Notfallreform - Referentenentwurf vom 17.11.2025

  • Realität ist leider auch, dass die Politik seit Jahrzehnten weiß, dass es mit der Rente so nicht weitergehen kann. Aus Angst vor den nächsten Wahlen lassen sie die Karre einfach weiter gehen die Wand fahren. Ich finde schon, dass man da sauer sein darf.

    Ich komme aus Ironien, das liegt am sarkastischen Meer.

  • . Ich finde schon, dass man da sauer sein darf.

    Auf die Politik schon. Aber nicht wenn man nicht mit 60 in den Ruhestand gehen kann. Wir werden als Gesellschaft lernen müssen das es mit 60 nicht im Wohnmobil nach Frankreich geht sondern bis 67 oder 70 in einen ggf. körperlich weniger anstrengenden weiteren Beruf. Für Retter kann das der KTW sein wenn man für den RTW fachlich nicht mehr geeignet ist. Oder nur Tagschicht, mehr NEF usw. Es gibt auch im Rettungsdienst viele unterschiedliche Aspekte von Belastungen. Jeder Betrieb hat da unterschiedliche Möglichkeiten und muss sehen wie es passt.

  • Frustriert über die Politik kann man auch sein aber ich dachte Harris meint den Ärger und die Wut privilegierter Gruppen, wenn sie Abstriche machen müssen.

  • Frustriert über die Politik kann man auch sein aber ich dachte Harris meint den Ärger und die Wut privilegierter Gruppen, wenn sie Abstriche machen müssen.

    Ich denke, die (privilegierten) Gruppen werden sicher sauer sein, wenn sich ihre Bedingungen verschlechtern. Das kann ich sogar gut nachvollziehen. Ich möchte auch nicht, dass sich nach 30 Jahren einzahlen in die Rentenkasse, Betriebsrente und private Vorsorge, durchschnittlich 1.100 Euro Krankenkassenbeiträge im Monat, usw., meine Bedingungen verschlechtern, nur weil man drei Jahrzehnte im Bundestag den Kopf in den Sand gesteckt hat.

    Ich komme aus Ironien, das liegt am sarkastischen Meer.

  • Für Retter kann das der KTW sein

    Der KTW ist deutlich anstrengender wie der RTW. Da fährt man zu Schichtbeginn raus und sieht die Wache erst zum Feierabend wieder.


    mehr NEF

    Davon gibt es aber nicht genug. Vermutlich in Zukunft auch weniger. Und da sitzen jetzt schon "besonders" qualifizierte Mitarbeiter drauf. Darf halt nicht jeder NEF fahren ...


    Oder anders: Wie genau möchtest Du Feuerwehr- oder Polizeibeamte, die mit 60 in Pension gehen, bis 70 weiter beschäftigen? Sie müssten dazu ja auch qualifiziert werden, für die entsprechenden Bereiche. Wie magst Du das der Zielgruppe genau beibringen?

    Ich komme aus Ironien, das liegt am sarkastischen Meer.

  • Oder anders: Wie genau möchtest Du Feuerwehr- oder Polizeibeamte, die mit 60 in Pension gehen, bis 70 weiter beschäftigen? Sie müssten dazu ja auch qualifiziert werden, für die entsprechenden Bereiche. Wie magst Du das der Zielgruppe genau beibringen?

    Ich bin kein hinreichender Experte für Polizei und Berufsfeuerwehr um hier die passenden Lösungen zu haben. Aber ich bin mir sicher das die Führungskräfte gute Aufgaben finden wenn sie als Aufgabe bekommen "Hier hast du x Mitarbeiter. Sie können alles machen außer Einsatzdienst in Wechselschicht mit Waffe/ Strahlrohr". Bei Angestellten haben sie die Aufgabe je nach Tarifvertrag auch.

  • Tja, irgendwie habe ich diese Antwort erwartet.

    Ich komme aus Ironien, das liegt am sarkastischen Meer.

  • Tja, irgendwie habe ich diese Antwort erwartet.

    Im RD keine Ahnung, aber BF/Pol geht Innendienst/Tagesdienst eigentlich auch jetzt schon regelhaft für Kollegen, die eben nicht mehr können. Spätestens wenn der Betriebsmediziner das feststellt, hat man eh keine andere Wahl mehr...

    Im RD.. keine Ahnung, insbesondere auf kleinen Wachen könnte ich mir das als schwierig vorstellen...

  • Noch ein Grund, warum der RD in größeren Strukturen aufgebaut sein sollte. :)

    "Notfallsanitäterinnen und -sanitäter sind, sofern (not-)ärztliche Hilfe nicht zeitnah zu erlangen ist und die Voraussetzungen des § 2a Nr. 2 NotSanG vorliegen, eigenverantwortlich handelnder, heilkundlicher Teil der Rettungskette."

    VGH München, Beschluss v. 21.04.2021 – 12 CS 21.702