Beiträge von Saphira

    Mal eine provokante Gegenfrage : liegt e vielleicht auch am Konzept der Ausbildung bzw. an der Qualität des Dozenten?

    Eine Fortbildung steht und fällt immer mit dem Dozenten ;)


    Ich stelle es mir aber auch sehr schwierig vor, eine Fortbildung für einen Mix aus reinen KTW-Fahrern auf der einen und NFS auf der anderen Seite zu halten. Entweder man verliert die Hälfte, oder die andere Hälfte schläft ein...

    Wäre vielleicht jetzt die Gelegenheit das Konzept mal zu überarbeiten...

    Wenn ich da mal etwas drüber nachdenke, finde ich die Staffelung eigentlich gar nicht so schlecht, bzw. kann man das sinnvoll umsetzen.

    Man könnte 20 h gemeinsame Fortbildung für alle machen, mit Teamtraining und Themen die alle angehen (z.B. CRM).

    In den anderen 20 h macht man dann spezielle Fortbildung nur für NFS, und die dann auch auf entsprechendem Niveau. Weil sind wir doch mal ehrlich, wenn man mal so in die Pharmakologie reingeht, dass die NFS auch wissen was sie da spritzen, dann hängt man den Großteil der RS einfach ab...

    Ehrlicher Weise habe ich den Eindruck, dass viele beim Ruf nach einheitlichen Vorgaben einerseits eigentlich "Mindestanforderungen" meinen, andererseits nicht ganz klar ist, dass das dann eben auf ein Endergebnis nahe dem kleinsten gemeinsamen Nenner hinauslaufen dürfte.

    Freilich läuft das auf den kleinsten gemeinsamen Nenner heraus, anders gehts auch kaum. Weil wenn man die Schwächeren unterwegs verliert wirds für die Patienten gefährlich... Und wie ich in einem anderen Thema schon geschrieben habe, habe ich den Eindruck, dass mit den Ergänzungsprüfungen viele abgehängt wurden...

    Wenn ich ÄLRD wäre würde ich auch erst mal ganz klein anfangen und schauen wie es läuft. Wenns gut läuft kann man immer noch mehr freigeben, wenn aber erst was daneben gegangen ist wirds blöd...

    Ich finde es auch völlig richtig, dass sich das von Bereich zu Bereich unterscheidet, weil die Voraussetzungen einfach sehr unterschiedlich sind. Rene Pasemann hatte hier ja mal beispielhaft seine Mediliste veröffentlicht. Ich freue mich für die Kollegen dass es dort zu laufen scheint, bei uns würde das komplett in die Hose gehen... Man darf halt nicht nur an sich selber denken, sondern muss in erster Linie mal an die Patientensicherheit denken.

    Ich verstehe hier ehrlich gesagt nicht, wo einige das Problem sehen...

    Es soll doch bevorzugt nach SOPs gearbeitet werden, und diese zählen als Delegation und sind somit auch rechtssicher. Dabei entscheiden dann die ÄLRD, was sie ihren NFS zutrauen. Was über diese SOPs hinaus geht, da wird eben der NA angefordert. Wo ist da jetzt bitte das Problem?


    Ihr müsst bitte auch bedenken, dass die Gesetze nicht nur für ne handvoll high-performer da sind, die sich in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen, sondern die breite Masse abbilden müssen. Und die breite Masse ist eben nicht fit genug alles selbst entscheiden zu können, sondern brauchen Richtlinien. Und mal ganz ehrlich: irgendwo muss man auch mal die Grenze ziehen, sonst fangen einige an alleine draußen Kindernarkosen einzuleiten, was meiner Meinung nach für nen NFS echt zu viel ist. Man muss einfach die Regeln so aufstellen, dass auch die Schwächeren den Patienten nicht schaden, auch wenn das den Besseren nicht passt. Und wenn in einem RD-Bereich alle sehr gut sind, dann darf der ÄLRD ja mehr freigeben.

    Bei uns in der Region gibts noch einen Kindergarten mit „erweiterten Öffnungszeiten“, der auch den Spätdienst des lokalen Klinikums mit abdeckt. Kinder von Schichtarbeitern werden bevorzugt genommen. Find ich schon mal gut. Bleibt nur noch das Problem mit dem Nachtdienst...

    Eine gute Freundin hat das Glück, einen Kindergarten ohne Schließzeiten gefunden zu haben. Die haben nur an Feiertagen zu und glaube 2 Wochen über Weihnachten, aber in den Ferien normal geöffnet. Scheint aber Seltenheitswert zu haben...


    Aber über viele Jahre hinweg keinen gemeinsamen Urlaub? Ihr armen, ihr tut mir echt leid...

    Ich muss sagen mir reicht unser System da völlig. Man sieht ja was unter „Fahrzeugcheck“ ausgebucht wurde, und wenn das zum einen nicht überhand nimmt und zum anderen sich da keine Stoffgruppe herauskristallisiert, dann isses doch am wahrscheinlichsten dass das einfach beim auffüllen vergessen wurde...

    Und dass man mal was vergisst kommt eben einfach vor, wenn man mal wieder 3 Notarzteinsätze hintereinander gemacht hat...

    Wir buchen die Entnahme aus dem Lager auch mit Einsatznummer, können aber auch ohne Nummer auf ein Fahrzeug ausbuchen. Diese Variante ist für allgemeine Dinge, die keinem Einsatz zugeordnet werden können (z.B. Desinfektionsmittel), aber auch wenn beim morgendlichen Check was fehlt.

    Trotz dass da einiges ohne Nummer gebucht wird läuft das seit Jahren ohne Auffälligkeit.


    Alles auf Rezept zu buchen sehe ich kritisch. Was willst du dann machen, wenn beim Check was fehlt?

    Abgesehen davon dokumentieren wir doch eh schon genug, das muss man jetzt nicht noch künstlich in die Höhe treiben finde ich...

    Ich verstehe jetzt ehrlich gesagt dein Problem nicht, und das obwohl ich selbst betroffen bin.

    Wenn man in einem sehr jungen Team arbeitet wo alle noch keine Kinder haben dann kann natürlich jeder Urlaub nehmen wie er will. Aber bei mehreren Kollegen mit Kindern geht das eben nicht anders. Wir haben halt recht viele mit Schulkindern, für diese Kollegen ist es schon schwer genug sich untereinander zu einigen, die können da einfach keine Rücksicht drauf nehmen dass jemand auf ein Festival fahren will. Oder wie würdest du reagieren wenn dich jemand fragt, ob du auf eine Woche Urlaub mit deinem Kind verzichten könntest damit jemand auf ein Festival fahren kann?

    Da gibts nix auf den Putz zu hauen, weil da gibts ne Betriebsvereinbarung. Zuerst dürfen die Eltern von schulpflichtigen Kindern ihren Urlaub eintragen, die müssen sich untereinander einigen, und erst dann der Rest. Damit sind die Sommerferien dann schon voll, und ohne Kind haste keinen Anspruch auf Urlaub in den Ferien. Ist halt so.

    Vermutlich wieder nicht ;(

    Dieses Jahr ists einer weniger der in den Ferien Urlaub braucht (Kind Schule fertig), deshalb ging es da mit Urlaub bei mir. Aber dafür kommt im nächsten Jahr dann wieder einer dazu... Somit bin ich dann wieder draußen aus der Ferienzeit...

    Ich könnte so heulen. Seit über 5 Jahren versuche ich dort mal Dienst machen zu können, aber da es immer in den Ferien liegt hab ich da nie Urlaub bekommen. Dieses Jahr hab ich den Urlaub bekommen und hab mich zum Dienst angemeldet... und es kam Corona ;(

    Kennt zufällig jemand das Projekt genauer und kann sagen, wann der „Hanse-Sani“ und wann der ärztliche Bereitschaftsdienst hinfährt? Für mich klingt die Patientin im Artikel nämlich nach einem typischen Bereitschaftsdienst-Fall...

    Ich finde das optimale Modell das für jeden passt gibt es nicht, dafür sind die Lebenssituationen der Leute viel zu individuell.

    Wenn man zum Beispiel schon ne Vollzeitstelle woanders hat wirds mit Teilzeit schwierig. GfB kann man ja wählen, ob man Rentenbeiträge einzahlen möchte oder nicht. Und Ehrenamt ist halt super flexibel für Leute, die es nicht wegen dem Geld machen sondern für sich selber, z.B. um eine Qualifikation zu erhalten. Einen Monat isses privat mal ziemlich stressig? Kein Problem, fährt man den einen Monat halt mal nichts... Du möchtest nur auf einer bestimmten Wache fahren, weil dort die coolsten Kollegen arbeiten? Fährt man halt nur dort... Es ist nicht alles schlecht am Ehrenamt.


    Und um Arbeitsplätze wegnehmen zu können muss es erstmal geeignete Bewerber geben, denen man sie wegnehmen kann. Da es an diesen oft genug mangelt sehe ich das in der aktuellen Personalsituation eher unkritisch. War vor 10 Jahren noch anders...

    In meiner Region gibts Ehrenamt auch für NFS. Bezahlung je nach KV von 21,50 bis 50 € pro Schicht (Ehrenamtspauschale, unabhängig von der Qualifikation). Es gibt aber auch GfB oder Teilzeit (z.B. 25%) mit der entsprechenden Vergütung nach Tarif.