M.Sc. : Krisen- und Notfallmanagement (Carl Remigius)

  • Jetzt bin ich neugierig geworden: Was ist denn deine „liebste wissenschaftliche Therorie“?

    Also ich hab ja auch mal studiert, aber eine Lieblingstheorie könnte ich dir auch nicht benennen. :man_detective_medium_light_skin_tone:

    1. Median Voter Theorem: Link

    2. Spieltheorie Link

    3. Leviathan (hier kann man natürlich streiten ob es sich um eine wissenschaftliche oder nur um eine philosophische Theorie handelt) Link

  • Den Bezug zum Thema habe ich, genau wie Jörg, versucht, darzustellen. Sinn von praxisbezogenen Studiengängen ist es doch, eine berufliche Qualifikation zu schaffen und nicht, sich mit theoretischer art pour l'lart zu beschäftigen. Ich halte also die Frage nach der Lieblingstheorie nicht für zielführend und die Abwertung eines Kandidaten, der diese Frage nicht aus dem Stegreif beantworten kann, für unangemessen. Dass einem die Beantwortung schwerfällt, lässt keinen Rückschluss auf die Qualifikation zu.

  • 1. Median Voter Theorem: Link

    2. Spieltheorie Link

    3. Leviathan (hier kann man natürlich streiten ob es sich um eine wissenschaftliche oder nur um eine philosophische Theorie handelt) Link

    Erklär mal einem Politikwissenschaftler dass die Leviathantheorie nicht wissenschaftlich ist. :winking_face:


    Aber letztendlich gehören zu einem Studium auch Theorien. Erst mit diesen werden Sachverhalte so abstrahiert und generalsiert, dass man für weitere Fragestellungen und Probleme, Lösungen finden kann. Des Weiteren erhält man durch Theorien Leitmuster bei der Erfoschung und Bearbeitung von Problemen.


    Theorien gehören als Handwerkszeug zum wissenschaftlichen Arbeiten dazu und wer einen Master anstrebt, hat sich damit bewusst für wissenschaftliches Arbeiten entschieden, ob nun praxisbezogen oder nicht.

  • Aber letztendlich gehören zu einem Studium auch Theorien. Erst mit diesen werden Sachverhalte so abstrahiert und generalsiert, dass man für weitere Fragestellungen und Probleme, Lösungen finden kann. Des Weiteren erhält man durch Theorien Leitmuster bei der Erfoschung und Bearbeitung von Problemen.


    Theorien gehören als Handwerkszeug zum wissenschaftlichen Arbeiten dazu und wer einen Master anstrebt, hat sich damit bewusst für wissenschaftliches Arbeiten entschieden, ob nun praxisbezogen oder nicht.

    Das ist richtig, bedeutet aber ja noch lange nicht, dass man als guter Student/Wissenschaftler/Absolvent zwangsläufig eine „Lieblingstheorie“ haben muss.

    Ich lese relativ viel und höre sehr gerne Musik, aber ich habe weder einen Lieblingsschriftsteller noch einen Lieblingskomponisten.

    Einen Lieblingsfußballclub könnte ich anbieten... :soccer_ball::see_no_evil_monkey:

  • Klar muss man nicht unbedingt eine Lieblingstheorie haben. Aber ich würde so eine Frage auch nicht 1:1 nehmen, sondern dann eine mir geläufige Theorie wählen die ich vielleicht am interessantesten finde und dem Fragesteller damit seine Frage zu beantworten.

  • ...

    Einen Lieblingsfußballclub könnte ich anbieten... :soccer_ball::see_no_evil_monkey:

    Einen Exellenten sogar! :thumbup:


    Auch wenn das jetzt etwas weit weg führt: diese Frage übrigens hat mein Vater in Einstellungs- und Bewerbungsgesprächen gerne gestellt. Denn es ist eine Frage auf die du dich nicht vorbereiten kannst. Hierauf musst du frei antworten, denn das steht nicht auf der Unternehmenshomepage oder in der Jobbeschreibung und ist somit nicht einzuüben.

    Der glühende Fan vom FC Vielhustekeuchen, der jedes Spiel im Fernsehen auf "Heaven" verfolgt wird dann doch plötzlich als Blender enttarnt, wenn er nicht mal ein Ergebnis der letzten drei Spieltage nennen kann.

    Oder aber auch die Azubine, die Sport generell nichts abgewinnen kann und lieber mit den zwei Katzen nach Arbeitsschluss die Tiefkühlpizza in der Mikrowelle warm macht. Hobbies Fehlanzeige.


    Btt: man hat ja immer die Schwierigkeit bei solchen Gesprächen hinter den Menschen zu schauen. Und dazu braucht es eben auch ab und an mal eine ungewöhnliche Frage. Ob die eine besser ist als die andere... Kann man lange diskutieren. Der Einwand von Jörg ist gut, aber irgendwas muss man ja nun auch fragen. Und eine Antwort ist mitunter nicht mal unbedingt inhaltlich interessant, sondern eher die Sicht auf den Menschen dahinter.

  • Btt: man hat ja immer die Schwierigkeit bei solchen Gesprächen hinter den Menschen zu schauen. Und dazu braucht es eben auch ab und an mal eine ungewöhnliche Frage. Ob die eine besser ist als die andere... Kann man lange diskutieren. Der Einwand von Jörg ist gut, aber irgendwas muss man ja nun auch fragen. Und eine Antwort ist mitunter nicht mal unbedingt inhaltlich interessant, sondern eher die Sicht auf den Menschen dahinter.

    Bei einem Bewerbungsgespräch hinter einen Menschen blicken zu können, halte ich für fast ausgeschlossen. Zuerst ist es eine Werbung, wie auch bei Produkten, werden die wenigsten ihre Schwächen, die die Auswahl negativ beeinflussen, offensiv hervor heben. Dann ist es eine hochgradige Stresssituation und die Bewerber sind meist doch in einer unterlegenen Situation. Selbst Assessment-Center sind wohl nicht der Weisheit letzter Schluss.

  • Da hat du zu guten Teilen recht. Trotzdem möchte es der potentielle Arbeitgeber natürlich versuchen.

    Ich will nicht sagen, dass das DIE Lösung ist und immer gelingt. Aber doch schon, dass solche Fragen ein Werkzeug von vielen ist.

  • Ein Bekannter von mir darf als studentischer Vertreter an seiner Bezahl-Medizin-Uni an den Auswahlgesprächen teilnehmen. Beim letzten Durchgang habe er die Kandidaten gefragt, wann Columbus Amerika entdeckt habe. Kaum jemand wusste es; nicht einmal grob. Ich fand das peinlich. Trotzdem kann es aber sein, dass aus diesen Leuten gute Ärzte werden (an einer anderen Uni dann).

  • Ein Bekannter von mir darf als studentischer Vertreter an seiner Bezahl-Medizin-Uni an den Auswahlgesprächen teilnehmen. Beim letzten Durchgang habe er die Kandidaten gefragt, wann Columbus Amerika entdeckt habe. Kaum jemand wusste es; nicht einmal grob. Ich fand das peinlich. Trotzdem kann es aber sein, dass aus diesen Leuten gute Ärzte werden (an einer anderen Uni dann).

    Vermutlich kann man ohne dieses Wissen sogar Präsident von Amerika werden.

  • Vermutlich kann man ohne dieses Wissen sogar Präsident von Amerika werden.

    Wobei dieser offensichtlich gar keiner Qualifikation bedarf außer ausreichend Geld zu haben.


    Ein Bekannter von mir darf als studentischer Vertreter an seiner Bezahl-Medizin-Uni an den Auswahlgesprächen teilnehmen. Beim letzten Durchgang habe er die Kandidaten gefragt, wann Columbus Amerika entdeckt habe. Kaum jemand wusste es; nicht einmal grob. Ich fand das peinlich. Trotzdem kann es aber sein, dass aus diesen Leuten gute Ärzte werden (an einer anderen Uni dann).

    Die Frage ist immer, was man als Wissen für die Stelle als relevant einstuft. Selbst das Allgemeinwissen unterliegt einem stetigen Wandel.


    Um eine geeignete Person zu finden, dafür gibt es ja auch die Probezeit, in der man sich ja wieder schnell von Kandidaten verabschieden kann. Hat natürlich den Nachteil, dass die Suche wieder von vorne beginnt.

  • Ich würde das nicht studieren. Ich saß erst neulich wieder in einer Auswahlkommission für Bachelor und Masterstudenten. Ein Bewerber kam von einer Fresenius Hochschule und wollt nun einen Master machen. Auf die Frage, was seine liebste wissenschaftliche Theorie ist kam nur schweigen und die Nachfrage wie es gemeint war. Auch nach Beispielen könnte keine Theorie benannt werden. Auf die Frage wie man die Masterarbeit geschrieben hat, war die Antwort "in die Bib., Literatur lesen, meine Frage damit beantworten". Wenn das dass Niveau dieser privaten Hochschulen in Ihrem "Studium" ist, dass sie de facto Sachbearbeiter ausbilden, dann würde ich keinen Euro dafür ausgeben.

    Je nach Laune würde ich die beiden Fragen genauso beantworten, ehrlich gesagt. Die sagen mindestens genauso viel über den Fragesteller wie über den Gefragten, imho.

  • Ein Bekannter von mir darf als studentischer Vertreter an seiner Bezahl-Medizin-Uni an den Auswahlgesprächen teilnehmen. Beim letzten Durchgang habe er die Kandidaten gefragt, wann Columbus Amerika entdeckt habe. Kaum jemand wusste es; nicht einmal grob. Ich fand das peinlich.

    Finde ich auch. Aber so wichtig scheint das heute nicht mehr zu sein. Warum soll man sich mit Allgemeinbildung ausstatten oder ein echtes Abitur machen? Geht doch alles auch ohne.

  • Ich hab ein echtes, bilinguales Abitur. Trotzdem kann ich mir einfach Jahreszahlen kaum merken, und wann Columbus Amerika besiedelt hat interessiert mich derart wenig...


    Man sollte sich bei einem Bewerbungsverfahren schon fragen, welche Eigenschaften und Fähigkeiten man sich vom Bewerber wünscht, und dann überlegen wie man diese abprüfen kann.


    Mit der Frage nach Kolumbus prüft man eben nur diese einen Punkt ab. Wenn der für das Studium wichtig ist, ist die Frage gut.