Beiträge von 98-83-1

    Das müssen dann sehr besondere Jugendsünden sein. Das Führungszeugnis für Behörden unterscheidet sich vom "normalen" Führungszeugnis dadurch, dass auch Maßnahmen der Besserung und Sicherung - also bspw. die strafrechtliche (!) Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus bei Freispruch wegen Schuldunfähigkeit - und behördliche Verbote, bspw. des Waffenbesitzes sowie Verfahrenseinstellungen wegen Schuldunfähigkeit aufgenommen werden. (Und Straftaten mit Gewerbezusammenhang, aber nur, wenn das Führungszeugnis im Zusammenhang mit einer Gewerbeuntersagung angefordert wird.)


    (Es kann natürlich auch sein, dass schlicht das Führungszeugnis an sich das Problem war.)

    - Der oben genannte Konsum von Drogen (Kiffen)

    - Fahren ohne Führerschein (Roller mehrfach und PKW)

    - Gegenseitige Körperverletzung auf dem Dorffest


    Das waren damals die Schilderungen der Personen an die ich mich noch erinnern kann.

    Ich weiß nicht, wie es inzwischen ist. Vor vielen Jahren wollte das zuständige Gesundheitsamt ein Führungszeugnis für Behörden vor der Prüfung zum Rettungssanitäter (Modul M4 damals) haben. Hat dafür gesorgt, dass einige Personen aus meinem Kurs wegen "Jugendsünden" nicht zur Prüfung zugelassen wurden und Rettungshelfer blieben.

    In der Industrie gibt es keine Beamten. 8o

    Kommt jetzt drauf an, was man als Industrie definiert ;)


    Gemeint war, dass man auch in der Industrie / Wirtschaft mit exotischen Studiengängen teilweise Probleme hat Karriere zu machen bzw. überhaupt zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Gerade in größeren Unternehmen im mir bekannten Kreis zu beobachten.

    Also darf ganz ketzerisch gefragt werden, ob dort weniger Qualität und dafür mehr Selbstwertgefühl vermittelt wird?

    Ganz unabhängig davon, was und mit welcher Qualität an einer "neuen" Hochschule vermittelt wird.

    Man sollte sich durchaus gut überlegen was und wo studiert wird. Sicherlich nicht die höchste Priorität, aber eine Verbeamtung ist nicht mit jedem Studium möglich.

    Man(n/Frau) wäre nicht die erste Person, die ein langes Gesicht macht, weil es nicht mit der Verbeamtung im gehobenen Dienst klappt, weil nur die Ausbildung anerkannt wird und nicht das Studium.


    Ist in der Industrie im Management zwar etwas besser, aber auch kein Garant.

    Ich vermute, dass wir beide unter BLS-RTW oder N-KTW eine ähnliche Vorstellung haben.

    Persönliche Vorliebe ist ein einheitlicher Fuhrpark, wo die BLS-RTW im Bedarfsfall nicht die gesamte Medikamententasche an Bord haben, aber ohne Probleme auf der Wache sofort zum ALS-RTW aufgerüstet werden können.

    Macht die Fahrzeugvorhaltung einfacher und die Schulung. Beim Notarzteinsatz hat man dann wieder (mit der Ausstattung des NEF) "Vollbestückung". Im Zweifelsfall kann dann auch der NotSan beim NA im Patientenraum bleiben und einer aus der RTW-Besatzung fährt das NEF. Wobei man sich mittelfristig auch ernsthaft fragen sollte, warum die kostbare Ressource NotSan auf dem NEF sitzt und kein RettSan+

    Irgendwie tue ich mir mit dieser Forderung mehr als nur schwer. Aktuell haben wir noch immer RettAss die auf ihre Weiterbildung zum NotSan warten, haben noch immer Schulen die eher RettAss als NotSan ausbilden, wir haben mehr NotSan Stellen als verfügbare NotSan und jetzt soll nach noch nicht mal 10 Jahren schon wieder eine Reform folgen? Irgendwie erscheint mir diese Reform als wenig sinnvoll. Bevor wir schon wieder "das Rad neu erfinden" sollten wir es vll. endlich mal hinbekommen, dass wir einen halbwegs einheitlichen Versorgungsstandard flächendeckend bekommen und vor allem, dass wir flächendecken eine NotSan Ausbildung bekommen die dementsprechend was angedacht war/ist.
    Ansonsten finde ich es auch mehr als fragwürdig über den NotSan als Studium zu diskutieren, während der RettSan in Art und Weise der Ausbilung seit Jahren gleich bleibt und sich hier faktisch nichts tut. Gerade wenn man in einem Team arbeitet sollte man aus meiner Sicht auch entsprechend Denken, dazu gehört aus meiner Sicht, dass man auch mal an die Qualifikation des Zweiten auf dem RTW denkt. Auch ein NotSan mit einem 8 jährigen Studium wird nur so gut arbeiten können, wie es sein zweiter zulässt und das wird noch lange eine RettSan sein und auch noch lange jemand der noch nicht so lange dabei ist. Alleine den NotSan weiter zu qualifzieren ist etwas zu kurz gedacht, zumal es gerade beim aktuellen Personalmangel und den angedachten Gehaltssteigerungen optisch ist an eine doppelt NotSan Besetzung zu denken.

    Gerade das Thema RettSan bedarf langsam einer dringend Anpassung.

    Bevor man an eine Akademisierung denkt müsste man erstmal eine geeignete Aufteilung in BLS- und ALS-RTW machen sonst sind die studierten NotSan noch schneller weg. Aus meiner Sicht wäre die (Wieder)Einführung des RettAss als Verantwortlicher für die BLS-Einheiten oder ein RettSan+ und ALS-Fahrzeuge mit Besatzung NotSan und RettAss/RettSan+ ein geeigneterer Anfang als die Einführung eines Studiums.


    Denn momentan ist die Wissenslücke und "Kompetenzlücke" zwischen RettSan und NotSan einfach zu groß.

    Und erfolgreich zu studieren, damit trotzdem der Herr Doktor "die Arbeit macht" ist auf Dauer nur frustrierend.

    Ganz ehrlich, das finde ich seit der rechtfertigenden Darstellung menschlich nachvollziehbar, wenn ich gegen meinen Willen körperlich angegangen werde.

    Außerdem geriet er nur in den Spuckbereich, weil er der Polizei bei der Überwältigung geholfen hat. Das ist schlicht nicht die Aufgabe des Rettungsdienstes, zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, dass dies Bestandteil der Ausbildung wäre. Dass dann als Grund eines Ausrasters anzuführen, ist schon beinahe grotesk.

    Da sind wir sicherlich nicht weit auseinander. Ich kann es nachvollziehen, dass man "ausfallend" wird, wenn man beleidigt und bespuckt wird.

    Das bedeutet nicht, dass ich das Verhalten gutheiße. Wobei es auch sehr schwierig ist, wenn man nicht dabei war.

    Wirklich objektiv sein fällt mir hier - zugegeben - auch schwer. Jeder mit Asylbewerberunterkunft im Einsatzgebiet - gerade wo nur Männer untergebracht sind/wurden - dürfte - mit einer verschwindend geringen Minderheit - schon ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Ohne Gewalttätigkeit seitens des RD!

    Wie gesagt keine Rechtfertigung für den Einzelfall aus Hessen und es ist sicherlich kein exklusives "Problem" von Asylbewerbern! Trifft man in allen Gesellschaftsschichten an.

    Ein Gespräch mit entsprechender Möglichkeit der Gegendarstellung hätte sicher stattfinden sollen, das ist korrekt. Allerdings, und das geht aus der nachfolgenden Aussage des ASB-Chefs hervor, wäre die Kündigung auch unter Berücksichtigung der Umstände dennoch aufrecht erhalten geblieben bzw. wurde unabhängig vom strafrechtlichen Verfahren aufrecht erhalten.

    Und das ist genau mein Punkt. Man sucht sich als AG einen Schuldigen und drückt sich vor der eigenen Verantwortung!

    Wie kann es sein, dass jemand einen Berg von 160 freien Tagen aufbaut? Für mich persönlich besteht da auch ein strukturelles Problem auf Seiten des Arbeitgebers. Da sind beide Seiten nicht unschuldig. Und die Aussage muss man als AG so treffen. Man kann ja nicht nach einem Gerichtsverfahren behaupten es wäre alles nur ein großes Missverständnis. Für mich ist die Aussage eine reine Schutzbehauptung des AG.

    Welches denn? Dass man keinen gewalttätige Mitarbeiter beschäftigen möchte?

    Die Aussage finde ich durchaus problematisch.

    Auf die Trage schlagen - während eine Person darauf liegt - bzw. eine Angriffsbewegung in Richtung einer Person ist sicherlich nicht in Ordnung. Wobei ich es menschlich nachvollziehen kann, wenn ich mehrfach beleidigt oder bespuckt werde.

    Wobei ich das "auf die Trage schlagen" in der Rangliste weniger schlimm finde als das medikamentöse "Ruhigstellen".


    In erster Linie erwarte ich von einem Arbeitgeber, dass er sich neutral vor seinen Arbeitnehmer stellt und abwartet, bis alle Fakten auf dem Tisch liegen. Kündigen ist immer leicht, zeigt aber nur, dass der Arbeitgeber sich vor seiner eigenen Verantwortung drückt.

    Wobei man auch da vorsichtig sein muss - ich kenne Kollegen die ähnliche ÜS/Urlaubsberge vor sich her schieben, aber das liegt im wesentlichen an alten Verträgen und die Zahlen sind über 15-20 Jahre angesammelt.


    (Was betriebswirtschaftlich übrigens große Scheisse ist...)

    Ich lese den Artikel so, dass es Urlaub plus viele Überstunden waren. Und Überstunden sammelt man schnell in beachtlicher Menge (mit in der Theorie allen rechtlichen Konsequenzen, wie Überschreitung Höchstarbeitszeit, zulässige Wochenarbeitszeit, fehlende Ruhezeiten etc. Das betrifft nicht den konkreten Fall!!!)


    Wieder ein erschreckendes Beispiel der Pressearbeit der deutschen Medienlandschaft.

    Verwundert nehme ich auch das Verhalten der Hilfsorganisation als Arbeitgeber zur Kenntnis.

    Cave: nicht alle Fortbildungsstunden sind hier qualifizierte Fortbildungsstunden.


    Was auch Sinn macht, da tw. Helfer "Fortbildungen" halten, bei denen diese ihre Erfahrungen aus dem San-Kurs vor 40 Jahren vortragen. Persönliches Highlight meinerseits ist hierbei, dass die Definition eines Schocks als Erläuterung für ein Trauma herhalten musste.

    Das ist auch völlig in Ordnung, wenn nicht alles zählt. Wenn man es nicht geändert hat (da fehlen mir die Informationen) gibt es in NRW auch Vorgaben wie lange eine Fortbildungsveranstaltung mindestens sein muss (3h???), damit sie für die 30h Jahresfortbildung zählt und wer unterrichten darf. Das wurde dann bei der ein oder anderen Bereitschaft schon eng.

    Da möchte ich nicht widersprechen. Ich bin von dem mir bekannten Status quo ausgegangen. Alle mit RD-Qualifikation machen auch RD-Fortbildungen oder arbeiten im RD. In den Fachdiensten (als Beispiel: Funk, Technik, Verpflegung) wird spezifische Ausbildung betrieben, allerdings dann auch keine Rettungsmittel (KTW, RTW) besetzt, wenn keine RD-Fortbildung vorhanden ist (trotz RD-Qualifikation).

    Wie richtig gesagt, sollten insb. ehrenamtliche Helfer eher mehr als weniger (praktische) Fortbildungsstunden sammeln.

    Da diese ja idR über HiOrgs mit regelmäßigen Dienstabenden verfügen, ist das durchaus möglich, wenn man ein oder zwei Ausbilder in der Reihe hat, die zertifizierte Fortbildungen geben dürfen oder alternativ im Zusammenschluss mit anderen Organisationen/Ortsvereinen.

    Zusätzlich gibt es ja auch Ausbildungsveranstaltungen, welche für Ehrenamtliche besuchbar sind, bzw. diese als Zielgruppe haben (bspw. OFIRTA).


    Hatte selbst zumindest nie Probleme mit diesem Thema. Es erleichtert es natürlich, wenn der Helfer einen gewissen Eigenantrieb zeigt.

    Bei einem durchschnittlich engagierten Ehrenamtler und angebotener Übungsdienst alle 14 Tage kommt der Ehrenamtler auf deutlich mehr Fortbildungsstunden als der durchschnittliche Hauptamtler.

    Mit etwas Geschick kann man den Übungsplan auch so auslegen, dass dort die Inhalte aus den 30h Fortbildung abgebildet werden.

    Ich bin ein großer Freund von 30h Fortbildung für Haupt- und Ehrenamt zusammen. Manche Ehrenamtler können auch in der Woche, ansonsten bieten sich mehrere Wochenendtermine an. Hat früher immer funktioniert.


    Was mich persönlich stört ist die Trennung der Fortbildung nach Qualifikation. Da hätte ich es mir eher gewünscht, dass die 30h die Basis für alle Qualifikationen sind (wie bisher) und die Notfallsanitäter zusätzliche Fortbildungsstunden erbringen müssen.

    Sehr gut und treffend beschrieben.

    Toll sind immer die Ausschreibungen für Geschäftsführer, wo an erster Stelle die Ausbildung als Notfallsanitäter oder Früher Rettungsassistent gefordert wird und dann erst die wirklich relevanten Punkte.


    Auch ein Thema ist Ausschreibung und die damit verbundenen Existenzängste. Und natürlich die Glaubwürdigkeit der Geschäftsführung, die mit einem 6-stelligen Jahresgehalt Lohnverzicht und Einsparungen beim Personal fordert. Das nicht als Neiddebatte, das Gehalt ist sicherlich nicht unbedingt ungerechtfertigt, aber einseitige Einsparungen sorgen auch nur eingeschränkt für Begeisterung beim Personal.

    Ich denke wir sind im Grunde gar nicht so weit auseinander.


    Nur beim Thema Wohnsitznahme bin ich anderer Meinung. Das funktioniert selbst bei Beamten regelmäßig nicht.

    Laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sind im Jahr 2019 mehr als 4.500 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz verunglückt (Zahlen für die Berufsfeuerwehren liegen mir gerade nicht vor).

    Die Zahlen für die BF wirst du in der Form vermutlich nie bekommen, da Beamte und in genug Städte und Ländern dazu keine Statistik geführt wird. Schon gar nicht zentral für die ganze BRD.

    Deine Punkte treffen auf eine Metropolregion zu. In eher ländlich geprägten Landkreisen zeichnet sich das Ende der Ressourcen bereits ab, wenn der einzige RTW der Wache zum Einsatz alarmiert wird. Der eine RTW reicht bei der Bedarfsplanung auch völlig aus. Bis der nächste RTW aus dem Nachbarwachgebiet nachrückt dauert es teilweise deutlich über 15 min und das ist der Optimalfall

    1. Nachbar-RTW ist verfügbar

    2. Es sind normale Straßenbedingungen und nicht Schnee, Glatteis, Stau, Baustelle


    Dann immer die Rufbereitschaft zu alarmieren wäre ein Ding der Unmöglichkeit. Mal davon abgesehen, dass dafür nur ein Bruchteil des Personals (wenn überhaupt) zur Verfügung stände, da Wohnort zu weit von der Wache entfernt, Ruhezeit nach der Schicht, auf der Arbeit, eh schon an der Grenze der erlaubten Arbeitszeit. Selbst in Landkreisen mit nur einem Betreiber funktioniert das regelmäßig mehr schlecht als recht und selten unter 1h.

    Dafür hat der mir bekannte Rettungsdienstbereich Ausrückezeiten im ehrenamtlichen Bereich, die nicht deutlich länger sind als die der örtlichen FF und das mit einer sehr hohen Zuverlässigkeit.

    Fallen die ehrenamtlichen RTW weg wird es trotzdem nicht automatisch zusätzliche hauptamtliche RTW geben, aber deutlich mehr Duplizitätsfälle ohne zeitgerechte Beschickung bzw. die Zeit bis zum Eintreffen des zweiten, dritten, vierten RTW deutlich länger.

    Man wird sich auch sehr bedanken in der Region, wenn man dann zukünftig stundenlang der Feuerwehr beim Einsatz zuschauen muss und nicht durch das Ehrenamt ausgelöst wird.


    Hat alles zwei Seiten.

    Auf der einen Seite ja, auch.

    Auf der anderen Seite müsste man seitens der Politik aber dann auch so ehrlich sein und erklären, was personell, technisch, qualitativ und finanziell mit einem (überwiegend) hauptamtlichen Rettungsdienst möglich wäre und wer dann im Zweifel deutlich öfter und länger auf Hilfe warten müsste oder Pech hat. Und das wäre kein exklusives Problem auf dem platten Land sondern auch in den Ballungsräumen.


    Und wenn ich mir anschaue wer in meinem Dunstkreis momentan alles Notfallsanitäter wird, dann ist es noch ein weiter Weg zur Professionalisierung (und damit ist ausdrücklich nicht die Qualität der Leute, sondern die zukünftige Tätigkeitsdauer im RD gemeint).

    Um mal die drei Hauptgruppen zu nennen.

    1. Zeitüberbrückung bis zum Studium

    2. Berufsfeuerwehr; weil dann Beamter, bessere Bezahlung und Absicherung

    3. Quereinsteiger, die durch Corona ihren Arbeitsplatz verloren haben

    Auch auf die Gefahr hin mit meiner Meinung relativ alleine zu sein.

    In gewisser Weise kann ich den Artikel schon auch verstehen. In vielen Regionen haben sich ehrenamtliche Strukturen gebildet, die so hauptamtlich nicht abbildbar sind, aber niemand darauf verzichten möchte.


    Je länger es jetzt den Notfallsanitäter gibt desto mehr komme ich für mich zur Überzeugung, dass es ein Fehler war gleichzeitig den Rettungsassistenten "abzuschaffen".

    Dann lieber den Dreiklang in der Verantwortung aus Rettungssanitäter (mit besserer, umfangreicherer Ausbildung) für KTW, Rettungsassistent für RTW-B (BLS) und Notfallsanitäter für den RTW-C (ALS). Rettungsassistent und Notfallsanitäter kann man nicht "privat" machen sondern über Arbeitgeber / Hiorg / Feuerwehr etc. Auch mit Durchlässigkeit, so dass eine Weiterqualifizierung Rettungssanitäter --> Rettungsassistent --> Notfallsanitäter erfolgen kann.

    Gerne auch mit einer verpflichtenden Fortbildungspflicht die nach Qualifikation umfangreicher wird und der Vorgabe, dass für den Regelrettungsdienst im Jahr X Stunden erbracht werden müssen, damit in Funktion gefahren werden kann.


    Wird so nie kommen, aber mit dem Notfallsanitäter wird man noch viele Probleme bei der Besetzung der Fahrzeuge bekommen. Ich prognostiziere schon jetzt, dass er in den nächsten Jahren als Fahrer NEF aus den Gesetzen verschwinden wird, damit man das Personal auf den RTW einsetzen kann.

    Feuerwehr und Rettungsdienst führt von vorne. D.h., dass in der Leitstelle in der Regel kein "gehobener Führer" benötigt wird und die Leitstelle (für die Feuerwehr) eine reine Alarmierungseinrichtung ist (bis zur Grenze des Katastrophenfalls eben). Man findet daher Leitungskräfte im gehobenen Dienst in kleinen Leitstellen in der Regel nur beim Leitstellenleiter selbst. Bei großen Leitstellen (häufig in Verbindung mit einer Berufsfeuerwehr) ist das (oft) anders. Eine solche (teure) Stelle lässt sich eben nur schwer verkaufen, wenn diese selten benötigt wird und vor allem nicht vollständig durch die Krankenkassen refinanziert wird, also der Kreis oder die kreisfreie Stadt diese selbst tragen muss.

    Na ja, so würde ich die Arbeit in den Leitstellen nicht abwerten. Selbst bei einer Führung von vorne braucht es im Hintergrund auch Strukturen. Und das deutlich vor dem K-Fall. Telefonate mit anderen Behörden, Sofortmeldungen an übergeordnete Instanzen, Bedienen der Warneinrichtungen etc.

    Vielleicht dann eher eine Frage, ob die Größe der Leitstelle so sinnvoll ist.

    Ortskunde und Kapazitäten im K-Fall sind kein Argument. Ob jetzt 10.000 Notrufe oder 15.000 Notrufe in 24h nicht bearbeitet werden können macht da auch keinen Unterschied. Dann müsste man eher über Leitstellenverbünde nachdenken, die sich im Überlauf gegenseitig unterstützen.