Beiträge von Karsten Wiese

    Wir kriegen aktuell selbst Schockraumpatienten manchmal ohne Anmeldung, weil es kein Handynetz gibt und auch die Funkabdeckung schlecht ist. Heute ist und ein intubierter Patient angekündigt worden (mehrere Info gab es nicht). Nachdem wir 2h einen Schockraum in stand by stehen hatten und auch die Leitstelle uns nicht sagen konnte, ob die noch kommen, haben wir den Schockraum wieder zurück geräumt.

    Wir haben auch schon einige Patienten aus dem Schadengebiet gekriegt (zB 48h im PKW eingeschlossen gewesen durch Wasser und Schlamm).

    Wissensabfrage vorher (schriftlich oder praktisch, welche Fragen, usw), dann aufhängen, 2 Wochen warten, nochmal abfragen, hoffentlich die selben Personen erwischen, auswerten.

    Das dann zu mehreren Themen, an verschiedenen Einsatzorten.

    Um eine valide Aussagekraft zu haben, nutzt es leider nichts, das in einer Notaufnahme oder Rettungswache oder sonstwo zu machen mit 20 TN.

    Guten Morgen,


    für meine für meine jährliche FoBi für den PAL musste ich ein one minute wonder vorbereiten.

    Das ist auch fertig, wer es sich ansehen möchte, ist im Anhang.

    Jetzt gibt es OMW im klinischen Bereich schon länger, da es viele Stellen gibt, wo man wartet (Klassiker, vor dem BGA Gerät).

    Nutzt jemand von euch auch OMW auf der Wache?

    Wenn nein, könntet Ihr euch vorstellen, dass das was bringen könnte?


    LG
    KarstenOne Minute Wonder - Stroke Schockraum.pdf

    als ich vor vielen Jahren Buchstabenkurse in Düsseldorf braucht habe, war die Aussage eines Kollegen vor Ort, dass die Schwelle für den ITW sehr niedrig liegt. Sauerstoff und Monitoring war dann schon was für den ITW. Ob das wirklich bzw immer noch so ist, weiß ich nicht, aber es könnte eine Erklärung für diese Masse sein.

    Grundsätzlich halte ich die Änderung für extrem wichtig. In der Not darf gehandelt werden, ohne dass man sich dafür auf den rechtfertigenden Notstand berufen muss.

    Für alles andere finde ich es nach wie vor richtig, das es dafür SOP gibt.

    Ob überall die SOP geglückt sind, wage ich zu bezweifeln. Und ein bundesweiter Standard wäre auch schön.

    Und noch besser wären mMn Zertifizierungen, die Maßnahmen freigeben und rezertifitiert werden müssen.

    Wir als Maximalversorger haben aktuell 3 Normalstationen als Covid Station eingerichtet. Und jedesmal, wenn ein RTW fragt, ob er kommen kann, kann ich immer nur die gleiche Antwort geben. Keine Iso Kapazitäten, das nächste zuständige Haus anfahren. Gestern auf einer unser drei Neurochirurgischen Stationen Covid Fälle, also ganz viel hin und her Geschiebe, um Einzelzimmer zu schaffen. Ergebnis, 2 Stationen jetzt isoliert, von 6 freien Betten auf -2 (es musste eine zweite Station mit einbezogen werden und es mussten positive Patienten und Kontaktpatienten, die aber aktuell negativ sind, getrennt werden, was aus vielen 2 Bett Zimmern 1 Bett Zimmer gemacht hat).

    Und die Schnelltests helfen da nur bedingt, da immer wieder Patienten dabei sind, bei denen der Schnelltest negativ ist und die PCR positiv.

    Ich habe verschiedene Buchstabenkurse besucht (DIVI, ITLS, ACLS, PALS) und muss klar sagen, die Kurse sind nicht schlecht, aber viel zu kurz. Eine richtige Weiterbildung ist etwas ganz anderes. Was ist jetzt noch alles an Wissen dazu gewonnen habe durch die klinische Tätigkeit ist enorm. Als Beispiel Narkose, bei Verlegung habe ich zwar auch regelmäßig intubiert / beatmete Patienten gehabt, aber die lagen stabil auf einer Intensivstation. Jetzt kriege ich Patienten von Rettungsdienst, die entweder eben erst intubiert wurden und jetzt noch durch den Schockraum müssen oder sie werden im Schockraum intubiert. Dadurch ist da mittlerweile eine routine entstanden, die im Rettungsdienst kaum zu erwerben ist.

    Die paar Stunden Intensivtransportkurs nach DIVI sind doch völlig ausreichend.

    Ok, Ironie aus. Das wäre wirklich mal eine Weiterbildung. Und meines Erachtens nach darf die gerne insgesamt 1 Jahr dauern inclusive Praktika in der Anästhesie und der Intensiv.

    Als ich noch in Rettungsdienst war (also noch nicht in der Klinik) bin ich hauptsächlich bei uns auf den RTW gewesen, der für die Intensivverlegungen zuständig war. Und das hat auch ganz gut geklappt, aber wenn man ganz ehrlich ist, war man sehr stark ausführende Kraft und sehr stark von Arzt abhängig, weil man in der Tiefe von Intensivmedizin einfach keine Ahnung hat.

    Wie war das von 1,5 Jahren?

    Ein Mitglied des DBRD möchte einen eigenen Verband gründen, was natürlich dem DBRD sauer aufgestoßen er (wobei sein Verhalten insgesamt auch etwas pöbelhaft war).

    Ein Mitglied des Vorstandes hat ua den Arbeitgeber dieser Person kontaktiert und hat damit mMn eine rote Linie überschritten, äh, mit Anlauf übersprungen.

    Auf unzählige Nachfragen in den sozialen Medien hat sich der DBRD nicht ein einziges Mal geäußert.

    Auf mehrere Emails an den DBRD zu diesem Thema kam nie eine Antwort.

    Das war mein Erlebnis, was zum austritt geführt hat.

    Hat es dazu beim DBRD jemals Konsequenzen gegeben?

    Kurz zum DBRD, das Auftreten in der Öffentlichkeit hat bei mir dazu geführt, die Mitgliedschaft zu kündigen. Bereits vor 1,5 Jahren. Und wenn ich mir anschaue, wohin sich die Öffentlichkeitsarbeit seitdem entwickelt hat, bereue ich das keinen Tag.

    Zum aktuellen Fall, dieses undifferenzierte Angreifen und verunglimpfen des "Gegners" führt nur zu einer Blockade und Nichtbeachtung.

    Sinnvoll wäre es gewesen, gar nichts zu schreiben, bis eine Einschätzung und ein Gegenvorschlag durch Fachanwälte vorliegt.

    Wir haben da ein strukturelles Problem“, resümiert Guido Schmiemann. „Der Pflegedienst ruft die 112. Der Disponent, der den Anruf entgegennimmt, haftet persönlich für seine Entscheidung, also wird er im Zweifel eher einen Rettungswagen alarmieren. Der wird für Leerfahrten in den meisten Regionen nicht bezahlt, also nimmt er im Zweifel den oder die Bewohnerin des Pflegeheims mit. Das ist ein Automatismus. Wir müssen Wege finden, wie wir da herauskommen.“



    Der Schluss, der gezogen wird, ist für mich an der Stelle der falsche. Der Patient könnte etwas haben, also wird der Notruf gewählt, also wird die Rettung geschickt, also wird der Patient ins Krankenhaus mitgenommen.
    Würde er im Heim bleiben und hat etwas, will keiner dafür verantwortlich sein.
    Ich glaube nicht, dass es den geringsten Unterschied macht, ob eine Leerfahrt bezahlt wird.

    Ich weiß nicht, wo dein Verständnissproblem ist. Wenn ich von Patientenversorgung rede, dann zB bei einer ICB den Urapidil Perfusor fertig machen oder ähnliche Dinge, die Menschen vor schweren Schäden bewahren. Und ein RTW, der ohne Anmeldung kommt, hat nichts zeitkritisches (sonst hätte er sich angemeldet). Und wenn es Patienten extrem schlecht geht, kann sich die RTW Besatzung entscheiden, was sie macht, genau wie ich. Und die meisten entscheiden sich für das helfen und nicht für das rummotzen. By the way, ich bin keine Pflegekraft, ich bin Notfallsanitäter.

    Und noch eine Ergänzung, die RTW, die in so eine Situation reinkommen, sehen ja, was los ist. IdR bieten die ihre Hilfe an statt zu meckern. Und das nehme ich dann auch gerne an und lasse die auch Perfusoren oä für mich fertig machen. Beschwert hat sich (leider) erst einer. Wie versuchen bei der Verwaltung eine 2er Besetzung durchzusetzen, wenn nur die Hälfte der RTW, die eine Beschwerde angekündigt haben, diese auch durchziehen würden, wären unsere Chancen auf eine 2er Besetzung besser. Und ich rede hier vom Neurologischen Notfallzentrum der Uni Bonn.