Beiträge von raphael-wiesbaden

    Ohne die letzten Beiträge genau gelesen zu haben:


    ein bestimmter Geldbetrag in einer bestimmten Stufe ist auch kein Garant für eine gleichwertige Bezahlung.

    In meinem Ballungsraum ist das nicht viel wenn man bspw. die Mietpreise als Maßstab nimmt (wieviel % des Einkommens werden darauf verwendet) -

    in einer eher ländlich strukturierten Gegend mit niedrigen Immobilienpreisen kann es aber zur Abzahlung eines Eigenheims reichen.


    Im Ballungsraum bedeutet ein Arbeitgeberwechsel lediglich wenige Kilometer weiter zu fahren.

    Im Landkreis weit-weit-weg ist der Beschäftigte aber regelhaft quasi bei einem Monopolist tätig.


    Entscheidend ist aber m.E. er geldwerte Wohlfühlfaktor: Job-Ticket, Mitarbeiterparkplatz, Betriebs-KITA, Kantine (auch an Wochenenden) und-und-und.

    Bin ebenfalls seit vielen Jahren Wahlhelfer.

    Auch bei "Andrang" ist Abstand immer möglich gewesen.

    Selbstverständlich gab es bei letzten Wahl FFP-2-Masken, Händedesinfektionsmittel, Desinfektionsfeuchttücher zur regelmässigen Benutzung in den Kabinen und auch für für die Stifte.

    Übermorgen sind bei uns Kommunalwahlen.

    Wie auch in RLP oder BaWü ist auch hier der Anteil der Briefwähler stark gestiegen und jeder Wähler wird gebeten seinen eigenen Stift mitzubringen.

    Der Ansatz einer Erklärung:


    die RW wurde vom DRK übernommen; wenige Monate später kam die Erweiterung auf den 24-Std.-Betrieb.

    Die ortsansässige Bevölkerung begrüsste das ausdrücklich.

    Der Diebstahl wurde auch durch den Ortsvorsteher sehr publik gemacht und hatte sehr grosse Resonanz unter der Bevölkerung.

    Die Fa. Söhngen ist nur einige Ortschaften weiter und in der Region sehr bekannt (Existenz seit den 30-er-Jahren des letzten Jahrhunderts), auch als Arbeitgeber.


    Bei der Aktion sehe ich nur Gewinner:

    - der RD-Etat wird nicht belastet

    - der Ortsvorsteher zeigt Präsenz/Engagement

    - die Fa. Söhngen hat einen kostengünstigen Werbeeffekt (der vmtl. sogar steuerlich absetzbar ist)


    Natürlich sind im Portfolio von Söhngen Produkte wo Mitanbieter bessere Alternativen haben; ich persönlich halte bspw. von der Fußabsaugpumpe (die auch auf den Bildern zu sehen ist) nicht viel.


    Es ist aber auf jeden Fall auch ein Bsp. für die Identifikation einer Dorfgemeinschaft mit "ihrer" Rettungswache und allemal besser als Berichte über Gewalt gegen RFP oder Eigenunfälle, Mißwirtschaft und Lohndumping im RD.

    Die JUH betreibt im benachbarten Rheingau-Taunus-Kreis eine Rettungswache; seit einigen Monaten i 24-Std.-Dienst.

    Aus einem RTW wurde ein Notfallrucksack gestohlen.

    Jetzt spendete eine namhafte Firma Ersatz.



    http://www.wiesbaden112.de:

    +++ Notfallrucksack aus Rettungswagen gestohlen - Firma spendiert neuen Lebensretter +++

    Vergangenes Wochenende haben Unbekannte den Notfallrucksack aus dem Rettungswagen in Hohenstein-Breithardt gestohlen. Die Wache der Johanniter ist hier erst seit wenigen Monaten im 24-Stunden-Betrieb.

    Zum Glück wurde das Fehlen des Rucksacks vor dem nächsten Einsatz bemerkt, da sonst lebenswichtige Materialien und Medikamente gefehlt hätten. Ein über 3000 Mal geteilte Aufruf des Bürgermeisters Daniel Bauer den 2200 Euro teuren Rucksack zurückzubringen brachte keinen Erfolg.

    Ein Herz fasste sich die Firma Söhngen aus dem nahegelegenen Taunusstein. Der Hersteller von Notfallprodukten spendierte einen komplett gefüllten Notfallrucksack, der heute übergeben wurde. In der Zwischenzeit war das Fahrzeug mit dem Notfallrucksack des Ersatzfahrzeugs einsatzbereit.

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    Ist möglicherweise ein Bild von eine oder mehrere Personen, Personen, die stehen, außen und Text „Aarb. JOHANNITER IENST K wiesbaden“


    Ist möglicherweise ein Bild von eine oder mehrere Personen, Personen, die stehen und außen

    Ich hoffe doch, dass die ECMO im RTW nicht genau so durch die Gegend fliegt wie im ECMO-NEF...


    Nein.

    Befestigung im Einsatz an den ISO-Schienen im RTW die in ALLEN RTW gleich verbaut sind.

    Unterbringung während der Anfahrt in einem gepolstertem Rucksack (pax?) und Bedienung durch ein 2-er-Team.


    Bisher übrigens bereits sechs erfolgreiche Einsätze und wie ich erfahren habe ist wohl auch in Kassel ein entsprechender Dienst vorhanden.

    Es geht ja nicht um Meinung, sondern darum, dass ein Arzt hier formuliert, dass er die Impfverordnung so versteht, dass nach Wichtigkeit eines Menschen priorisiert werde. Das ist einfach falsch verstanden.


    Und, schlimmer noch, ich verstehe diesen Arzt so, als wäre gar die alte demente Omi nicht so wichtig wie andere. Das wäre in der Tat Meinung, aber doch eine die nicht Konsensfähig ist in Deutschland in den letzten 70 Jahren- oder?

    Darum geht es aber nicht.


    Bei jeder MANV-Situation wird sehr schnell über Prognose und Behandlungsmöglichkeit/-ressourcen entschieden.

    Ich wage zu bezweifeln das diese Ersteinschätzung regelhaft re-evaluiert wird.


    Jetzt haben wir eben eine Pandemie.

    Das ist im Grunde genommen ein weltweiter ManV.

    In zahlreichen Staaten wurden aus diesem Grund die klinischen Behandlungsmöglichkeiten nach Triagegrundregeln durchgeführt.

    Das hat man nicht locker durchgeführt sondern erhebliche Gewissenskonflikte bei den Entscheidern ausgelöst.


    Eine Impfung soll die Infektion verhindern.

    Deswegen ist die Frage nach Priorisierungen (einer Reihenfolge) sehr verständlich.

    Sie wird abschliessend nicht geklärt werden.

    Um aber alte/pflegebedürftige Menschen zu versorgen benötigt es das qualifizierte Personal.

    Deswegen darf es nicht verboten sein die Gedanken kreisen zu lassen.

    Entscheiden müssen es andere aber eben jeder hat auch das Recht zu denken.


    P.S.

    Nach wie vor sind Erzieher/Lehrer nicht priorisiert und selbst bei den Testungen herrscht vielerorts nur Vakuum.

    Stattdessen dürfen demnächst die Friseure öffnen.

    Finde den Fehler.

    Jein.


    Beim Crash auf der Landebahn macht es Sinn das die Tragenträger von der Berufgruppe gestellt werden die ansonsten Gepäck verladen.

    Im 08-15-MANV macht es m.E. sehr viel Sinn wenn auch ein Ehrenamtler das passende Equipment aus dem RTW holen kann und das Herausholen der Trage keine Fragezeichen aufwirft welcher Schalter denn jetzt der richtige ist.

    Dann gäbe es noch Basics die im Sanhelferlehrgang eben nicht oder nur ansatzweise vermittelt werden; z.B.:

    - Umgang mit Schaufeltrage/Spineborad

    - Umgang mit der Vakuummatratze

    - Bedienung Absauggerät

    - Vorbereitung Injektion/Infusion


    All das geht esben nur mit einer längeren Ausbildung und einer gewissen Einsatzroutine.

    Das bedeutet für mich nicht das jemand aus dem EA jederzeit aus Lust und Laune heraus Schichten übernimmt.

    Für mich bedeuet es das jemanden aus dem EA aber jederzeit möglich ist als zusätzliches Besatzungsmitglied Erfahrungen zu sammeln (und wenn es dabei auch "nur" um die RD-Anfahrten zu den Kliniken geht).

    Ja, das mag ja sein, wenn da nur 100 Leutchen auf 100 Quadratkilometer wohnen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man in deutlich verdichteten Gegenden mit vielleicht sehr vulnerabler Bevölkerungszusammensetzung oder neuralgischer Infrastruktur wie einer Autobahn, auf der es ständig rappelt, die Standort-Dichte parallel auch ausdünnen kann. Pauschale Aussagen sind eben unsinnig.

    Das halte ich für ein schlecht gewähltes Beispiel.

    Meine Anfangsjahre im RD wiesen jährlich 20.000 VU-Tote bei 60 Mill. Einwohnern auf.

    Dazu kamen weitere Faktoren wie Verkehrsdichte, Fahrzeugtechnik u.a.m.

    2019 waren es bei 80 Mill. Einwohnern ganze 3.046 tödlich endende Ereignisse.


    Zeitgleich ist die Summe der internistisch-neurologischen Notfälle gestiegen...und die Möglichkeiten der schnellen med. Interventionen ebenso.

    Die telemedizinische Befundung bspw. durch einen (Neuo)Radiologen ist mittlerweile weit entwickelt.

    Herzkatheterinterventionen macht jedes KKH -genauso wie eine Lysetherapie beim SA.

    Die arztbegleiteten Verlegungsfahrten in die Uniklinik weit-weit-weg sind RD-Historie.


    Momentan führen die ersten RTH Blut mit sich.

    Ich erwarte hier eine deutliche Steigerung und kann mir gut vorstellen das dies bis zum Ende des Jahrzehnts Standardbeladung jedes NEF sein wird.


    Ebenso erwarte ich die grundsätzliche Nachtflugtauglichkeit für RTH, notfallmed. Kompetenzen bei den Freiwilligen Feuerwehren (auch wg. der BAB-Strecken in den Einsatzgebieten) und grundsätzlich einen Facharzt auf den NEF wie er auch in einer grossen ZNA üblich ist.

    Ich möchte den Beitrag von Jörg ergänzen:


    Das dashboard des rki ist bei mir tgl. Informationsquelle.

    Eine Impfung wirklich für jeden in einem KH oder Pflegeeinrichtung -also auch bspw. Verwaltung und techn. Dienst) macht m.E. in den mittlerweile purpurmarkierten Landkreisen (tiefrot reicht nicht mehr) für mich Sinn.

    (Die liegen übrigens allesamt in Thüringen und Sachsen)

    Das Infektionsrisiko ist hier horrend hoch.


    Am unteren Ende der Fallskala liegen Landkreise im weit-weit-weg der anderen Bundesländer.

    Hier wäre es mMn Verschwendung wenn ausser den hochaltrigen Menschen und den Mitarbeitern im Gesundheitswesen auch noch andere Personengruppen geimpft würden.


    Viel erschreckender empfinde ich die zögerliche/abweisende Haltung von Pflegekräften.

    Persönlich neige ich dazu diese Problematik schwerpunktmässig bei den Beschäftigten in der Altenpflege zu vermuten und nicht in Kliniken.

    Hier rächt es sich das jahrzehntelang in der Ausbildung Schmalspurausbildungen für die Arbeitsmarktresterampe bei einer sehr niedrigen Fachkräfteqote (weil, die kosten Geld) bevorzugt wurde.


    Oder liege ich völlig falsch mit meiner Annahme - Rückmeldungen aus dem Alltag wären mir sehr recht.