Beiträge von m.duschl

    Für den disponiiblen Krankentransport erscheint dies eine interessante Idee, im Ländle sehe ich aber die Herausforderung, dass in vielen Regionen die KTW in relevanten Zahlen auch (subakute) Primärfahrten übernehmen. Eine Umsetzung erfordert daher auch Lösungsansätze wie Notfall-KTW oder andere Lösungen. Bin auf den Vortrag gespannt.

    Herzlichen Dank für Deinen Input! Einzelmassnahmen werden aus meiner Sicht keine Entlastung des Systems bringen. Die Trennung von Krankentransport und Notfallrettung wird nur in Kombination mit anderen Massnahmen (z.B. Einführung Gemeindenotfallsanitäter, Bundesland weite QPTS und NQPTS-Disposition, gestaffelte Hilfsfristen, etc.) zu einer Entlastung des Systems führen. Wenn wir weiter nur in Transportboxen, egal welcher Couleur denken, wird es immer wieder auf "mehr Autos, mehr Personal" hinauslaufen und damit auch keine nachhaltige Verbesserung erzielt werden.

    Wir arbeiten an einem ähnlichen Projekt. Da es hier oben keine Strassennamen etc. gibt, werden wir W3W dafür nutzen, um Einsatzadressen inkl. Zusatzinformationen (z.B. mit Fahrzeug direkt anfahrbar oder zusätzliche Ressourcen nötig) mit einer 3-Wordadresse zu versehen.


    Unser Ziel ist es bis Ende des Jahres 50 Prozent der Häuser plus relevanter touristischer Punkte in unserem Einsatzgebiet entsprechend erfasst und mit "Notfallpunkt"-Tafeln ausgestattet zu haben.


    Da in der Schweiz nur 70% der Bevölkerung die medizinische Notrufnummer 144 kennen, möchten wir den Bekanntheitsgrad gleichzeitig ebenfalls erhöhen.

    Hatte ich hier im Forum zum ersten Mal davon gehört (im Bereich der Polizei) und fand das damals sehr spannend. Wenn ich aktuelle Berichte dazu (auch im Bereich der Polizei) richtig in Erinnerung habe, waren die Ergebnisse aber jetzt nicht so überragend, wie man sich das ursprünglich gedacht hatte.

    Predictive Policing kann man mit dynamic standby Modellen im Rettungsdienst nur schwer vergleichen, da es um andere Ziele geht. Wenn man Dynamic Standby Modelle im Rettungsdienst verstehen will, sollte man sich mit dem Thema "System Status Management" auseinandersetzen. Der "Vater" dieses Ansatzes ist der leider bereits verstorbene Jack Stout. Artikel etc. dazu gibt es hier: https://sites.google.com/site/jackstoutems/home


    Die Ergebnisse, die ich aus dem Bereich seit mehr als 10 Jahren aus erster Hand kenne, sind sehr interessant und würden sich durchaus auch in unseren Breitengraden erzielen lassen.

    Da ich in Kürze einen Vortrag zu dem Thema "Personalmangel: Rückzug des Rettungsdienstes auf die reine Notfallrettung?" halten darf, setze ich mich derzeit wieder einmal intensiver mit den Teilbereichen "Hilfsfristen", "Personalmangel", "Krankentransport", etc. auseinander.


    In den letzten 25 Jahren stiegen die Zugangsmöglichkeiten zum außerklinischen Versorgungssystem durch den Siegeszug der Mobiltelefonie und des Internets überproportional stark an. Gleichzeitig besteht ein deutlicher Hausärztemangel, es wird mehr und mehr Dr. Google befragt und der Rettungsdienst reagiert mit einem System darauf, dessen Kern aus den 70er Jahren stammt.


    Dies resultiert in einer Überalarmierung der Notfallrettungsmittel, da alle übergeordneten grossmaschigen Versorgungsnetze nicht mehr greifen und dadurch das engmaschigste Netz letzten Endes diesen Missstand kompensieren muss. Der Rettungsdienst wird als Feuerwehr des Gesundheitswesens missbraucht.


    Dies hat dazu geführt, dass die Inanspruchnahme des Rettungsdienstes alleine von 2009 bis 2015, um 134% gestiegen ist.


    Die wachsende Anzahl dieser nicht indizierten Einsätze sind nicht nur ein rein deutsches Phänomen, sondern begleiten die Entwicklung der Rettungsdienstsysteme in Westeuropa in den letzten 20 Jahren. Wie die Studie „A high proportion of prehospital emergency patients are not transported by ambulance: a retrospective cohort study in Northern Finland“ (http://onlinelibrary.wiley.com…0.1111/aas.12889/abstract) aus Finnland aus dem Jahre 2017 feststellte, wurde ein relevanter Anteil der „Notfall“-Patienten (41.7%) nicht transportiert, da keine Notwendigkeit bestand. In 39,9% dieser nicht zu transportierenden Patienten war keinerlei medizinische Indikation für den Einsatz gegeben. Das Gemeindenotfallsanitäter Projekt in Oldenburg und Umgebung kommt auf ähnliche Zahlen.


    Leider ist darüber hinaus die Datenlage in Deutschland hierzu ziemlich „dünn“, da die Versorgungsforschung im Rettungsdienst noch nicht zur DNA der Rettungsdienstsysteme gehört und mangelnde Transparenz eine Eigenheit der Branchenkultur ist. Man lässt sich ungern in die Karten schauen und entzieht sich dadurch selbst jegliche Grundlage für eine zielgerichtete Systementwicklung.


    Die einzige Reaktion, die man bisher zur Bekämpfung der Nicht-Einhaltung der Hilfsfrist kannte, war: Mehr Autos. Mehr Personal.


    Wie soll das bei der aktuellen und zukünftigen Personalsituation realisierbar sein? Im Jahr 2025 wird der Arbeitskräftebedarf das Arbeitskräfteangebot (Stayer + Fachfremde) übersteigen. Hier sind die möglichen Effekte der Pandemie noch nicht mit eingerechnet, da hier die Aussagen aktuell noch widersprüchlich sind, ob diese einen positiven oder negativen Effekt auf die Gesundheitsbranche haben wird.


    Überspitzt gesagt, hat der „Krieg um die Talente“ längst begonnen und die Position des Rettungsdienstes ist trotz eines eigentlich extrem spannenden Tätigkeitsfeldes sehr schlecht, da die veralteten Strukturen, die unklare Positionierung im Gesamtsystem (Gesundheitswesen oder nicht), die Branchenkultur, das Kompetenzgerangel zwischen den Standesorganisationen, die Unterforderung der Notfallsanitäter, mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten, unzureichende Entlohnung und auch die schwierigen Führungsmentalitäten und –modelle, etc. schwerlich zu einer nachhaltigen Bindung der neuen Arbeitnehmergenerationen führen werden.


    Und jetzt senkt man die Hilfsfristen im High-Performance Rettungsdienstländle, in dem Rettungsmittel in der Zwischenzeit komplett von Personalbörsen besetzt werden, da die Organisationen noch immer im Unternehmenskulturnirvarna herumdümpeln und nicht in der Lage sind, die "good old times" Mentalität endlich abzuschütteln, um sich personaltechnisch zukunftsfähig aufzustellen. Ja, das ist sehr pauschalisiert und trifft nicht auf jede Organisation in BaWü zu, aber das was ich als Freelancer erlebe, lässt mich des Öfteren einfach nur sprachlos zurück.


    Aber mal abgesehen von diesen organisationsinternen Herausforderungen, wird man der Hilfsfristproblematik nicht mit einer Struktur aus den 70er Jahre Herr werden. Wir haben hier im Forum schon häufig über Lösungsansätze diskutiert. Daher mal wieder meine favorisierten Punkte:

    • Ende der "one size fits all" Hilfsfrist und Staffelung der Hilfsfristen entsprechend der Indikation; Beispiel: Priorität 1 - max. 12 Minuten in 90% der Fälle, Priorität 2 - max. 30 Minuten in 90% der Fälle, Priorität 3 - max. 60 Minuten in 90% der Fälle, Priorität 4 - max. 120 Minuten in 90% der Fälle (Priorität 3 und 4 könnten ggf. auch von Gemeindenotfallsanitätern abgearbeitet werden)
    • Evidenz basierte Abfragesysteme zur Förderung und Absicherung des Leitstellenfachpersonals inkl. einem Abfragekatalog für subakute "Notfälle"
    • Nutzung von predictive planning Tools in Realzeit als Teil der Leitstellensoftware und in Kombination mit dynamic standby Modellen in der Fahrzeugvorhaltung
    • Vollständige Trennung von Krankentransport und Rettungsdienst (Idee: EINE Krankentransportleitstelle pro Bundesland mit virtuell vernetzten Standorten)
    • Nutzung von Dispositionssystemen für Krankentransporte inkl. integrierter AI zur Optimierung der Effizienz
    • Integration der 116 117 in die Notrufleitstelle unter Nutzung des selben Abfragesystems (Low acuity version)
    • Flächendeckende Etablierung von telemedizinisch unterstützen Gemeindenotfallsanitäter-Projekten als Triage und Behandlungskomponente
    • Erweiterung der Rettungsmitteloptionen mit reinen NFS besetzten Behandlungseinheiten (Rapid Response Car) zur Einhaltung der Hilfsfrist

    Sorry, der Text ist etwas länger geworden, aber um es noch einmal zusammenzufassen:

    Mit einer Kernstruktur aus den 70er Jahren können wir die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht lösen.

    Beim AED würde ich mir überlegen, ob Du nicht den Tablet AED von DocZero nutzen möchtest. Man hat einfach mehr Auswahlmöglichkeiten: https://www.doczero.com/en/products/tabletaed Der ZOLL AED Plus ist auch dabei.


    Bei den Puppen würde ich mir die Gaumard HAL in der Version ohne Technik anschauen.

    Gutes Preis-Leistungsverhältnis. Gibt es bei Mefina.


    Die SIMWRX GmbH aus der Schweiz bringt dieses Jahr noch ein spannendes Produkt im Bereich der Puppen auf den Markt.

    Interessant könnten auch die Corpatch Produkte für CPR Feedback sein.

    Bei der Trainingsvariante gibt es eine ganze Datenbank dahinter, in der die Trainings getrackt werden können.

    Die Enduser Variante bietet praktisch CPR-Feedback für alle. Könnte auch ein interessantes Produkt zum Weiterverkauf an Eure Kunden sein.

    Falls Interesse besteht oder es Fragen gibt, einfach bei mir melden.

    Ohne fundierte Untersuchung auf Basis lokaler Daten bezüglich Pat. Versorgung, Outcome etc. handelt es sich hier allerdings um eine rein standes-politische Forderung, die allerdings leider oft auf fruchtbaren Boden (z.B. IVR) trifft.

    Kurzes Update zum Thema "die standespolitische Forderung trifft auf fruchtbaren Boden beim z.B. IVR". Das kann ich nach dem intensiven Befassen mit den Anerkennungsrichtlinien, dem Durchlaufen der Zertifizierung, sowie direkten Gesprächen mit Vertretern des IVR, nicht bestätigen. Der IVR heute entspricht bei weitem nicht mehr dem IVR wie noch vor zwei Jahren. Das spiegelt sich auch in der neuen Anerkennungsrichtlinien und dem Auftreten des IVR wieder. Die RS Anästhesie Systeme sind vollkommen ok und werden ebenso zertifiziert, wie NA gestützte Systeme. Qualitätsrichtlinien, wie im Kanton Zürich bzw. der an die SNZ Zürich angeschlossenen Kantone, entsprechen nicht der Meinung des IVR. Solche Richtlinien wurden in erster Linie durch die lokale Politik eingeführt, um private Anbieter oder kleinere Rettungsdienste aus dem Markt zu drängen.

    Ich finde es v.a. auch interessant, dass er mal die Tatsache aufs Papier bringt, dass viele deutsche Ärzte, die jetzt in der Schweiz tätig sind, das deutsche NA System (mit sehr niederschwelliger NA Indikation) auf Biegen und Brechen unreflektiert in die Schweiz übertragen wollen und damit auch Erfolg haben.

    Die deutschen Docs sind aus meiner Sicht eher harmlos, wenn es um die Einführung eines NA-Systems geht. Der wahre "Feind" des Systems sitzt im Westen des eigenen Landes. Zentralstaatsdenke à la la Grande Nation par excellence bis in die höchsten Gremien. Der Telenotarzt ist auch schon im Anflug. In unserem Kanton entwickelt sich die Sektion der VRS mehr und mehr zu einer radikalen Gewerkschaft nach französischem Vorbild, anstatt sich für die Weiterentwicklung des Berufsbildes auf lokaler Ebene vernünftig einzusetzen.

    Wenn man optimieren möchte, dann sollte man eher auf organisatorische Dinge wie Hilfsfrist, strategische Positionierung von Rettungsmitteln, Finanzierung des RDs, Trennung von Primär- und Sekundäreinsätzen uvm. eingehen.

    Organisatorisch besteht in vielen Regionen der Schweiz nämlich tatsächlich Handlungsbedarf, medizinisch m.M.n. eher seltener (und das hängt dann oft vom Betreiber des RDs ab, was eher wieder in die organisatorische Richtung geht ;) ).

    Auf organisatorischer Ebene ist in einigen Regionen deutlicher Nachholbedarf. Das wird einem in der aktuellen Phase erst richtig bewusst. Aber auch hier sind die o.g. Strukturen in manchen Landesteilen nicht förderlich und den Betreibern die Hände gebunden.

    securo ich habe den Vortrag gesehen und kenne die Arbeit. Sicherlich ein interessanter Einblick, aber bei weitem nicht genug gepowert, um eine statistisch signifikante Aussage zu treffen. Trotz allem fand ich den Schritt von ihm sehr mutig und hätte mir gewünscht, dass dies im Nachgang zu einer grösseren Untersuchung geführt hätte.


    Persönlich wird mir diese Diskussion in der Zwischenzeit viel zu sehr auf gewisse Skills/Massnahmen reduziert. Wenn es um Patientensicherheit geht, spielen aber weit mehr Faktoren eine Rolle, als nur die Anzahl der jährlich vom Anwender durchgeführten Intubationen o.ä.. Notfallmedizin ist Teamsport und wir gewinnen als Team, oder wir verlieren als Team. Aber wenn wir im Team z.B. zu wenig Ressourcen für manche kritischen Massnahmen haben, dann steigern wir gleichzeitig das Risiko für unsere Patienten. Es gilt nach wie vor der Grundsatz, dass es ein System braucht, um ein Leben zu retten. Dies wurde in den aktuellen Guidelines, sowohl von der AHA als auch vom ERC (Draft zur Diskussion) noch einmal verstärkt hervorgehoben.


    Sprich wir müssen uns nicht nur darüber unterhalten wen wir zu einem kritisch erkrankten Menschen schicken, sondern, wie wir diese kritische Situation möglichst früh verifizieren und wie viele Ressourcen und natürlich auch welche von jeder Sorte es vor Ort benötigt, um möglichst hohe Chancen für ein gutes Outcome zu generieren.


    Daher sehe ich es als sehr kritisch an, dass man Narkosen im 2er-Team macht oder statt einem NEF oder weiteren RTW zu einer Reanimation zu schicken, lieber eine mechanische Reanimationshilfe beschafft und wirklich meint, dass man im 2er Team mit mechanischer Unterstützung die selbe Performance erzielt, wie ein gut trainiertes "Formel 1 Team" beim Pit-Stop. Mir ist absolut bewusst, dass hier viele Faktoren aus den Bereichen Struktur und Prozesse einfliessen, aber die Reduktion der Diskussion auf reine Skills von Individuen, greift definitiv nicht weit genug.


    In meinen nun mehr als 25 Jahren Rettungsdienst, habe ich in Notarztsystemen, in einem reinen Paramedicsystem und in mehreren Notarzt gestützten Paramedicsystemen gearbeitet. In einem solchen arbeite ich auch aktuell und wir haben in ca. 7% unserer Primäreinsätze einen Doc dabei. Der Grossteil der Systeme in der Deutschschweiz sind so gestaltet und haben ähnliche Notarzteinsatzzahlen (in Ballungsräumen bis zu 25%, was im Übrigen ca. der Prozentzahl der an anderer Stelle erwähnten Indikationen nach dem First Hour Quintet entspricht).

    In unserem System fallen die meisten Notarzteinsätze auf Nachforderungen für einen schnellen Helitransport (geht also gar nicht um Skills), auf Fürsorgliche Unterbringungen (die man ggf. in Zukunft über den Telenotarzt abwickeln kann), Reanimationen bei denen ich persönlich gerne ein Team von mindestens 5 Personen vor Ort habe, um genug grüne Kügelchen zum Nachdenken zu haben (vergesst den Multitasking Mythos) und in der absoluten Minderzahl für Patienten, die eine Narkose benötigen. In diesen Fällen schiebe ich in der Regel unter Supervision des NA den Tubus trotzdem selbst, habe aber noch einen Facharzt im Rücken, der bei aufkommenden Herausforderungen unterstützen kann. Und das ist im Sinne der Patientensicherheit aus meiner Sicht kein all zu schlechter Ansatz.


    Abschliessend möchte ich noch einen Eindruck loswerden, der sich in meinen nun mehr als 13 Jahren in der Schweiz manifestiert hat, auch wenn mir bewusst ist, dass ich hier manchen auf den Schlips treten werde. Aus meiner Sicht sind es vor allem die ehemals deutschen Retter, die ein Problem mit einem Notarzt gestützten Paramedicsystem haben. Leider scheint es dieser Gruppe sehr schwer zu fallen, ihr Ego daheim zu lassen und die Patientensicherheit in den Vordergrund zu stellen. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Nichts für ungut.

    Wir wissen alle, dass es sowohl in NA als auch in Paramedic Systemen high- und lowperformer gibt. Im „Durchschnitt“ stelle ich aber sicher keine schlechtere Versorgung in den mir bisher bekannten Systemen ohne NA in CH fest.

    Wie beurteilst Du das, wenn es, wie Du selbst schreibst, keine solide Datenbasis für eine solche Aussage gibt?


    Da Du ja in einem RS / Anästhesie-System tätig bist, würde mich interessieren, wie gross Euer Team bei einer Narkoseeinleitung oder bei einer Reanimation ist? Danke schon mal für Deine Antwort!

    Mich macht die aktuelle Kommunikation seitens des DBRD einfach nur noch sprachlos.

    Eine Gruppe auf Facebook, auch wenn sie als intern deklariert ist, als geschützten Raum zu betrachten und mit entsprechenden Regeln zu versehen, könnte man auch als extrem naiv betrachten.

    Dann als öffentliche Erstmaßnahme eine Drohung mit rechtlichen Konsequenzen zu platzieren, zeugt nicht gerade von Souveränität, sondern eher von dem Drang, gewisse Kritiker mundtot zu machen. Das hätte man eleganter lösen können.

    Generell war der Post zu der Thematik mit der Sat1 Serie schon sehr grenzwertig.

    Wenn man wirklich interessiert ist, an einem internen Austausch im geschützten Rahmen, dann muss man die entsprechenden Voraussetzungen schaffen. Facebook ist hierfür aus meiner Sicht nicht der entsprechende Rahmen.

    Ach ja, es zeigt auch mal wieder das Dilemma auf, dass man in gewissen Unternehmen, Verbänden, etc. nicht über heutzutage notwendige Medienkompetenz verfügt. Ab einer gewissen Größe braucht man eben die entsprechende Fachexpertise und muss investieren. Das kostet am Ende deutlich weniger, als sich der Lächerlichkeit preiszugeben.

    spsnmend finde ich, dass so viele gern aussteigen wollen / werden, und dann was von neuer Vertretung faseln.

    Wenn man guckt wie der RD insgesamt in Gewerkschaften oder Interessensvertretungen organisiert ist, bezweifel ich, dass es eine zweite große Vertretung geben wird.

    Auszutreten ist keine Option, wenn man etwas verändern will. Wenn jemand das Auftreten des Verbands ändern möchte, muss er oder sie sich aktiv einbringen. Wie wäre es, sich bei den nächsten Wahlen zum Vorstand aufstellen zu lassen. Wenn man im Vorfeld entsprechend die Werbetrommel rührt und eine entsprechende Anzahl an Wählerinnen und Wählern zur nächsten Vorstandswahl bekommt, hat man eigentlich ganz gute Chancen. Die bisherigen Mitgliederversammlungen inkl. Wahlen waren teilnahmetechnisch stets sehr überschaubar.