Genau, über den europäischen/nationalen Qualifikationsrahmen innerhalb der EU/EFTA. Und da wird doch ein Sprachniveau B2 in der Landessprache (oder in einer der Landessprachen) verlangt.
Das ist richtig. Ich kann jetzt nur von der Pflege sprechen. M.E. ist das Problem, dass die Sprachkurse allgemeine Kenntnisse vermitteln. Sowohl allgemeine Fachbegriffe fehlen als auch regionale oder hausspezifischen Ausdrücke und Abkürzungen. Hinzu kommt, dass es immer große Gruppen sind, die dann gemeinsam in einem der Wohnheime untergebracht werden. Damit fehlt die Sprachübung außerhalb der Arbeit. Hier werden gerade die Spanier, Portugiesen und Italiener in der Fachpflege eingesetzt, da die in der Heimat keine BehandlungsGrundpflege machen und daher nicht auf Normalstation (und auch Intensiv) nicht eingesetzt werden können. Und hier ist die Anästhesie (zumindest in den großen Maximalversorgern) Stress pur. Eine Pflegefachkraft ist für 2 Einleitungen und 2 OPs zuständig. Einleitungen und OPs sind getrennt um einen hohen Durchsatz zu gewährleisten. Das bedeutet, du bist im Extremfall für 4 Ärzte und Patienten zuständig. Und damit kommen die Probleme: beim Betreten kurze Anweisung vom Arzt was er braucht, dann evtl. noch, wie Medikamente gegeben werden sollen. Die Akustik ist schlecht (Mundschutz, kein Face2Face, Umgebungsgeräusche durch OP Team etc). Da fragt man als Muttersprachler schonmal nach. Das tun die Expats nicht. Warum, kann ich dir auch nicht sagen. Wenn man fragt, ob alles verstanden wurde, kommt immer "ja". Die Folge ist, dass es Ärzte gibt, die mit denen nicht mehr arbeiten wollen. Wenn die Expats nach 2 Jahren dann die Sprache und die Abläufe einigermaßen verstehen gehen sie wieder zurück (da haben die sich dann die notwendigen Punkte erarbeitet um an einer öffentlichen Klinik genommen zu werden = unbefristet und nahezu unkündbar) und die nächste Gruppe kommt.