Beiträge von Maverick83

    Dann soll er sich mal den Dozent im Rettungsdienst der LANO angucken. Der wird sehr weit akzeptiert bzw. umgeschrieben.

    Danke, gebe ich weiter. Nur zu meinem Verständnis nach dem ich mir die Website angeschaut habe. Nach diesem Lehrgang ist man dann also Praxisanleiter und Dozent im Gesundheitswesen. Damit darf ich also als NotSan Azubis betreuen. Für die EH, San und RS Ausbildung muss man dann aber noch weitere Lehrgänge machen?

    Hallo zusammen,


    ein Kollege (NFS/GF) von mir möchte innerhalb des DRK gerne in die Ausbildung einsteigen. Gerne würde er die gesamte Bandbreite der Qualifikation abbilden, also von EH über San zu RH/RS, ggf. auch NotSan und Betriebssanitäter. Allerdings hat er jetzt kein Vierteljahr am Stück Zeit um alle Lehrscheine, den Praxisanleiter und Dozentenausbildungen zu durchlaufen.


    Daher kam die Frage auf, ob es kombinierte Ausbildungen gibt in welcher mehrere Qualifikationen gleichzeitig erworben werden können und vor allem auch innerhalb des DRK anerkannt werden oder in welcher Reihenfolge man Kurse absolvieren sollte um möglichst viel bei anderen Kursen angerechnet zu bekommen?


    Habt ihr Ideen?

    Ich habe in meiner aktuellen Position viel mit einem Kollegen zu tun, welcher gelernter Bürokaufmann ist und immer im Bereich der Abrechnung eingesetzt war. Obwohl ich im Studium auch Rechnungswesen hatte, steckt mich der Kollege aufgrund seines Fokus und seiner Erfahrung in diesem Bereich locker in die Tasche.

    Sobald es aber Abweichungen vom Schema F gibt, kommen Nachfragen und wenn es komplexe Lösungsstrategien steigt der Kollege aus und überlasst das Feld seinem studierten Chef. Denn er ist für das abarbeiten von Themen ausgebildet und trainiert worden, ab einem bestimmten Komplexitätsgrad übersteigt das aber sein Hintergrundwissen und seine Erfahrung.


    Uns genau so ist das aus meiner Sicht auch mit dem NotSan und den Ärzten. Der NotSan ist super ausgebildet um Notfälle nach Schema F abzuarbeiten. Wenn das nicht geht, wird es schwieriger ist aber noch machbar. Wenn es sich aber um ein sehr komplexes Notfallbild handelt steigt der durchschnittliche NotSan eben aus. Und genau hier ist der Arzt gefordert.


    Am Ende geht es doch darum, dass wir nicht zu jedem Unterzucker einen Notarzt holen, nur damit er was unterschreibt. Oder das zu jedem Schenkelhals, der ein bisschen was gegen die Schmerzen brauch zum Umlagern, ein Notarzt kommen um. Unstrittig ist aber, dass ein Notarzt bei der Polytraumaversorgung, bei komplexen Rhythmustherapien oder auch einer Renimation spätestens beim ROSC absolut richtig am Platz ist.


    Daher wünsche ich mir klasse ausgebildete Notfallsanitäter und Notärzte, die sich Ergänzen und gegenseitig schätzen!

    Grundsätzlich eine gute Sache, aber was ich von einer Schule halten soll die einen Lehrrettungssanitäter anbietet und das mit "werden Sie anerkannte Lehrkraft für den qualifizierten Krankentransport und Rettungsdienst" weiß ich ehrlicherweise nicht.

    Und darum verzichten wir auch auf Lokalpolitiker in unseren Führungsebenen.


    Eine Entscheidung die man gut getroffen hat. Allerdings finde auch ich die gegenteilige Entscheidung absolut legitim und in Ordnung. Zwei Seiten einer Medaille eben.


    Zitat von »Grillmaster T«



    Und darum verzichten wir auch auf Lokalpolitiker in unseren Führungsebenen.
    Eigentlich aus sinnvoll wie ich finde. Aber vielleicht fahren gerade deshalb in NRW so viele Feuerwehren die Rettung. In Baden-Würrtemberg läuft das anderes...


    Das hat ja eher was mit den Besatzungsmächten zu tun. Die Briten haben in NRW ihr Modell übernommen, die Franzosen in den von Ihnen besetzten Gebieten in (Süd-)Baden und Württemberg-Hohenzollern eben das Ihrige. Aber ich denke das wusstest du ja eh schon ;-)

    Ich hätte da eine ander Storyline gewählt:
    Als Einstieg Verweis auf das Zitat "kein G5 an jeder Milchkanne" durch Mitglied der Bundesregierung und darauf hinweisen, dass es also noch lange viele Regionen geben wird wo NotSan allein arbeiten müssen weil kein Kontakt zum Telenotarzt möglich ist. Und da aus Sicht des DBRD der TNA ja ein gute Ansatz ist um die Einsatzhäufigkeit des NEF zu reduzieren muss man das System aber resilient ausbauen. Denn dadurch sind NEF weniger am Patienten und die Nachforderungsquote wird steigen. Wenn das noch mit nichterreichbarkeit des TNA verbunden ist, verzögert sich die Zeit einer adäquaten Versorgung und das ist nicht sinnvoll. Und daher muss den NotSan auch die Kompetenzen aus dem NotSanG zugesprochen werden, um die Patienten immer adeqaut Versorgen zu können bis der NA kommt oder der Pat. einem Arzt zugeführt wird. Die Notwendigkeit der Kompetenzübertragung soll hiermit nochmals verdeutlicht werden. Gemeinsam für den Patienten!

    Zum Start des neuen Ausbildungsjahres für Notfallsanitäter, möchte ich dieses Thema nochmal nach oben schieben und alle junge Kollegen dazu ermuntern sich für die Aufnahme in den geschlossenen Bereich zu bewerben. Die Blogs und Fallbeispiele sind auch für neue/junge Kollegen sehr interessant. :hallo:


    Auch dieses Jahr freuen wir uns auf die neuen Azubis :-)

    Auch hier ist es wie immer: Ich arbeite häufig mit klasse Kollegen zusammen. Und während ich nach dem Umlagern in der Notaufnahme noch auf den Arzt für die Übergabe warte und mein Protokoll ausdrucke und meinen Trapo organisiere, ziehen die Kollegen von dannen und bringen den RTW auf Vordermann und genehmigen sich dann eine Kippe. Meistens sind die schon fertig wenn ich komme - und wenn nicht war es meinst ein Einsatz in welchem eine vernünftige Nachbesprechung stattfinden muss. Dann wird dabei geraucht. In meinen Diensten reden wir hier im Durchschnitt von ca. 2 Minuten Verzögerung und die sind meiner Meinung nach absolut OK.



    Sollte es sich um zweistellige Minuten zahlen drehen ist es sicherlich nicht mehr ok und das dazwischen obliegt dem Einzelfall.

    Zusammengefasst: Kliniken müssen Erstversorgen und Rettungsdienste Patienten in ein geeignetes Krankenhaus fahren.



    Und wenn ein KH kein CT wegen technischen defekt hat, ist es halt auch für viele Krankheitsbilder nicht geeignet. Wenn aber eine Klinik die Hilope nicht aufnehmen möchte weil halt grad viel los und "immer fahrt ihr den Scheiß zu uns, fahrt doch mal wo anders hin" ist es eine geeignete Klinik die Aufnehmen muss.


    Ist also wie mit allem im RD - mit Augenmaß sowie Sinn und Verstand an die Sache dran gehen.


    Etwa 10 Leitstellen in BaWü fände ich auch in Ordnung. Welchen Weg man da gehen kann, zeigt ja der RD Bereich Bodensee-Oberschwaben der aus den drei Leitstellen Sigmaringen, Bodensee und Ravensburg zusammengelegt wurde. Während im ersten Schritt die Leitstelle Sigmaringen komplett in Ravensburg integriert wurde, wurde die aus dem Bodenseekreis technisch auf die selben System angepasst und die MItarbeiter entsprechend geschult. Jetzt hat man eine Leitstelle mit zwei Standorten, welche somit auch eine technische Redundanz bedeuten. Zwischen 22-6 Uhr ist aktuell nur ein Standort besetzt.


    Auch bei der 144 in NÖ gibt es meines Wissens nach verschiedenen Standorte. Daher muss man unterscheiden ob man mit einer Leitstelle meint das es einen Standort gibt, oder eine Struktur an verschiedenen Standorten.

    Die meisten AC haben folgende Bestandteile:


    - Selbstvorstellung (3 Minuten)
    - Gruppendiskussion
    - Postkorb-Übung
    - Einzelgespräch
    - Fallbeispiel / Case Study


    Was konkret in deinem Verlangt wird, kann dir nur die einladende Stelle beantworten. Du kannst dich aber mit entsprechender Fachliteratur gut drauf vorbereiten. Beim Sporttest gilt das selbe, dass nur der durchführende Betrieb das genau sagen kann. Von Kollegen weiß ich, dass man Laufen (Sprint und Kurzstrecke) und Liegestützen machen muss, dass man mit Notfallrucksack viele Stockwerke hochlaufen und oben eine Aufgabe (z.B. anlage eines einfachen Verbandes) machen muss und ähnliche Kleinigkeiten. Vielleicht können ja Kollegen die bei sich AC für NotSan haben Ihre Anforderungen posten.