Beiträge von krumel

    Daher wäre es ja interessant zu wissen, ob auch in anderen Großstädten - Hamburg, Bremen :), Frankfurt, Köln, München - ebensolche Hinweise erteilt werden mussten (respektive erteilt wurden). In Bremen - so entnehme ich Deinem früheren Posting - wohl nicht.

    In München gab es in den Zeiten in denen die Münchner Sicherheitskonferenz noch großer Aufreger war und viel Aggression hervorgerufen hat tatsächlich die Empfehlung nicht direkt auf den Wachenparkplätzen zu parken, Dienstfahrzeuge im Auge zu behalten und nicht in Dienstkleidung/ähnlichem zu erscheinen.

    thh:

    Danke für die Erläuterung.

    Weißt du in wie fern es Untersuchungen zur Wirksamkeit von Freizeit/Wochendarrest als Alternative zur Kurzstrafe gibt?

    In anderen Ländern und im Jugendbereich ist das ja durchaus üblich, es stellt sich mir tatsächlich die Frage in wie fern das nicht eine Maßnahme für den "Erwachsenen"-Vollzug wäre?

    Moin.

    Zählt ein Messer zu den Waffen?

    Springmesser, etc. sind weiterhin verboten..

    Bayern sieht ausdrücklich auch keinen NotSan vor, qualifiziert die RS aber (etwas) nach.


    Die medizinische Qualifikation wäre eigentlich auch unerheblich wenn wir endlich Mal nach (idealer Weise bundesweit einheitlichen) Standards abfragen und disponieren würden.

    Aber daran scheitert es ja schon - und selbst wenn es eine strukturierte Anfrage in einer Lst. gibt wird meist ein rein auf die Notfallrettung bezogenes System genutzt bzw. die vorhandenen Ausgabe-Codes werden alle pauschal einem.RTW zugeordnet.

    ...dann kann man sich den Kram auch sparen.

    Wenn ich hier lese, dass Steuerhinterziehung ein Grund zum Entzug der Approbation darstellt, sollte dies so manchem Arzt nachdenklich machen.

    Hat beim Held von Bellikon ja auch nicht gereicht...Da muss man scheinbar wirklich oberhalb der 10 Millionen sein...

    Vergehen gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Patienten sind ein schönes Beispiel wie man ganz schnell und zu Recht die Urkunde los ist, hier ist mir aus RettAssZeiten auch ein Fall bekannt wo dies so gehandhabt wurde.

    Welche Ausbildung hast du denn?

    Es gibt prinzipiell die DBRD Algorithmen in gedruckter Form. Diese enthalten am Ende auch Schemata,etc.


    Für Bayern und BaWü gibt es noch die Mediflip Karten, die sind bei mir aber noch im Versand, daher keine Ahnung ob die was taugen.

    https://www.mediflip.de/kaufen/


    Vom Benz Verlag gibt es die Algorithmen BW in gebundener Form und mit Hinweisen.

    Für RLP ist mir aber nix dergleichen bekannt.

    Ein Impfpass hatte bis vor ein paar Wochen auch nicht den Stellenwert, den er gerade einnimmt.


    Dagegen hatten vor ein paar Jahren Krankenhäuser bekanntermaßen erhebliche Probleme, weil Ihnen Hacker den Zugang zu ihrer digitalen Infrastruktur verwehrt hatten. Solche Attacken sind in diesem Ausmaße noch eher Einzelfälle, werden aber zukünftig mehr und mehr zum Standard-Verbrechen mit entsprechenden Erfolgen, je weiter alles ausschließlich digitalisiert läuft.

    Was aber quasi immer an groben Fehlern im IT Management lag.

    In Bayern war das nicht sehr definiert, es reichte gemeinhin der SanA.


    ..Ich kenne einen KV an dem aus Finanzproblemen heraus tagsüber die Raumpflegerin der Geschäftsstelle das NEF fuhr.

    Mit einem mittleren Berufsabschluss ein mittleres Gehalt zu bekommen finde ich angemessen. Reich wird man damit nicht, aber wer reich werden will muss eben studieren...

    Ein Gehalt muss, alleine aus ethischen-moralischen Gründen, m.M.n. immer die Belastung einer Berufsgruppe darstellen, ebenso die gesellschaftliche "Wichtigkeit". (Tut es beides aktuell in der Pflege nicht)

    Und die ist in der Pflege eben signifikant höher als in anderen Ausbildungsberufen - sowohl rein körperlich als auch im Bereich der seelischen Belastungen (Burn-out und Carers fatigue sind leider real). Dem muss mit dem Gehalt auch Rechnung getragen werden. Ebenso stellt Gehalt eben eine Wertschätzung dar. Und die sollte gesellschaftlich halt für die Pflege höher sein als für den/die Bankkauffrauen/männer, Anlagenmechaniker:innen oder IT-Systemelektroniker:in.


    Umgekehrt muss man auch sagen: Die Gehälter der Pflege liegen in vielen europäischen Ländern deutlich höher als in Deutschland - teils mit, teils ohne Studium, hier ist aber auch anzuführen, dass das in Deutschland vermittelte Fachwissen, insb. einer Fachkrankenpflegeausbildung dem entspricht was andere als Bachelor-, tlw. auch Masterabschluss mit sich rumtragen.

    Warum sollte man dann noch studieren, über 5 bzw 6 Jahre unterhalb des Existenzminimums leben und Verantwortung übernehmen, wenn man mit einer bezahlten 3jährigen Ausbildung das gleiche erreicht? Irgendein Anreiz muss dafür schon sein...

    A) Niemand hat gesagt, dass Assistenzärzte ausreichend verdienen - und Bafög ist zu mindestens in der Theorie nicht unter dem Existenzminimum (muss aber trotzdem erhöht werden und v.a. Regionalfaktoren erhalten). Aber es geht hier ja auch nicht um eine Neiddebatte sondern darum, dass es mehrere Berufsgruppen gibt die zu wenig verdienen.

    B) Sorry, aber das mit dem "Verantwortung übernehmen" ist einfach ein abgedroschenes Klischee, das dem antiquierten Bild entspricht das die Ärzteschaft entscheidet und die Pflege kuscht. Insb. im Bereich der Fachpflege wird mittlerweile signifikant selber entschieden und verantwortet - es sind einfach zwei Berufsbilder die nebeneinander existieren.

    C) Dir ist schon klar, dass z.B. Anästhesie und Intensivpflegekräfte auch 5 Jahre Ausbildung hinter sich haben? Gut, den zweiten Teil davon berufsbegleitend (auch kein Spaß), aber hier Zeiten aufzurechnen ist auch Irrsinn.

    D) Ist der Lebensverdienst eines Arztes, egal ob in der Klinik oder außerhalb, trotzdem noch eine ganze Etage höher. Was sich auch v.a. in der Rente niederschlägt.

    Und nicht zu vergessen, dass man in beiden Bereichen noch Zuschläge bekommt.

    Zuschläge sind ein richtiges mieses Ding,

    Warum?

    Weil Zuschläge derzeit nicht (vollständig) für die Sozialversicherungsberechnung und damit auch nicht für die Sozialversicherungsleistungen herangezogen werden. D.h. insb. bei Rente aber auch anderen Leistungen werden diese nicht einbezogen.

    Das kann sich tlw. bei manchen Beschäftigungsverhältnissen in einigen hundert Euro im Monat weniger Leistung niederschlagen - gerade bei den traditionell schlechten Renten in Deutschland ist das schon eine Menge.


    Noch dazu sind sie eigentlich dafür vorgesehen die gesundheitlichen Folgen durch Schichtdienst, etc. zu entschädigen. Denn es ist mittlerweile auch klar: Wer lange Zeit im Schichtdienst arbeitet hat statistisch ein kürzeres Leben, mehr gesundheitliche Probleme, etc. Das muss über diese Zuschläge abgefedert werden.

    Wie viel sollte denn deiner Meinung nach eine Pflegefachkraft verdienen?

    Ich folge da (ausnahmsweise Mal) meiner Partei - Wir sind der Meinung, dass ein flächendeckender Gehaltszuschlag von 500€ pro Monat notwendig ist - übrigens berufsgruppenübergreifend, also auch für Teile der Ärzteschaft.

    Das Zauberwort heißt wahrscheinlich eher Arbeitsbedingungen als Gehalt. Ich wage mal zu behaupten, dass 10% mehr Leute im Personalschlüssel mehr bringt als 10% mehr Gehalt...

    Du brauchst beides. Solange du in sehr sehr vielen Berufen das Gleiche oder tlw. sogar signifikant mehr verdienst wirst du keine Pflegekräfte für den Beruf reaktivieren können, keine Pflegekräfte halten können und keine Pflegekräfte generieren.

    Und das ist das Problem. Wir haben ein Henne-Ei-Problem. Nur wenn wir genug Personal haben, gilt der obige Satz. Nur das musst du wo herkriegen. Und da wirkt Geld leider eben auch als Motivator.


    Nee die 3000€ waren brutto. Median, nicht Durchschnitt. Durchschnitt wird durch die wenigen Sehr-gut-Verdiener sehr verzerrt, Median ist aussagekräftiger.

    Hast du da eine Quelle für, Zahlen kenn ich auch anders.

    Ist aktuell ein Thema mit dem ich mich auch politisch viel beschäftige.

    Wir übersehen gerade bei der Diskussion um die Pflege oftmals, dass in den Hilfsberufen in den Kliniken (insb. bei den Service- und Reinigungskräften, tlw. aber auch bei MTA/MFAs, im Steri, tlw. sogar im Labor) oftmals extrem prekäre Arbeitsverhältnisse herrschen. Mir sind Kliniken bekannt in denen tlw. auf einer Station vier, tlw. fünf, verschiedene Beschäftigungs- und Servicegesellschaften eingesetzt werden. (Und das bei einem Haus mit unter 500 Betten in kommunaler Trägerschaft).


    Das ist absolut besorgniserregend, werden hiermit doch v.a. auch Tarifverträge und Mitbestimmungsrechte unterlaufen.

    Von daher bin ich Harald dahingehend tatsächlich dankbar, dass er sich auch dem Thema annimmt anstatt wie viele andere (auch in meiner Partei) nur auf die "low hanging fruit" der Pflege zu zielen, als stellv. Vorsitzender des Gesundheitsausschusses ist das schon etwas wert.

    Denn bei gleichartig bescheidenen/beschi***enen Arbeitsverhältnissen ist in der Pflege die Entlohnung immerhin nicht mehr direkt prekär - aber trotzdem zu niedrig.


    Das ganze System krankt halt.