Beiträge von Jörg Holzmann

    Gleichzeitig ist man hierdurch so gespalten, dass viele Linke (v.a. innerhalb der Partei DIE LINKE, aber auch außerhalb) eine chronische Angst haben, dass eine zu ausgeprägte "Gegenmeinung" zu jemandem das linke Spektrum noch mehr spalten könnte.

    Dies führt dann zu so einem Bullshit, dass man sich zwar "distanziert", dies aber so leise und wenig medial wirksam tut, dass am Ende keiner etwas davon mitkriegt, man aber gleichzeitig ja "nachweisen" kann, dass man sich distanziert, aber ebenso dem "Verfasser" der Bullshitaussagen dabei ja nicht zu sehr die Füße tritt damit dieser nicht vielleicht abspringt/sich abspaltet,etc.

    Hat Die Linke dieses Dilettantentheater nicht gerade erst diese Woche wieder auf offener Bühne aufgeführt? Also im Parlament und rundherum? Das löst halt auch nur noch gelangweiltes Schulterzucken aus…

    Es geht ja nicht darum, den Linksextremismus gewähren zu lassen, aber bei begrenzten Ressourcen in der Strafverfolgung und Justiz finde ich es angebracht, den Fokus auf die Straftaten zu lenken, die, bei Extremismus, eine größere politische oder soziale Relevanz haben. Ich fände es auch richtig, dass die Polizei erst einmal einen Mörder verfolgt, bevor der Wohnungseinbruch aufgeklärt wird.

    Und ich finde eben nicht, dass das in einem Land wie Deutschland eine Entscheidung erfordern sollte, sondern ein sowohl als auch möglich sein muss.

    So weit mir bekannt geht vom organisierten Rechtsextremismus für die Demokratie dieses Landes eine deutlich größere Gefahr aus als vom Linksextremismus, soweit man bei diesem überhaupt von organisierten Strukturen wie zum Beispiel früher bei der RAF sprechen kann.


    Meine Beiträge sind weniger auf den aktuellen Artikel bezogen, den ich gar nicht gelesen habe, als auf die Aussagen, dass man doch bitte auch linksextremistische Gewalt nicht aus den Augen verlieren darf.

    Okay. Aber nur, weil Gewaltkriminalität zum Beispiel schlimmer ist als Wohnungseinbrüche, sollte die Polizei doch auch nicht damit aufhören, Eigentumsdelikte zu verfolgen, oder? Wenn jemand in deine Wohnung einbricht und alle deine Wertsachen mitnimmt, sagst du doch auch nicht, dass das schon okay ist, da du immerhin nicht umgebracht wurdest!

    Man kann doch das eine tun, ohne das andere zu lassen. Meiner Meinung nach besteht gar keine Notwendigkeit, durch Relativierungen bestimmte Arten von Extremismus zu verharmlosen oder zu bagatellisieren. So oder so ist das dann ein Schlag ins Gesicht der jeweiligen Opfer. Ich finde politischen und religiösen Extremismus und Fanatismus zum Kotzen. Und nur, weil eine Strömung zu schlecht organisiert, zu faul oder zu blöd ist (gottseidank!), unseren Staat umzustürzen, obwohl sie es womöglich auch gerne täte, wenn sie die dazu Mittel hätte, finde ich das nicht viel weniger bedenklich.

    Deshalb bleibe ich persönlich bei dem Standpunkt, dass unser Staat und unsere Gesellschaft bitteschön keine Art von extremistischer Gewalt aus den Augen verlieren darf. Der Staat darf auf keinem Auge blind sein, weder auf dem rechten noch auf dem linken. Und soweit ich weiß, muss er sich da auch nicht entscheiden.

    Die Erschaffung staatzersetzender Strukturen halte ich für weitaus mehr als idiotisches Handeln, sondern sehe diese als eine erhebliche Gefahr für unsere Demokratie.

    Und schon bei dieser (richtigen) Aussage ist ja nicht klar, ob du von Rechts- oder von Linksextremismus sprichst.

    Jedenfalls scheint es dann doch ein etwas größerer Schritt zu sein, wenn wir in unter 30 Diskussionsbeiträgen von „Morbus Mediterraneus“ und dem Eintragen von „Führers Geburtstag“ in den Wachenkalender zu „staatszersetzenden Strukturen“ kommen. Ich bin da bei den investigativen Ermittlingsergebnissen der taz doch eher noch im Bereich des „idiotischen Handelns“, ganz ohne dies schönreden zu wollen. Vielleicht ist in den bei der taz relativ diffus geschilderten Fällen doch eher Handlungsbedarf für die jeweilige Geschäftsleitung gegeben als für den Staatsschutz!?

    Gewalt ist generell abzulehnen. Allerdings empfinde ich Gewalt gegen Dinge weniger gravierend als gegen Menschen, die deren dauerhafte Schädigung oder gar den Tod in Kauf nehmen. Das sieht auch das Strafgesetzbuch so (wenn ich das richtig interpretiere).

    Das ist richtig. Einige Personen scheinen dabei allerdings in der Vergangenheit Polizeibeamte für Gegenstände gehalten zu haben. Zum Beispiel bei den Protesten gegen die EZB in Frankfurt, als massiv Polizeifahrzeuge angegriffen wurden.

    Ich persönlich finde dieses ganze Aufrechnen relativ enervierend, welche Idioten jetzt noch idiotischer handeln als die anderen.

    Aber dann könnte man nicht immer wieder ein Ass aus dem Ärmel ziehen a la "das ist zufällig mein Beruf!".


    Krankenhaus, Schule, Luftrettung, Verwaltung, Leitung der RKISH, DBRD Vor-Vorsitz, NotSan auf BuReg-Reisen und Medizinischer Dienst (der KK), wenn es passt wird die Karte gezogen! :D

    Je nach Beispiel und Kontext wäre das dann entweder sehr beeindruckend oder halt auch ein bisschen erschreckend.

    Jedenfalls könnte man sich ein runderes Bild machen. Wobei ja auch das erfahrungsgemäß mit der Zeit auch ohne weitere Angaben entsteht, einfach aus der Summe des Contents…

    Meine Erfahrung ist da eben eine andere. Solange es eine Vielzahl von Holzköpfen gibt, funktionieren diese ganzen Solidaritätsmodelle nicht gut. Ich sage nicht, dass man es deswegen grundlegend anders machen muss, denn der Grundsatz ist natürlich in Ordnung.

    Und um das Beispiel gerade zu rücken: Das gilt für alle am Prozess beteiligten Personen, sich bewegen wollen müssen alle.

    Ich erlebe z.B. sehr viele Beispiele von gelungener Integration. Die stehen halt nicht in der Zeitung (und erst recht nicht im Internet).

    Natürlich gibt es Verbesserungsbedarf, natürlich funktioniert Integration nicht immer und es gibt viele Negativfälle. Aber pauschal zu behaupten, dass Integration nicht funktioniert und die Gesellschaft unmündig und unozial ist, finde ich einfach völlig drüber. Und vermutlich, so wie ich dich einschätze, meinst du das eigentlich noch nichtmal so.

    hm, 56 Mio. Einwohner, 68 % der Bevölkerung Deutschlands leben in Landkreisen....


    ...und Landkreise sind niemals Teil von Metropolregionen?

    Um das mal zu veranschaulichen:

    Ich lebe in einem Dorf im Rhein-Neckar-Kreis, einem Landkreis mit über einer halben Million Einwohner. Wir sind Teil der sogenannten „Metropolregion Rhein-Neckar“.

    2km in die eine Richtung beginnt der Stadtkreis Mannheim, 5km in die entgegengesetzte Richtung der Stadtkreis Heidelberg.

    Die Immobilienpreise sind in allen drei Landkreisen (in milden Abstufungen) gleichermaßen utopisch hoch.

    Deine Rechnung, Kuestenretter, ist also eine sogenannte Milchmädchenrechnung.

    Vielleicht war Selbstverwaltung nicht der richtige Begriff. Ich meinte die bekanntermaßen ausschließlich in BW vorherrschende Wahrnehmung des RD durch die Hilfsorganisationen als Leistungsträger (§ 2 Abs. 1 und 2 RDG BW) quasi ohne staatliche Aufsicht im Gegensatz zu etwa § 3 Abs. 1 SHRDG mit den daraus resultierenden Besonderheiten. Eben unter anderem der oben genannte LARD, in dem überwiegend die Kosten- und Leistungsträger "allgemeine Grundsätze und Maßstäbe für eine fachgerechte, leistungsfähige und wirtschaftliche Durchführung des Rettungsdienstes und für die Struktur der Benutzungsentgelte sowie für die einheitliche Dokumentation festlegen" und das IM erst eingreifen würde, wenn man sich untereinander nicht anders einigt.

    Extra für dich daher mal wieder dieser schöne Link:

    https://www.notfallrettung-stu…ie_Rettungsmonokratie.pdf

    Genau das ist mit „Selbstverwaltung“ gemeint. In anderen Worten: „Macht mal, ihr macht das schon! Irgendwie.“