Facebook Posting RFP 29.11.2020

  • Bzgl. des Beitrags auf Facebook drängt sich mir doch die Frage auf, ob der Verfasser beim Schreiben bösartig oder doch betrunken war.


    Ich bin da jetzt ja ne Weile raus... Aber habe ich das richtig verstanden? Das ist eure Vorstellung von Arbeitskampf? Ver.di in den Rücken fallen, wenn sie eine höhere Entgeltgruppe bei Tarifverhandlungen fordern?

    Als Arbeitgebervertreter würde ich ja mein Glück ja kaum fassen können.


    War das wieder einer von den DBRD Jungs? Ist das Satire gewesen? Ist Euer Argument, dass jetzt nicht die richtige Zeit für solche Forderungen ist ernst gemeint? Geht es einfach nur darum, dass ver.di das fordert und man damit automatisch dagegen sein muss?


    Verständnislose Grüße - ciao,


    madde

    "You won't like me when I'm angry.


    Because I always back up my rage with facts and documented sources."



    The Credible Hulk.

    Einmal editiert, zuletzt von madde ()

  • Wenn man da einige Infos mehr hat aus dieser Region des Beitragerstellers kommt man dann eher zu dem Schluss dass das mit dem DBRD zunächst nicht viel zu tun hat als viel mehr mit dem alten Prinzip: "wes Brot ich ess, des Lied ich sing."

    ;)

  • Ich persönlich finde den Beitrag bei Facebook auch recht deplatziert.

    Auch wenn man unterschiedlicher Meinung über die "Menge" an Forderungen sein kann, so denke ich ist es durchaus legitim am Anfang erst einmal viel zu fordern um im Rahmen der Verhandlungen Zugeständnisse zu machen.


    Wenn ich in Verhandlungen mit meiner absoluten Schmerzgrenze starte, so kann ich von vorne rein keinerlei Zugeständnisse machen, und die Verhandlung wird sich irgendwann festfahren.

    Mit den besten Grüßen


    ---
    Es handelt sich hierbei ausschließlich um meine private Meinung!

  • Wer ist denn Autor dieses Facebook-Schreibens?

    Da ich nicht bei Facebook bin, kann ich das nicht erkennen.


    Wird demnächst eine Spendensammlung für die verarmten AG initiiert? Die tariflich vereinbarten Lohnkosten sind von den Kostenträgern zu bezahlen. Der AG leitet im Prnzip nur weiter. Und die Tarifbindung darf bei Ausschreibungen nicht negativ angerechnet werden. Wo ist also das Problem?

  • Das sollte aber kein Grund sein miese Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne zu akzeptieren.

  • Kommt auf die Region an... in der Großstadt geht man halt zur Konkurrenz. Aber was machst du, wenn du auf dem Land wohnst, dort ein Haus gebaut hast und es zum nächsten Arbeitgeber eine nicht unerhebliche Fahrstrecke ist? Muss man immer individuell sehen...

    Hast Du natürlich recht, wobei Du in einer Großstadt (nehme jetzt mal München oder Hamburg) als RD Mitarbeiter kaum ein Haus bauen oder kaufen wirst. Aber auch da kann Arbeitsplatz und Wohnort verkehrstechnisch "weit" voneinander weg sein.

  • Das Haus war jetzt nur ein Beispiel für räumliche Gebundenheit und ist frei ersetzbar.

    Was ich damit sagen wollte: oft hört man ja „dann wechsel halt den Arbeitgeber, es herrscht doch überall Personalmangel“. Nur wenn einem Anbieter der gesamte Landkreis gehört und man räumlich gebunden ist, dann kann das mit dem wechseln durchaus schwierig sein...


    In Bayern macht bei Ausschreibungen der Preis 50% der Punkte aus. Und was ist der größte Posten beim Preis? Richtig, die Personalkosten...

  • Es war doch das BRK, dass sich 2012 bei den gemeinsamen Tarifgesprächen mit dem ASB, zurückgezogen hat, da der geplante Abschluss zu hoch gewesen sei. Man hätte damals einen Flächentarifvertrag etablieren können, womit die Personalkosten nicht mehr diese Rolle gespielt hätten.

  • Vergiss bitte nicht, dass es inzwischen auch einige private Anbieter gibt. Die sind an keinen Tarifvertrag gebunden.

    Bei einem Flächentarifvertag wären auch die Kirchen und Privaten daran gebunden gewesen. So was ist normalerweise nicht möglich, da im Gesundheitsbereich und in der Wohlfahrtspflege die Kirchen zu stark vertreten sind. Hier hätte die Mehrheit aus BRK und ASB aber ausgereicht. Daher waren ja auch alle verwundert.