anerkannt. In sofern wird der hier in NRW durchaus beachtet, mEn auch von Nicht-DRK-Organisationen und Schulen.

  • Dann soll er sich mal den Dozent im Rettungsdienst der LANO angucken. Der wird sehr weit akzeptiert bzw. umgeschrieben.

    Danke, gebe ich weiter. Nur zu meinem Verständnis nach dem ich mir die Website angeschaut habe. Nach diesem Lehrgang ist man dann also Praxisanleiter und Dozent im Gesundheitswesen. Damit darf ich also als NotSan Azubis betreuen. Für die EH, San und RS Ausbildung muss man dann aber noch weitere Lehrgänge machen?

  • Ja, wobei das (zumeist) dann nur noch Einweisung in die entsprechenden Module sind. Was ich jetzt persönlich auch die logisch halte. Die Einweisung sind dann jedoch mitunter recht individuell... ;)

  • Früher, ich habe das seit vielen Jahren nicht mehr verfolgt, stellte man sich immer ziemlich an, wenn es darum ging, dass LehrRettAss auch EH/LSM ausbilden durften. Manche Lehrgänge integrierten den EH Ausbilder.

  • ein Praxisanleiter/LRA kümmert sich um einen einzelnen Auszubildenden. Im EH Kurs habe ich 15-20 Teilnehmer. Auch in der Lerntiefe ist das "etwas" unterschiedlich. Ich kann weder Didaktisch noch Methodisch viele Gemeinsamkeiten erkennen

  • Naja, die didaktischen Grundlagen der Erwachsenenbildung ändern sich ja nicht. Nur die Möglichkeiten sie umzusetzen. Man würde also (notgedrungen) andere Methoden benutzen. Der grundsätzliche Anspruch der Teilnehmer belibt (abgesehen von der fachlichen Tiefe/Motivation) aber trotzdem erstmal gleich..