Beiträge von krumel

    Insgesamt stellt sich auch die Frage ob man nicht einfach mehrgleisig fahren kann.

    Das Gesetz sieht das jetzt ja bereits vor und du kannst den NotSan bereits studieren.

    Es spricht aus meiner Sicht auch nichts dagegen, dass man den normalen Ausbildungsgang beibehält.


    Was momentan fehlt ist meiner Meinung nach ein Übergang aus dem dreijährigen Ausbildungsgang zum Bachelor - Hier kann es eben nicht sein, dass der Student bei 0 anfängt. In UK, aber auch vielen anderen Ländern die diese Umstellung gemacht haben, hat man hier entsprechende, oft 1,5 jährige berufsbegleitende Abschlüsse angeboten die den "Ausbildungsgang" zum Bachelor aufwerten und damit auch den Weg zum Master Studium frei machen.


    Das ist meiner Meinung nach dringend geboten. Leider tun wir uns in Deutschland mit der Anerkennung außeruniversitärer Leistungen sehr sehr schwer.


    Was die Perspektive angeht: Man darf an dieser Stelle nicht vergessen, dass der Bachelor auch einfach ein Sprungbrett in diverse Master darstellt. Das muss nicht unbedingt im Kernfeld des Berufes stehen.

    Also ich kann nur für München und das Umland sprechen: Ca. 1/3 der Heime die wir für eine Verwandte gerade angefragt hatten, hatten in irgendeiner Weise ein Heimarzt-Modell. Im Regelfall sah das so aus, dass das Heim einen festen Nachmittag pro Woche hat in der die eigentliche Praxis zu ist und die von den Stationen gemeldeten Hausbesuchs-Bedarfsfälle abgearbeitet werden. Gleichzeitig betreuen diese Praxen auch das Heim bevorzugt bei kurzfristigerem Bedarf.


    Zu mindestens in dem Heim, dass wir ausgewählt haben funktioniert das auch absolut vorbildlich - aktuell ist die Heimärztin wöchentlich bei meiner im Sterbeprozess befindlichen Verwandten.

    Es würde auch gegen das Prinzip der freien Arztwahl sprechen. Heimbewohner können sich sogar die Apotheke aussuchen.

    Aus aktueller Erfahrung: Es gibt ne Menge Heime die einen festen Heimarzt haben.

    Zwar kannst du theoretisch zu einem anderen gehen - aber das Heim arbeitet nicht mit dem zusammen und ggf. wird halt auch jemand anderes von der Warteliste genommen.


    Was das Tätigkeitsprofil-Problem angeht: Absolute Zustimmung.Solange wir hier nicht umdenken ändert sich gar nix.

    Das ist eben die Frage. Ich kenne diverse Privat- und kleine Gewerbekunden die durchaus Interesse an einem Gerät hätten. Aber eben nicht in der derzeitigen Preisstruktur. Ein Hersteller&Händler, der diesen Markt effektiv erschließt kommt ggf. auf durchaus ansehnliche Stückzahlen.

    Das ist derzeit nicht gegeben, kein Hersteller kommt auf wirkliche Massenmarkt-Stückzahlen.


    Ich denke man darf hier ggf. nicht vom gegenwärtigen Kundenstamm auf einen potentiellen neuen Kundenstamm schließen.


    Was die Batterien angeht: Wird es sicher so und so geben. Aber selbst wenn das Ding alle Paar Jahre ersetzt werden muss ist es immer noch billiger als die normalen AED (v.a. wenn du dir das sonstige australische Preisgefüge ansiehst). Auch über deren Laufzeit hinweg.

    Ich sehe bei Startups immer das Problem, dass diese entweder sehr weitreichend Patente/Technik einkaufen müssen oder eben eigene Zulassungsstudien betreiben müssen. Das neue Medizinprodukterecht ist da gnadenlos. Und damit unfassbar teuer.


    Und dann wird es wieder teuer.

    Und leider ist keiner der bestehenden Marktteilnehmer auf die Idee gekommen mal einen "Preis-Killer" auf den Markt zu bringen. Momentan sehen wir im Low-Cost-Segment ja sogar eher eine Preisentwicklung nach oben. Die magische 1000€ Grenze ist kaum noch zu brechen momentan, selbst CU-Medical und Heartsine kriegst du kaum drunter.

    Vor Corona waren wir schon Mal auf unter 750€ runter...


    Von daher: Ich sehe momentan nicht, dass sich ähnliche Preise bei uns bilden, auch wenn ich es mir absolut wünschen würde.

    Same here...bei mir war das Boostern im Impfzentrum maximal lächerlich und man hat sich maximal Mühe gegeben mich nicht zu impfen.


    Ich hatte die komplette Doku der Erst/Zweitimpfung dabei. (Mit dieser war ich im zentralen Impfzentrum Freiburg ohne Probleme bereits im Dezember 20 erstgeimpft worden).

    Wurde komplett für ungültig erklärt, mir wurde unterstellt,dass ich damals illegal geimpft wurde, ich durfte dann nach vielen Diskussionen heim fahren und das Bestätigungsschreiben (das ich als Geschäftsführer selber unterschreibe) noch einmal mit aktuellem Datum ausdrucken.


    Hätte ich bei der Gelegenheit nicht auch gleich die damalige Verordnung des Ministeriums ausgedruckt - es hätte auch bei erneuter Anfahrt nicht geklappt.

    Man ließ mich dann,auch weil ich zu dem Zeitpunkt schon alles an Vitamin B mobilisiert habe was ging "als Ausnahme" durch.

    Nr war ich keine Ausnahme sondern Booster für Med.Personal explizit im Erlass des Ministeriums erwähnt.

    Ich glaube 95% der Boosterwilligen wären damals gescheitert/hätten frustriert aufgegeben.

    Nö.... alleine schon weil uns allen viel zu viele Fakten fehlen!

    Naja, wir haben mittlerweile höchst-offiziell die Bestätigung, dass er mit großer Wucht gegen das Kopfteil der Trage geschlagen hat.

    Das alleine baut schon einen enormen Bedrohungscharakter auf und zeigt gleichzeitig, dass der betreffende Kollegoid ein Problem der Impulskontrolle hat.

    Oder haut hier sonst jemand auf Tragen mit Patienten drauf ein?

    Ob Sonderrechte genutzt werden, entscheidet der Transportführer. Der Fahrzeugführer entscheidet, wie diese genutzt werden. Ich kann tatsächlich auch mit Blaulicht mit 20km/h bei Blitzeis durch die Stadt fahren.

    Wo kommt denn der Unsinn her, das man schneller fahren müsste, nur weil man Sonderrechte nutzt?

    Und auf welcher Grundlage entscheidet der Fahrzeugführer, dass der Patient ohne Sonderrechte transportiert werden soll, wenn der Transportführer das anders entschieden hat?

    Ich gehe Mal davon aus, dass du Wegerechte bzw. Sondersignal meinst. Dazu: z.B. weil bei bereits bescheidenen Straßenverhältnissen eine weitere Beeinflussung von Verkehrsteilnehmern nicht auszuschließen ist. Aus der eigenen Erfahrung: Wenn da draußen eh schon Blitzeis ist und die Autofahrer am Kämpfen sind muss ich nicht noch mit Sondersignal fahren - das sorgt nur dafür, dass ich nicht ankomme weil ich pro 1km drei Eigenauffindungen bearbeiten muss.

    Bei Nebel aber auch generell längeren Dunkelheitsfahrten kann es Sinn machen auf das Sondersignal zu verzichten. Ich hab früher z.B. am ITW (wo du gerne mal ein paar hundert km mit Sonder fährst) gerne nachts auf der Autobahn das Sondersignal ausgemacht. Es macht es keinen Unterschied und der Rest ist eh schneller als du.

    Das leitet auch gleich zum nächsten Punkt über: Wenn ich mich als Fahrer nicht mehr in der Lage sehe das Fahrzeug unter der zusätzlichen Belastung zu fahren die Sondersignal mit sich bringt - dann bleibt das auch aus. Ich hatte neulich erst den Fall einer jungen Kollegin bei der sich das im Transportverlauf ergab - sie war durch den ersten echten Kindernotfall eh schon am Ende. Als dann das Rescuetrack fröhlich in zwei Sperrungen rein lotste und die Umleitung durch einen quer stehenden LKW blockiert war, war die Gute kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Hier Sonder- auszuschalten und mit minimalem Zeitverlust sicherer weiter zu fahren war die richtige Entscheidung.


    Daher entscheidet der Transportführer und die Leitstelle hier aus meiner Sicht nichts - sie sind auch nicht diejenigen die nachher vor Gericht stehen. Sondern sie geben Sondersignal frei - sprich erst mit ihrer Einwilligung kann es überhaupt genutzt werden.

    Hier muss die Kaskade auch so aussehen: NA-> RTW-NFS -> RTW-Fahrer.

    Letztendlich entscheidet trotzdem der Fahrer ob und wann er mit Sonder- und Wegerechte nutzt. Egal was NotSan und NA sagen.


    Habe ich tatsächlich schon Mal anwenden müssen - Blitzeis ist Blitzeis und dann mit Sondern fahren ist ggf. nicht zielführend.