Nach einem Angriff auf einen RS durch zwei junge Männer erging jetzt das Urteil:
Urteil nach Gewalt mit bleibendem Hirnschaden für einen RS
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Schwierig, keinen zynischen Kommentar da zu lassen.
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Schwierig, keinen zynischen Kommentar da zu lassen.
Amen!
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Bleibt zu hoffen das die Staatsanwaltschaft noch in Revision geht bzw. gehen kann und das die Familie zivilrechtlich mehr Glück mit dem Richter hat.
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Bemerkenswert hohe Strafen im Jugendstrafrecht, zumal, wenn nur wegen gef. KV verurteilt wird (und wir uns zudem nicht in Süd- oder Südwestdeutschland befinden). Da wäre auch unter der Annahme eines versuchten Totschlags vermutlich nicht viel mehr herausgekommen.
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Bemerkenswert hohe Strafen im Jugendstrafrecht, zumal, wenn nur wegen gef. KV verurteilt wird (und wir uns zudem nicht in Süd- oder Südwestdeutschland befinden). Da wäre auch unter der Annahme eines versuchten Totschlags vermutlich nicht viel mehr herausgekommen.
Das ist eben wieder einer der Fälle, wo vielleicht juristisch korrekt entschieden und für das verfügbare Strafmaß sogar nicht gering geurteilt wurde, es aber nichts daran ändert, dass der handelsübliche Bürger das Urteil für unangemessen gering empfindet und sich "mehr" erwartet hätte. Ich reihe mich da gerne ein. Hilft dem Opfer zwar kein Bisschen, aber ich halte es für ein fatales Signal an Bevölkerung und zukünftige Täter.
Das ist ein Strafmaß mit dem man in der Szene angeben kann, keins das abschreckt.
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Mit drei Jahren Jugendknast kann man angeben? Zuzüglich weiterer Auflagen die da noch hinzu kommen werden? Zuzüglich weiterer Zivilprozesse?
Ich bin in den Fall zu einem gewissen Maße emotional involviert, weil ich mal sagen. Ich hätte den Kollegen auch ein "besseres" Urteil gewünscht, aber drei Jahre sind ganz grundsätzlich kein Pappenstiel und leichte Kost.
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Mit drei Jahren Jugendknast kann man angeben? Zuzüglich weiterer Auflagen die da noch hinzu kommen werden? Zuzüglich weiterer Zivilprozesse?
Ich bin in den Fall zu einem gewissen Maße emotional involviert, weil ich mal sagen. Ich hätte den Kollegen auch ein "besseres" Urteil gewünscht, aber drei Jahre sind ganz grundsätzlich kein Pappenstiel und leichte Kost.
Nicht in deinem sozialen Gefüge, aber in Kreise wo Kriminalität etwas erstrebenswertes ist, ist eine Haftstrafe quasi der Ritterschlag. Aus unserer Sicht verrückt, aber soziologisch innerhalb dieser Gruppe gar nicht so unlogisch.
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Vorher ja. Sind sie mal drinnen, sind es oft ganz andere, deutlich kleinere Brötchen die da gebacken werden.
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Vorher ja. Sind sie mal drinnen, sind es oft ganz andere, deutlich kleinere Brötchen die da gebacken werden.
Das Hinterher ist ja das entscheidende...
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Ich nehme aus dem Fall wieder mal mit, bei meiner Linie zu bleiben, und lieber feige lange zu leben als als Held frühzeitig aus dem Leben zu scheiden oder behindert zu sein. Hilfe rufen, selbstverständlich, auf Abstand sich einmischen, vielleicht gerade noch, aber wirklich niemals sich in eine körperliche Auseinandersetzung begeben. Sowohl der Türsteher als auch der RS können letztlich noch froh sein, dass nicht plötzlich ein Messer im Spiel war. Wenn man dann noch bedenkt, für was man sein Leben aufs Spiel gesetzt hat.
Ich hatte vor knapp 6 Jahren jemanden im OP zu versorgen, der ging auch bei einem Streit dazwischen und wurde dann auf offener Straße am helllichten Tag mit einem 40 cm Rambo-Messer mit Widerhaken attackiert. Der Stich landete "nur" auf der Brust, 2 cm weiter hinten wäre der komplett im Brustkorb gelandet und ein 20-Jähriger sofort tot gewesen. (Das a.p. Röntgen-Bild sah dennoch beeindruckend aus. Deswegen Röntgen immer in 2 Ebenen.)
Deswegen den verlinkten Bericht als reminder nehmen und immer feige sein, dafür länger leben.
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Ich warte auf den Tag, wo der erste Messerangreifer merkt, dass er doch nicht vor einem Opfer steht, weil dieser seine (legale) Glock .45 ACP zieht und den Messerangreifer mit zwei, drei gezielten Schüssen zum stoppen bringt (ggf. mit Todesfolge), damit er sich selbst (oder seine Familie) schützen kann. Dann bin ich mal gespannt, was in den Medien los ist, was die Politiker sagen und ob die Justitz das wirklich als Notwehr ansieht und den Mann nach Hause schickt?
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Wenn die Verhältnismäßigkeit stimmt, wieso nicht?
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Ich warte auf den Tag, wo der erste Messerangreifer merkt, dass er doch nicht vor einem Opfer steht, weil dieser seine (legale) Glock .45 ACP zieht und den Messerangreifer mit zwei, drei gezielten Schüssen zum stoppen bringt (ggf. mit Todesfolge), damit er sich selbst (oder seine Familie) schützen kann. Dann bin ich mal gespannt, was in den Medien los ist, was die Politiker sagen und ob die Justitz das wirklich als Notwehr ansieht und den Mann nach Hause schickt?
Das wird in Deutschland so schnell nicht passieren. So viele Waffenscheine gibt es nicht... und leider ist es nichtso einfach einen angreifenden (dh nicht nur wild fuchtelnd rumstehenden) Messermenschen auszuschalten (stoppen). Ob nun 9mm oder .45 macht da keinen großen Unterschied. Eher ob und wo man trifft und was für einen Geschossaufbau man verwendet. Vor allem aber wie weit der Angreifer noch weg ist.. Denn auch eigentlich schon Tote können einen noch tödlich mit dem Messer verletzen.
Aber, ich kann verstehen, dass die Vorstellung sehr befriedigend wirkt...
PS: Auch wenn juristisch und ethische korrekt muss der Schütze hinterher trotzdem damit leben und klar kommen, dass er einen Menschen getötet hat. Das ist wohl nicht so trivial, wie Hollywood das meist vermittelt.
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Das wird in Deutschland so schnell nicht passieren. So viele Waffenscheine gibt es nicht... und leider ist es nichtso einfach einen angreifenden (dh nicht nur wild fuchtelnd rumstehenden) Messermenschen auszuschalten (stoppen). Ob nun 9mm oder .45 macht da keinen großen Unterschied. Eher ob und wo man trifft und was für einen Geschossaufbau man verwendet. Vor allem aber wie weit der Angreifer noch weg ist.. Denn auch eigentlich schon Tote können einen noch tödlich mit dem Messer verletzen.
Aber, ich kann verstehen, dass die Vorstellung sehr befriedigend wirkt...
PS: Auch wenn juristisch und ethische korrekt muss der Schütze hinterher trotzdem damit leben und klar kommen, dass er einen Menschen getötet hat. Das ist wohl nicht so trivial, wie Hollywood das meist vermittelt.
Gar keine Frage. Diese Diskussionen hatten wir hier und in der Gesellschaft ja schon öfters, wenn Polizeibeamte "mal wieder" auf einen Angreifer, der "nur ein Messer" hatte, geschossen haben. Stimme Dir da bei allem zu. Gott sei dank haben wir keine amerikanischen Verhältnisse. Der Fall ist daher eher "theoretisch" gedacht gewesen. Ich wette aber, dass das Opfer, welches sich (oder seine Familie) in Notwehr verteidigt, danach Probleme bekommen wird. So schätze ich Deutschland mittlerweile ein.
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Danke Merkel!!1elf11
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So schätze ich Deutschland mittlerweile ein.
Ich bin ja unterm Strich immer noch ganz froh, mit meiner Familie in Deutschland zu leben. Warm, satt, trocken und tatsächlich auch insgesamt in einem Gefühl der Sicherheit.
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Ich bin ja unterm Strich immer noch ganz froh, mit meiner Familie in Deutschland zu leben. Warm, satt, trocken und tatsächlich auch insgesamt in einem Gefühl der Sicherheit.
Puh. Ich finde das eine total herausfordernde Aussage. Versteh mich nicht falsch, ich würde auch nicht woanders leben wollen - auf der Sachebene bin ich da absolut bei dir. Und ich hab mich auf Reisen in Afrika und Asien auch schon mal echt unsicher gefühlt. Das waren aber eher kurze Situationen. Dh ich weiß gar nicht wie es sich anfühlt sich unsicher zu fühlen. So wie es vermutlich der Großteil der Ukrainer kennt (oder Bewohner anderer Kriegs- und Kriesengebiete). Daher habe ich aber irgendwie auch gar nicht das Gefühl richtig zu wissen, was es heißt sich (dauerhaft) sicher zu fühlen. Eben weil es bei uns (für die meisten) andauernde Selbstverständlichkeit ist.
Wobei mir die Entwicklung der letzten Jahre mit Klima, globaler Sicherheit, unterrichtete Migration und fehlende Integration, Veränderungen der Wirtschaftslage und nicht zuletzt Russland schon ein Stück Sicherheit genommen haben. Zumindest wenn ich das auf die Zukunft projiziere und an meine Kinder denke.
Aber auch da geht es uns vermutlich besser als 99% der Weltbevölkerung.. Und du bezogst dich ja eher auf die Gefahr in Deutschland gemessert oder erschossen zu werden

Wobei ich da, je nachdem wo ich mich bewege, auch Veränderungen fühle. Zum Glück nicht überall, aber leider insgesamt schon. Und dooferweise unterstützt die Statistik dieses Gefühl.. sicher nicht mit London, Teilen der USA oder Mexiko zu vergleichen... aber in die falsche Richtung. Und Sicherheitsgefühl ist ja leider (zum Glück?) immer auf individueller Ebene zu finden. Daher... früher war alles besser.. Zumindest gefühlt 😉😅
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Ich wette aber, dass das Opfer, welches sich (oder seine Familie) in Notwehr verteidigt, danach Probleme bekommen wird.
Ob es Notwehr war und angemessen gewesen ist entscheidet ein Gericht. Ob man das als „Problem“ ansehen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Aber ich wollte keine Immunität, wie es einer amerikanischen Behörde zugesichert worden ist.