Ich glaube, es hat BW sehr gut getan, dass im Zuge der zahlreichen Verhalteerweiterungen inzwischen fast überall viel mehr die verschiedenen HiOrg Fahrzeuge besetzen und nicht nur der Quasi-Monopolist DRK tätig ist. Tatsächlich belebt hier die Konkurrenz das Geschäft. Das Personal hat nämlich inzwischen echte Alternativen, wenn es mit der Arbeit in der jeweiligen Organisation unzufrieden ist, auch lokal den AG zu wechseln. Und da muss man sich als Organisation jetzt halt etwas strecken, wenn man Personal haben will.
Bei uns haben die NotSan sehr weitgehende Möglichkeiten, wir haben inzwischen z. B. auch BTM auf den RTW und die NotSan die notwendigen Freigaben dafür. Wenn man als erstes an der Einsatzstelle eintrifft und der Meinung ist, dass man das ohne das parallel alarmierte NEF gut handeln kann, dann wird das auch abbestellt. Wenn die nicht gerade schon vor der Tür stehen, dann drehen die auch wirklich ab.
Und ich habe auch noch nicht erlebt, dass sich dafür dann jemand rechtfertigen musste, solange er das halt auch wirklich im Griff hatte.
Die NotSan wurden alle für die BTM-Gabe nachgeschult.
Natürlich gibt es bei den BW-SOP den ein oder anderen Punkt, wo man gerne etwas flexibler wäre. Aber im Gegensatz zu vor 10 Jahren haben wir inzwischen einen wirklich anderen Rettungsdienst.
Was ich mir jetzt noch wünschen würde, wären HiOrg-unabhängige Leitstellen, deutliche Verbesserungen in der Lenkung der Patienten zum KV-Fahrdienst sowie Vorgaben, in welcher Zeit die Notaufnahmen die Patienten übernehmen müssen.
Aber ich als „Wachenopa“ sehe es tatsächlich positiv.