Beiträge von Maverick83

    Ich finde Nils antwort super, da er einen tollen Überblick über mögliche Fragen, Themen und auch "Fallstricke" aufzeigt. Ich muss gestehen, dass ich bisher nie einen solch ausführlichen Leitfaden hatte.


    Das einzige was ich noch in dem Leitfaden ergänzen würde, sind die folgenden Fragen:

    • Wie stellen Sie sich die Tätigkeit vor?
    • Was müsste passieren, dass Sie an Ihrem 30./40./50./60. Geburtstag Ihren Liebsten sagen: "Es war die beste Entscheidung als Wachleiterin anzufangen?

    Ich kannt die Ärztin auch durch viele gemeinsame Einsätze. Sie war eine tolle Ärztin und ich habe Sie sehr geschätzt. Ihr Freitot hat mich betroffen gemacht.


    Der Suizid war schon Anfang Dezember und seit dem hat sich wohl einiges getan. Mittlerweile wurden auch Teile der Geschäftsführung freigestellt. Ob und was an den Vorwürfen drann ist vermag ich nicht zu sagen, zumindest was rechtliche Verstöße angeht. Im Gegensatz zu krumel habe ich unterschiedliche und vor allem Rückmeldungen mit viel "Meinung" bekommen.


    Ich bin sehr auf die Aufarbeitung der auf Compliance spezialisierten Kanzlei gespannt.

    zu den Rechtsformen würde ich folgendes WrapUp machen:

    Vereine (e.V.) können gemeinnützig sein, müssen aber nicht. Sie können sich auch wirtschaftlich Betätigen, innerhalb ihrer Satzung. Bei gemeinützigen Vereinen können bei zu großen Überschüssen Steuervorteile verloren gehen. Dabei haften die meist ehrenamtlichen Vorstände mit Ihrem Privatbesitz für den Verein.


    gGmbH wurde geschaffen, um gemeinützigen Vereinen eine Möglichkeit zu geben die vorteile einer Kapitalgeselleschaft für gemeinnützige Zwecke zu nutzen. Daher dürfen Gewinne auch nur durch gemeinnützige Mütter entnommen werden.


    Ich bin ja irgendwie fasziniert.

    A) Scheint es in HH keine Betriebspflicht für den KTP zu geben?

    B) hat man hier etwas formalisiert was wir im privaten KTP schon vor 15 Jahren auf dem kleinen Dienstweg gemacht haben...zur allgemeinen Effizienzsteigerung...

    A) Doch, aber es gibt wohl kein "scharfes Schwert" es durchzusetzen. Wenn du eh schon keine Autos hast, wirst du die die du hast nicht ausschließen.

    B) Ja genau. Es ist übrigens auch nicht so dass die ZKN die Fahrten abgreift wie von Falck behauptet, sondern ein Echtzeitsystem. Das heißt alle sehen alles und können es auch super einfach überprüfen. Sonst hätten sich auch die anderen Unternehmen nicht beteiligt.


    Spannend ist natürlich das die meisten "Gegener" des neuen Systems innerhalb Hamburger Kreise bekannt dafür zu sein nicht besonders schlau zu sein. Bei Falck liegt die Sache natürlich noch etwas anders. Da Hamburg die Bereichsausnahme nutzt und nicht europaweit ausschreibt wird Falck Mitte November aus der Notfallrettung ausscheiden. Angeblich können Sie dann auch Ihre RD-Schule nicht mehr betreiben und ohne Ihre Schule haben Sie massive Probleme RS für ihre Autos zu bekommen. Es wird gemunkelt, dass die Situation für Falck in Hamburg sehr kritisch sei.

    Also laut dem DRK wird die ZKN von ihnen, der JUH und dem MHD betrieben. Das Interesse wird also vermutlich begrenzt sein, alle "unter einem Dach" zu vereinen. Das wäre aus meiner Sicht aber die beste Möglichkeit, den KTP fair und sinnvoll zu disponieren.

    Nach meinem Kentnisstand ist die Situation in Hamburg so, dass mehere hundert (teilweise über 1.000) KTP an die Feuerwehr gehen, da keine KTW zur Verfügung stehen. Aktuell muss man eine vielzahl an privaten Anbietern anrufen und wenn man keinen findet geht es an die Feuerwehr. Außerdem dürfen die KTP Anbieter Ihren "Überlauf" aan die BF abgeben.

    Wenn man nun sagt, statt die BF mit RTW das fahren zu lassen schauen wir das wir Leerfahrten vermeiden, wirkt das auf mich sehr klug. Das u.a. der ASB und Falck, welche in den letzten Jahren ihre KTW Vorhaltung massiv reduziert haben, nun sagen man braucht das nicht weil die Transporte weniger geworden sind ist irgendwie ein spezieller Humor.

    Wann wird es denn mal Allgemeinwissen, das auch eine Hiorg - egal ob e.V. oder gGmbh - ein privatrechtliches Unternehmen ist?

    Das ist ja spannend. Ich dachte immer e.V. steht für eingetragener Verein uns ist eben kein Untehmen. Denn Vereine verfolgen einen Satzungsgemäßen Zweck. Wenn die Vereine gemeinnützige Zwecke verfolgen haben Sie steuerliche Vorteile für Spenden etc. Der Zweck "viel Geld verdienen" darf ein Unternehmen haben, aber kein gemeinütziger Verein. Somit sind alle Hilfsorganisationen als e.V. eben gerade kein Unternehmen.

    Aber was solls, ist ja auch egal. Ob RS ode NFS, sind auch alles Sanitäter und fahren Krankenwagen ;-)

    @Jörg:

    Ich kann deine Motivation gut verstehen und kann auch deinen Entschluss nachvollziehen. Ich fühle mich den Anforderungen des RD als Verantwortliche NFS noch absolut gewachsen und werde daher nun auch erstmal weiter fahren.


    Allerdings habe ich auch ein spezielle Situation. Ab 2018 (hier der kurze Blogartikel dazu, welcher mich sehr an diese Diskussion erinnert) bin ich GfB im Rettungsdienst und davor 2 Jahre Ehrenamtlich. In Der Zeit ab 2016 (war 2015 HA) habe ich von meiner Erfahrung gezehrt und konnte auch bei 1,5 Schichten im Monat gut die Einsätze meistern. Als dann aber Ende 2019 neue Medizinprodukte in den Einsatz kamen war ich mit deren Bedienung unsicher. Daher habe ich dann ab Mitte 2020 zusätzlich noch eine 25% Stelle angenommen und bin dann auf 4 bis 7 Schichten gekommen. Damit habe ich wieder ausreichende EInsätze gehabt um die Gerät sicher bedienen zu können. Fortbildungsstunden sind bei mir in der Regel auch dreistellig pro Jahr.


    Da ich im Hauptberuf seit diesem Monat eine neue Rolle habe, habe ich die 25% Stelle aufgegeben um das zeitlich zu schaffen. Ich bin gespannt wie lange es diesmal dauert bis ich wieder an den Punkt komme das Gefühl zu haben, entweder wieder mehr fahren zu müssen oder es eben sein zu lassen. Und aktuell hoffe ich, dann auch wieder die Möglichkeit zu haben mehr Schichten zu machen. Aber vielleicht bin ich dann mit Anfang/Mitte 40 auch mal bereit meine große Leidenschaft, welche mich seit über 20 Jahren begeleitet" zu beenden und dem Rettungsdienst lebewohl zu sagen. Wir werden es sehen :-)

    Wechselhaft. Das funktioniert so gut oder schlecht wie es eine rein ehrenamtliche Tätigkeit im Rettungsdienst als RettAss tat; mit ständiger Fortbildung und regelmäßigen Einsätzen gut, ohne Fortbildung und mit nur einer Schicht jeden zweiten oder dritten Monat eher nicht so gut.


    Ich stünde aber auch einer ehrenamtlichen Tätigkeit als Notfallsanitäter eher reserviert gegenüber.

    Ist kein Problem, heute nennt man das auch einfach GfB. Mit ca. 1,5 Schichten im Monat etwa auf dem selben Niveau. Zumindest ist das bei mir auch so.

    Da kann man jetzt auch wieder streiten, ob das sinnvoll ist.

    In aller Regel sind doch die meisten Brandeinsätze mit Beteiligung von Atemschutz nach spätestens 30 Minuten vorbei, d.h. bis die SEG etc. einsatzklar ist, lohnt es sich fast nicht mehr.


    Geht der Einsatz länger, macht eine Absicherung außerhalb der Regelvorhaltung dann schon wieder Sinn.

    Bei uns wird die SEG mit der FFW und dem RD alarmiert. Im Regelfall rückt bei uns das erste Fahrzeug (ELW 1/1/2) der SEG 4 Minuten nach Alarm ab. Das zweite Fahrzeug (kleiner GW-SAN 0/3/3) nach ca. 10 Minuten. Somit ist üblicherweise 15 Minuten nach Alarm die SEG da um den RTW auszulösen. Unsere SEG hat immer sehr erfahrene RS, teilweise aus dem Regelrettungdienst, dabei und oft sind auch NotSan mit draußen. Letzten Sommer war ein größerer VU gemeldet, da ist die SEG mit 3 NotSan, 5 RS und einem SanH innerhalb 7 Minuten mit 4 Fahrzeugen (ELW, GW-SAN, MTW, HvO Fahrzeug) abgerückt.

    Es scheint da wohl ein Missverständniss zwischen den Leitstellen gegeben zu haben, dass die eine Leitstelle (meine) die andere Informiert hat. Bei der Info hat meine Leitstelle verstanden das Sie ein Auto schicken sollen und die andere Leitstelle meinte aber Sie bedienen selber. Das es aber nicht aufgefallen ist, als wir uns per Funk gemeldet haben und Einsatzstelle (Straße, Nr, Ort) genannt haben es keiner gemerkt hat ("Leitstelle verstanden") hat uns auch gewundert. Hier haben uns die Kollegen des anderen RTW Rückgemeldet das sehr viel auf der Leitstelle los sei und das daher wohl untergegangen ist.


    Am Ende bin ich froh das wir und die anderen alarmiert wurden und nicht keiner ;-)

    Ich habe neulich auch eine ganz spannende Erfahrung gemacht. Ich bin von meiner Leitstelle alarmiert worden. Meine Leitstelle frägt nach AMPDS ab und hat uns als RTW ohne Signal in den Nachbarlandkreis alarmiert. Als wir bei der Patientin ankommen sitzt schon ein Notarzt bei Ihr. Wir schauen alle verwundert, aber ok. Und auf einmal kommt noch ein zweiter RTW. Wie sich später rausstellte hat die Patientin zweimal die 112 gewählt. Da sie an einer Kreisgrenze wohnt ist sie einmal bei unserer Leitstelle und einmal auf der Nachbarleitstelle rausgekommen. Die Nachbarleitstelle alarmiert nach "freier Abfrage". Der Grund für den zweiten Anruf war, dass sie beim ersten mal eine Frage nicht beantworten konnte und wollte die Antwort nun nachreichen. De facto wurde SIe dann von der anderen Leitstelle abgefragt und hier entschied der Disponent das es RTW&NEF erfordert,


    Die Patientin blieb vor Ort und alle Fahrzeuge fuhren wieder auf die Wachen. Ich fand diesen Unterschied in der Disposition sehr spannend. Aus meiner Sicht braucht es eben nicht nur eine gute Abfrgae sondern auch Möglichkeiten unterschiedlich auf die Ergebnisse zu reagieren.