Beiträge von Hilope

    Nicht lustig aber besonders im Sinne von (das passiert sonst nie):

    - das Fzg. wurde mit Böllern beworfen bzw. mit Raketen beschossen

    - es gab immer Gelegenheit den bordeigenen Feuerlöscher einzusetzen

    - zu einem Patient ausgerückt und regelhaft mit zwei bis drei handverletzten Patienten in die Klinik gefahren

    Was ja jetzt sehr überraschend ist, wenn man bedenkt, dass ja auch das ganze Jahr über jeden Abend bis um Mitternacht ein großer Teil der Bevölkerung mit Feuerwerksgerät au den Straßen unterwegs ist. :/

    Man sollte auch nicht vergessen, dass der gemeine (evtl. polytramatisierte) Soldat ja auch in Sanitätspanzern aus dem Gefechtsfeld gebracht wird, ohne das der Panzer ihn mangels ausreichender Federung umbringt. Von daher sollte der normale Bürger so einen Transport im KatS-Fall auch überstehen.

    Man sollte aber auch nicht vergessen, dass ein Kriegseinsatz vielleicht nicht ganz mit einer zivilen Situation vergleichbar ist und der gemeine Soldat körperlich deutlich besser drauf ist als eine 85-jährige, gebrechliche Patientin.


    Ich sehe das letztlich wie Harris, bevor gar keine Hilfe in angemessener Zeit kommt, nimmt man natürlich das, was verfügbar ist, auch wenn das sehr unangenehm sein sollte. Ich frage mich aber, ob es vielleicht bessere Alternativen gibt, schließlich passiert das ja wohl regelmäßig jedes Jahr?

    Wenn ich das richtig verstanden habe, bringt der Radiologe das spezielle Material mit, so dass sich die direkte und spezifische Assistenz sehr in Grenzen hält. Zumindest werkeln die Radiologen bei uns relativ alleine vor sich hin, wenn mal alles gerichtet und geöffnet ist.


    Die Anästhesie kann tatsächlich ein Knackpunkt sein, das kann aber auch in geübten Häusern der Fall sein. Für solche Aspekte muss es dann auch tatsächlich entsprechende SOP oder Verfahrensanweisungen geben, wenn man an einem solchen Projekt teilnimmt. Es kann natürlich nicht sein, dass der Anästhesist erst einmal eine halbe Stunde diskutiert, ob man in so einem speziellen Fall eine Arterie legt oder nicht.


    Zeitmarken können nur objektive auszuwerten sein (Ankunft, Pat. auf Tisch, Punktion usw.) Dauer oder Ende sind m.E. zu sehr abhängig von Patientenzustand/ -verhältnisse, Lokalisation, Untersucherkönnen usw.

    Zitat

    auf dem Transport ggf. eine Betreuung mehrerer Patienten durch ein Team von Arzt und Pflegekräften/rettungsdienstlichem Personal möglich ist, sind diese Transporte personaleffizienter durchzuführen

    Ein Intensivpatient auf der Trage und einer auf dem Betreuersitz? Ich kann den Tenor nachvollziehen, lieber einen stabileren, diagnostizierten und langfristig versorgten Patienten zu transportieren als einen unbekannten, instabilen, aber mehrere Patienten gleichzeitig zu betreuen ist mit den herkömmlichen Fahrzeugen kaum möglich. Auch müsste ja das Transportziel mehrerer Patienten das gleiche sein.

    Die Zeiten klingen spannend.

    Aber eine ketzerische Frage:

    Wären eine telemedizinische Befundung und Therapiebeginn mit anschliessender Verlegung (u.U. dann auch Bodengebunden, die "absolute Akutphase" ist vorbei, resp. eine Therapie eingeleitet) nicht noch schneller und der Benefit für den Patienten nochmals um einiges grösser?

    Von den Kosten für die Flüge mal ganz zu schweigen...

    Ohne CT-Diagnostik und wahrscheinlich fast überall in Deutschland inzwischen auch teleradiologischer Befundung wird sich überhaupt kein Hubschrauber in die Luft bewegen. Erst die korrekte Diagnose indiziert die entsprechende Therapie. Auch wird bei entsprechender Indikation mit einer medikamentösen Therapie sprich Lyse begonnen. Diese stellt auch bei Thrombektomie-Indikation noch immer die Basis der Therapie dar. Von daher stellt sich die ketzerische Frage nicht.


    Die Kosten für den Eingriff bewegen sich, soweit ich das weiß, im niedrigen 5-stelligen Bereich. Da kommt es auf 500 oder selbst 1000 Euro Differenz zu einem bodengebundenen NAW-Transport nicht wirklich an. Vor allem, wenn die Krankenkassen bei der weiteren Behandlung deutlich einsparen können.

    Unser verantwortlicher PAL (pädagogisches Studium und Heilpraktiker) ist hier sehr ambitioniert und stellt zuweilen hohe Anforderungen an unsere Auszubildende. Das zahlt sich jedoch spätestens bei der Prüfung aus, da das erworbene Wissen deutlich über dem Niveau des allgemeinen Durchschnitts liegt. Bei manchen Skripten steige ich z.B. schon beim Lesen aus. :grimacing_face:

    Dazu passend am Montag in der ARD: "Heilpraktiker - Quacksalber oder sanfte Alternative?"

    Aus der Information zur Sendung:

    Zitat

    Anders als Ärzte absolvieren Heilpraktiker eine Schmalspurausbildung, in der Regel sehen sie dabei keinen einzigen Patienten.

    :grinning_squinting_face:



    Sorry für das OT, aber war gerade zu verlockend.

    Kannst du das ausführen?

    Ein kurzer Blick auf die Zusammensetzung eines Normierungs-Ausschusses, Quelle Wikipedia:


    Zitat

    Nationale Normung:

    Die sogenannten „interessierten Kreise“ (Unternehmen, Handel, Hochschulen, Verbraucher, Handwerk, Prüfinstitute, Behörden) senden ihre Experten in Arbeitsgruppen (Ausschüsse) einer nationalen Normungsorganisation (zum Beispiel Deutsches Institut für Normung), in denen die Normungsarbeit organisiert und durchgeführt wird.

    Wie man sieht, bestimmen die Hersteller ihre DIN mit. Natürlich sind auch andere Organisationen daran beteiligt. Schaut man sich aber die Zusammensetzungen der einzelnen Ausschüsse an, dann kann man berechtigte Zweifel bekommen, in wie weit sie dort Einfluss nehmen können oder ob nicht sehr ausführlich die Interessen der Wirtschaft bestimmend sind.


    So setzt sich zum Beispiel der Ausschuss für Akustik, Lärmminderung und Schwingungstechnik zu 51% aus Vertretern der Wirtschaft zusammen, beim Feuerwehrwesen zu 62%, in der Elektrotechnik zu 71%, beim chemischen Apparatebau 89% und in der Automobiltechnik sogar zu 100%. Wissenschaft, Arbeitsschutz und Anwender kommen selbst zusammen kaum auf über 10% Anteil in den Ausschüssen.


    Daran kann man vielleicht ermessen, wie sehr der aktuelle Stand der Wissenschaft und nicht der Interessen der Wirtschaft in die Normen einfließt. Sie sind natürlich keine Gesetze, jedoch spielen sie wie selbst hier erwähnt eine wichtige Rolle bei der Zulassung von Produkten, beim Zuschlag bei Ausschreibungen usw.


    Der für den Rettungsdienst zuständige DIN-Normenausschuss Rettungsdienst und Krankenhaus (NARK) setzt sich übrigens zu 65% aus wirtschaftlichen Vertretern und zu 10% aus Wissenschaft und Forschung und zu 2% aus Arbeitsschutz zusammen. Das erklärt vielleicht, warum in der DIN Tragetische in Rettungsfahrzeugen einem Unfall mit 30km/h und einem 70-KG-Norm-Patienten standhalten müssen (wenn ich mich recht erinnere). Ein, wie wir alles wissen, sehr realistisches Szenario in 2020. Nicht.


    Wer sich für die weiteren Ausschüsse interessiert, kann das hier nachschauen: https://www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse

    Die Bettenübersicht wird auch immer eine Scheinrealität darstellen. Gerade im Rahmen geplanter Operationen werden und würden sich Häuser bemühen ihre Betten "Just-in-Time" für die Zugänge aus dem OP oder der Intervention frei zu machen... einfach um die Produktionskette am laufen zu halten.

    *kotzsmile*

    Das mit der "Produktionskette" kann ich nachvollziehen. Gleichzeitig gilt auch wie im Frühjahr, dass Patienten mit operations- und intensivpflichtigen Erkrankungen genauso das Recht haben, behandelt zu werden wie akut erkrankte Patienten. Wann die Situation besser wird, ist erst einmal nicht absehbar. Von daher lassen sich manche Operationen sicher für ein paar Tage oder Wochen verschieben, aber nicht auf unbekannt oder über Monate wie z.B. Tumore oder fortgeschrittene Herzerkrankungen. Leider sind aber gerade diese wenig aufschiebbaren Eingriffe oftmals intensivpflichtig, so dass ein Aussetzen des "kleinen" Elektivprogramms lediglich Material aber sonst wenig Kapazitäten einspart. So kann man einen stabilen Leistenbruch oder Katarakt tatsächlich erst in einem halben Jahr operieren, damit schafft man aber keine freien Betten, schon gar keine auf Intensivstation.

    Naja, ich kenne alleine drei Leute, die wegen der Aussicht auf den Intensivtransport zu wechseln RLP verlassen haben. So unwahrscheinlich ist es nicht, dass du bei entsprechend attraktiver Stellengestaltung Leute findest.

    In einem ordentlichen System vielleicht, das gibt es hier ja nicht. Die Fahrzeuge werden ja aus dem Regel-Rettungsdienst dual-use abgezogen. Neben der mangelhaften Qualifikation bei richtigen Intensivtransporten, wie wir im anderen Thread festgestellt haben, was letztlich auch nur frustrierend ist, darf man dann neben der allgemein schon hohen Auslastung noch mehrere Stunden am Stück ohne Pause durch die Gegend fahren.

    Ich finde es v.a. auch interessant, dass er mal die Tatsache aufs Papier bringt, dass viele deutsche Ärzte, die jetzt in der Schweiz tätig sind, das deutsche NA System (mit sehr niederschwelliger NA Indikation) auf Biegen und Brechen unreflektiert in die Schweiz übertragen wollen und damit auch Erfolg haben.

    Ein solches Vorgehen hielte ich auch für falsch. In einem Bereich, den ich nicht ausführlich kenne, würde ich mich hüten, als Auswärtiger direkt mit Verbesserungen aufzufallen.

    Aber aus meiner Sicht wäre es durchaus wünschenswert, dass jede Großregion eine Leitstelle für Sekundärtransporte inkl. Bettenübersicht, optionaler Bettenvermittlung und optionaler ärztlicher Beratung vorhält.


    Wenn man dann noch jeden ITW, RTW-V und VEF innerhalb dieses Verbundes überregional disponierbar machen würde, eine Anbindung an das RCC Münster ... Hach, man darf ja mal träumen.

    Möglicherweise ein guter Gedanke, aber dafür müsste das, was koordiniert werden soll, erst einmal in ausreichender und disponierbarer Form vorgehalten werden. Dafür sehe ich zumindest für Rheinland-Pfalz überhaupt keine personellen Valenzen, Betten vielleicht noch.

    Ein neues Problem könnte dann aber wiederum auftreten, dass die VEF dann örtliche RTW binden, die dann, wenn es mal wieder auf die Bavaria-Alm oder nach Kreischa geht, den ganzen Tag weg sind und der Notfallrettung fehlen. Das Geheule habe ich gedanklich schon jetzt im Ohr...

    Das halte ich in meinem Gebiet für das größte Problem. Hier fallen schon jetzt reihenweise die Fahrzeuge aus, leider auch nach Jahren ohne jegliche Konsequenz für den Quasi-Monopolisten. Wie hier entweder zusätzliche Fahrzeuge oder ITW besetzt werden sollen oder wie man die schon jetzt mangelhafte Versorgung mit RTW durch stundenlange Intensivtransporte (und natürlich dann NEF) kompensieren möchte, ist mir ein völliges Rätsel.


    Zumal, wie auch im anderen Thread erwähnt, der ITW ärztlicherseits nur Montag bis Freitag acht Uhr bis halb sechs besetzt ist, und die die Hubschrauber auch nur bei Tageslicht , im Winter also sehr eingeschränkt, fliegen. Der Chr. 112 ist zwar nachtflugtauglich, aber dafür benötigt man wiederum Personal, welches nicht zur Verfügung steht.

    Bei der Anmeldung weißt Du aber nicht, wie groß das Pensum ist und wie man damit klar kommt. Was also bitte kann ich da einschätzen? Ich bin seit über 20 Jahren im Beruf (bis Corona), habe Abitur, 2 abgeschlossene Berufsausbildungen. Ich bin nicht so ganz daneben. Deswegen kann ich ja einschätzen, das es wahrscheinlich nicht reicht. Meine Frage wird dadurch übrigens nicht beantwortet.

    Bevor ich mich zu irgendeinem Kurs/ Lehrgang ... anmelde, sollte man sich vielleicht doch kurz vorher über das Pensum informieren, gerade wenn man sich nicht mehr so im Lernmodus befindet.


    Ansonsten hast du die Frage doch selbst schon beantwortet, entweder nicht zur Prüfung antreten, ein bescheidenes Ergebnis in Kauf nehmen oder bewusst durchfallen. Was für dich das richtige Vorgehen ist, musst du selbst entscheiden. Vielleicht auch mit dem Hintergrund, dass in der aktuellen Pandemie-Situation nicht so viele Nachprüfungen in der nächsten Zeit stattfinden werden und die Prüfung nur einmal wiederholt werden kann.


    Eine bestandene Prüfung lässt sich natürlich nicht noch einmal ablegen. Du kannst ja auch nicht noch einmal das Abitur wiederholen oder einer deiner anderen Ausbildungen, nur weil dir das Ergebnis nicht passt.


    Es gibt bei jeder Prüfung noch einen anderen möglichen Weg, um nicht teilzunehmen, der sollte aber allgemein bekannt sein, wenn man in deiner Lebenslage ist.

    Naja, vielleicht sollte man sich die Gedanken bei der Anmeldung machen, dazu wird man ja nicht genötigt. Gerade, wenn man nicht mehr ganz so jung ist, sollte man das eigentlich gut einschätzen können.


    Im Übrigen kann man von Freitag Nachmittag bis Montag oder ein paar Tage später noch sehr viel lernen...