Beiträge von Dennis B.

    Das fängt bei der Intubation an, geht weiter zum i.o. Zugang und endet bei Entscheidungen zur techn. Rettung.

    Ich möchte an dieser Stelle einmal kurz anmerken, dass (die techn. Rettung natürlich nicht) die genannten Punkte allesamt bereits selbst bei uns im Studium schon in Grundzügen vermittelt werden. Und da bin ich noch nicht in einem Wahlfach Notfallmedizin, sondern im curricularen Teil.


    Ich wage zu bezweifeln das die als Freelancer tätigen NA bspw. wirklich allesamt die Disziplin haben sich beim Dienstantritt auf der NA-Wache Hintertupf mit den regionalen Versorgungsstrukturen vertraut zu machen.

    Das tun Freelancer-NFS/RS leider auch oft genug nicht. Finde ich persönlich auch schade, weil es zu den Kernaufgaben gehört. Aber das hat mit alldem (wie Jörg sagte) nichts zu tun.

    Man muss halt in dem Sinne auch wirklich hoffen, dass die Lehrgänge etwas Qualität vermitteln ebenso wie die mittlerweile sinnvollerweise vorgeschriebene jährliche Fortbildung.

    In meinem Fall kann ich sagen, dass die Fortbildung zu 2/3 aus med. Inhalten bestand und lediglich zu max. 1/3 aus Wissensvermittlung.

    Und was die "Neuen" angeht, klar, die sind noch nicht ganz so ausgebrannt. Dafür häufig um so desillusionierter und daher frustriert...

    Nicht nur das. Wenn die "Neuen" noch nicht mit dieser Einstellung ankommen, werden sie spätestens in der ersten Woche leider recht schnell in diese Richtung eingenordet. Oft besteht nicht mal die Möglichkeit, dass sie sich einen eigenen Eindruck machen. Da wird beim Melderpiepen kollektiv mit aufgestöhnt.

    Man sieht hier ja leider nur die Patienten/Angehörigenseite. Eine Gegendarstellung gibt es so nicht.
    Generell wäre aufarbeitungswert, was dazu geführt hat: wie lief die bisherige Schicht (24h-Schicht, der Einsatz war nachts), waren die Mitarbeitenden gestresst, allgemeiner Frust?, hat sich die Lage anders dargestellt, wie war die tatsächliche Historie?


    Leider ist das so ja nur Kaffeesatzlesen.

    Ich weiß nicht so ganz, was ich von dem Beitrag halten soll. Insgesamt entsteht eine falsche Balance dadurch, dass mehr Auftraggebende als Mitarbeiter oder Firmen der ANÜ interviewt werden.

    Fehlende Einweisungen, mangelnde Kenntnisse der Umgebung sind ja oft auch Probleme, die durch ein Organisationsverschulden durch den AG entstehen. Dass dann noch der alte weiße Mann anfängt, von der Unmöglichkeit einer Einweisung zu sprechen (mit den selben Argumenten wie der Pressesprecher der RKiSH), finde ich absurd.


    Neben dem Studium bin ich jetzt in verschiedenen Bereichen aktiv gewesen und muss sagen, dass die RD-Landschaft sehr heterogen ist.

    In einem Kreis bekommt man vorweg ausführliche Informationen zu den SOP, zu Krankenhäusern der Umgebung, Kontaktdaten, etc. - beim nächsten ist man dann froh, wenn man am Tag vor Dienstantritt weiß, dass der RTW eigentlich an einer anderen Wache startet.


    Und in Zeiten des Pyramiden-Prozesses noch davon zu sprechen, dass in einigen RTW ja viele Medikamente vorgehalten werden... Nunja.


    Einen Kreis weiter startet eine Organisation jetzt die Zusammenarbeit mit einer ANÜ-Firma und besetzt teilweise ganze RTW. Ich bin mal gespannt, wie sich das fortsetzt.

    Zumindest nicht bei den Einsätzen, bei denen ich irgendwie mit dabei war.

    Vielleicht ist das aber auch der Grund - dass man sich dagegen entschieden hat, weil du potentere Medikamente nutzen könntest.

    Mein Eindruck war bisher, dass gerade bei Schulungen relativ offensiv mit der MOR-antagonistischen Wirkung "Werbung" gemacht wurde.

    Recht aktuell hörte ich die Behauptung, dass Börsen wie HaP, etc. den Arbeitnehmermarkt leersaugen würden.

    Andersherum bekam ich in den Betrieben aber den Eindruck, dass man nicht auf die MitarbeiterInnen eingeht. Es herrscht oft eine große Unzufriedenheit, die faktorisierte Arbeitszeit ist immer noch ein großes Thema und nicht immer nur rein das Geld. Die meisten haben ja gar keinen Bock darauf, spätestens alle 18 Monate den Betrieb wechseln zu müssen. Aber 35 Stunden pro Woche bei planbarerem Alltag und dann noch besserem Gehalt - das zieht.


    Und ich würde behaupten, dass man auch MitarbeiterInnen zurückgewinnen kann: wenn man die Rahmenbedingungen anpasst. Es ist aber natürlich komfortabler, die Schuld bei den anderen zu suchen.

    Ich für meinen Teil kann mich nur auf einen befristeten Einsatz beziehen. Ausgemacht waren 25€/h (natürlich unfaktorisiert), zzgl. gestellter Unterkunft und Fahrtkosten. Für die Tage, die ich nicht zuhause war, gab es eine zusätzliche tageweise Vergütung.

    Scheint aber schon auch Verhandlungssache zu sein. Ein Mitarbeiter ist aus der Honorartätigkeit in die ANÜ gewechselt und wäre meiner Einschätzung nach definitiv nicht mit 25€ zufrieden gewesen.

    Eine andere mir bekannte Börse zahlt ihren Mitarbeitenden 22 Euro bzw. 23,50 Euro pro Stunde (nach 9 Monaten) plus 0,20€ pro Kilometer (bis zu einer gewissen Strecke). Das kann man sich nur schön rechnen, damit sich das lohnt.

    Das ist ja jetzt nicht die erste wirre Aussage bzw. Forderung von Gassen in den letzten Jahren.

    Ob dieses Konzept die Kosten senkt, da habe ich massive Zweifel. Ein Anruf bei den "Leitstellen" führt wohl eher dazu, dass die RTW-Auslastung nochmal enorm steigt mit einer daraus folgenden Zuführung in die Notaufnahme.


    Was hatte denn die Notdienstgebühr vor 10 Jahren (?) bewirkt? In meiner Erinnerung wenig.

    Die Gehaltsangabe von 100.000 Euro p.a. für Notfallsanitäter halte ich für deutsche Verhältnisse übertrieben. Im europäischen Ausland ist dies durchaus zu erreichen - mit mind. 12 freien Tagen im Monat trotz Extradiensten kann man in Dänemark umgerechnet 120.000 Euro p.a. erreichen.

    100.000 sind nicht unmöglich, erfordern aber gutes Geschick bei Verhandlungen und ausreichend viele Auftragnehmer, die nicht einfach 30€/h brutto zahlen.


    50-70 Euro/h oder bis zu 150 Euro/h (das ist die Spannweite aus dem Artikel) sind zumindest mir so noch nirgendwo als Zahl regelhaft über den Weg gelaufen.