Beiträge von VK-Retter

    Ganz abgesehen von dem reflexhaften Verweisen auf Linksextremismus ging es hier ja ursprünglich auch um Diskriminierende Aussagen durch Mitarbeiter des RD. Solch ein xenophobes Menschenbild wird man nunmal idR weniger bei Mitarbeitern finden, die sich dem linken politischen Spektrum zuordnen.

    Öhm.. schon mal was von der sog. regressiven Linken gehört? Und den Problemen die das Linke Spektrum hat sich von Anti-Jüdischen und Anti-Zionistischen Aussagen zu distanzieren? Andere Form von Scheiße, aber eben genauso Scheiße.

    Ich verstehe die Dikussion hier ehrlich gesagt nicht. Nazis werden nicht weniger schlecht weil es Linksradikale gibt und Linksradikale nicht besser, weil es Nazis gibt. Extremismus in jeder Form ist schlecht und zu verurteilen, er relativiert sich nicht. Wir sollten ihn bekämpfen und so leben, dass er keinen Platz in unserer Mitter (der Mitte der Gesellschaft) hat.

    Diese Preise müssen nicht zwingend vom Absolventen bezahlt werden.

    Ich habe keine Ahnung wie das im RD ist, aber außerhalb müssen die das meines Wissens nach schon.

    Und was die angeblich so viel höheren Gehälter angeht, dass ist ein Mythos.. bzw. ja, die gibt es. Aber nicht für die Mehrheit der Absolventen.

    Ist halt ein gutes Konzept zum Geld drucken. Und die Preise sind ja noch echt zivil, wenn man das mit anderen Fächern/Masterstudiengängen vergleicht. Kein Wunder, dass sich die Privatunis da breit gemacht haben - und die werden einen Teufel tun da echte Konkurrenz aufzubauen und den Preis zu drücken.

    A pro pos, im Ausland sind die Preise noch mal ganz anders. Da heißt es investieren (und im Zweifel [hoch] verschulden) um Erfolg zu haben...

    Als Rechtsanwalt: Weiche Fortbildungspflicht (§ 43a Abs. 8 BRAO), die nach meiner Wahrnehmung auch nicht kontrolliert oder sanktioniert wird.


    Als Fachanwalt (Zusatzbezeichnung die von der Kammer nach Mindestzulassungsdauer, Lehrgang, Klausuren und Fall-Liste verliehen wird): Mindestens 15 Zeitstunden jährlich fachbezogen auf dem Gebiet der jeweiligen Fachanwaltsbezeichnung (§ 15 FAO). Ein Drittel davon ist im Selbststudium mit Lernerfolgskontrolle möglich. Die Erfüllung muss der Kammer jährlich nachgewiesen werden.


    Die Fortbildungspflicht als Fachanwalt wird von den Kammern auch kontrolliert und sanktioniert, bis zum Entzug der Fachanwalts-Bezeichnung.

    Das wäre eigentlich auch was für die ärztlichen Zusatzbezeichnungen/Qualifikationen, aber die gelten leider ewig udn ohne weitere Bedingungen...

    Zu den CME Punkten wurde ja shcon etwas gesagt (übrigens nur für Fachärzte relevant und da auch nur für Niedergelassene mit KV-Zulassung proaktiv relevant, für die Angestellten wird es nur relevant, wenn eine übergeordnete Stelle nachfragt und der AG dann die Punkte nachweisen muss - so zumindes für die LÄK Nordrhein). Ebenfalls Nordrhein, bzw NRW: 20 Punkte pro Jahr notfallmedizinisch relevant, wenn man Notarzt fahren will - entscheidet aber der jeweilige ÄLRD was notfallmedizinisch relevant ist... also ein seeeehr dehnbarer Begriff...)


    Was es natürlich darüber hinaus gibt sind Zusatzbezeichnungen/Qualifikationen/Zertifikate der Fachgesellschaften. Die sind teilweise sehr hart was Re-Zertifizierung/IWederholte Nachweise angeht. Daher je nachdem auch deutlich höherwertiger/höher angesehen als vergleichbare Qualifikationen anderer Stellen oder der LÄK. Beispiel z.B. Ultraschall: DEGUM vs. KBV vs. XYZ... Die DEGUM ist sehr bürokratisch und sehr detailverliebt, aber eben dadurch auch eine recht valide Aussage darüber was der Arzt (mindestens) kann und das er es auch regelmäßigh macht.

    Expats sind vielleicht nicht der ideale Vergleich. Wenn man regelmässig, manchmal jedes Jahr, sein Aufenthaltsland wechselt (oder wechseln muss), eventuell sogar mit Kindern, ist eine Integration kaum möglich.

    Klar, 1:1 kein Vergleich möglich. Trotzdem, ein paar Brocken Landessprache und wenn nur um der Bedienung Hallo und Danke sagen zu können oder noch schlimmer, man spricht die Sprache, macht trotzdem alles auf Englisch. Genauso gibt es schon große Unterschiede wo man einkauft, essen geht oder feiern. Und mit wem man verkehrt (lieber mit anderen Expats oder Einwanderern "Europäern/Amerikanern", als mit Einheimischen und seien es die genauso gebildeten Kollegen, die sogar sehr gut Englisch können). Ich empfinde es schon so, dass man da einen Vergleich ziehen kann.

    Ich erlebe z.B. sehr viele Beispiele von gelungener Integration. Die stehen halt nicht in der Zeitung (und erst recht nicht im Internet).

    Natürlich gibt es Verbesserungsbedarf, natürlich funktioniert Integration nicht immer und es gibt viele Negativfälle. Aber pauschal zu behaupten, dass Integration nicht funktioniert und die Gesellschaft unmündig und unozial ist, finde ich einfach völlig drüber. Und vermutlich, so wie ich dich einschätze, meinst du das eigentlich noch nichtmal so.

    Ich will das Fass nicht aufmachen, glaube aber Alrik hat leider recht. Als Beleg will ich allerdings weder Murat, noch Aisha heranziehen, sondern lieber Kalle und Manfred. Ich habe nämlich recht oft die Gelegenheit deutsche Expats, bzw. "Auswanderer" in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben. Klar gibt es Ausnahmen, aber die sind in der Masse genauso willig, bzw unwillig wie eben der Immigrant in Deutschland. Das Problem ist eher die Möglichkeit, bzw. die Faulheit. Und eben der (selbstgewählte) Horizont. Und da fängt Alriks Argumentation an. Und klar hat Jörg auch recht. Zum Glück gibt es (viele? Ich kann es nicht in Zahlen fassen) Ausnahmen. Beim Großteil sieht es aber (aus sehr unterschiedlichen Gründen, an denen auch Deutschland seinen Anteil hat) eben leider anders aus. Viele könnten vielleicht.. wahrscheinlich sogar, aber es geht ja auch anders. Eigene Blase, eigene Sprache, eigene Sitten, eigene Nachrichten, eigene Welt. Keine großen Sprünge, dafür aber zumindest was die entscheidende Dimension angeht sehr bequem. Man muss sich nicht selbst betätigen, keine Initiative entwickeln oder ergreifen, nicht mündig sein. Denn das ist immer neu, dass ist immer unsicher - das macht Angst. Kennt jeder von uns.


    PS: Das mit dem unsozial würde ich allerdings streichen, denn ich besetze den Begriff anders. Der Mensch ist nicht per se unsozial, er ist nur a) unterschiedlich sozialisiert und b) seiner (!) GRUPPE gegenüber sozial, nicht aber der gesamten Gesellschaft/Bevölkerung gegenüber.

    Wie häufig und wie relevant ist das Thema für einen "normalen" RTW? Eine RTW-Besatzung hat sich hauptsächlich um die medizinische Versorgung eines Notfall-Patienten zu kümmern. Für den VU, ein Feuer oder Gefahrgut gibt es den anderen Profi, nämlich den Feuerwehrmann. Was bringt es dem Patienten denn, wenn der NFS weiß, dass Gefahrgut XY in Fass Z abtransportiert werden muss, was für die Versorgung eines Patienten völlig irrelevant ist, aber sehr häufig im Alltag ins Schlingern gerät, weil man die Medikamente eben doch nur vom Hörensagen kennt oder von einer Kardioversion schon mal etwas gehört zu haben?

    Da ich selbst lange einen FW-RTW besetzt habe und mit zu solchen Stichworten gefahren bin und wir bei unserer BF (BF Führung + ärztliche Leitung) aktiv entschieden haben, dass es nicht zielführend ist automatisch einen BF-RTW zu alarmieren, wenn der Zug+RTW rausfährt, kann ich stellvertretend diese rhetorische Frage beantworten: Es ist völlig irrelevant. Sowohl für den Alltag, als auch den genannten Einsatz. Der Einsatzleiter sagt dir was relevant ist/wird oder auch nicht. Ansonsten gehst du in Bereitstellung wo es erwartet wird und behandelt, wen du behandeln musst. Nichts weiter...

    Ich glaube es geht hier doch keinem um den einfachen Konsumenten, der von Schuss zu Schuss lebt (egal ob mit oder ohne Beschaffungskriminalität). Das sind arme Menschen (meist im doppelten Sinne), hier dienPolizeibzu rufen, wird weder ihnen helfen, noch die Welt besser machen. Wenn, dann geht es doch um größere Mengen und da kann man tatsächlich recht schnell Verkaufsabsicht unterstellen, denn Vorrat kann sich kaum ein Süchtiger leisten...

    Gibt es eigentlich Urteile, bzw Faustregeln ab wann die Verhältnismäßigkeit bei so einer Sache auf Seite des gerechtfertigten verstoßes gegen die Schweigepflich steht? D.h. wieviel Kg Drogen müssten auf dem Tisch liegen? Reise mutmaßliche Verkaufsabsicht (kleinerer Mengen) reicht ja wohl nicht. Oder muss die geladene Waffe neben den Drogen liegen?

    Und was wenn die Polizei vom RD gerufen wird, aber zum Eigenschutz und nicht mit dem Stichwort "ey guckt euch mal die Drogen hier an" - und dann "zufällig" die Drogen findet? (Ja, arg konstruiert, aber trotzdem...)

    Ich persönlich würde mich da sehr unwohl fühlen und hätte glaube ich ziemliche Schuldgefühle wenn ich größere Mengen nicht melden würde, würde aber gleichzeitg der Schweigepflicht wohl immer den Vorrang geben (alleine weil ich damit allen Kollegne schaden würde, die im entsprechenden Milieru zu tun haben werden)

    1. Ich gehe natürlich in dem Vergleich von angestellten Handwerkern und Ärzten aus

    2. In deiner Antwort gehst du jetzt von selbstständigen Ärzten aus, vermutlich mit KV Zulassung. In dem Fall müssen wir den Unternehmerlohn betrachten.Ein selbstständiger Handwerker hat 1-10% Marge auf den Umsatz. Wobei der weit überwiegende Teil bei 1 - 2% liegen dürfte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Marge des Arztes mit Kassenleistung deutlich darüber liegt. Die Privatpatienten und IGEL-Leistungen lasse ich mal außen vor.

    Nein, ich rede von Ärzten, die auf Rechnung arbeiten, im Fall unserer Diskussion explizit Notärzte. Sonst würde die ganze Diskussion keinen Sinn machen, denn da kommen wir her.

    Ich weiß auch nicht was die KV Zulassung damit zu tun haben soll, die würde das ganze nämlich billig unkalkulierbar machen (ich nehme an, wie du weißt wie du Abrechnung mit der KV als Arzt mit Sitzt funktioniert..)

    Und warum glabst du die Rechnung würde für uns Ärzte nicht gelten? Meinst du wir müssen keine Steuern/Abgaben bezahlen, keine Versicherung, unsere Kleidung nicht waschen/kaufen, hätten keine Ausgaen für KFZ/Anfahrt, müssten keine Rechnungen schreiben? Und ja, wir haben selten Angestellte, die wir bezahlen müssen - aber die hat auch nicht jeder Handwerker.

    und natürlich kann ich als Auftraggeber auch dem Freelancer vorgeben in welchem Korridor er handeln darf. Das passiert ständig durch Festlegung der Materialien auf dem Fahrzeug, und immer häufiger auch durch SOP die verbindlich sind für alle.

    (Wie immer schließt eine SOP keine Ausnahmehandlung aus, aber regelhaft was anderes machen ist halt nicht drin.)

    Dem ist (leider) nicht so. Im Gegenteil, ist man an SOPs gebunden, spricht das gegen eine Selbstständigkeit und für ein Angestelltenverhältnis. So sieht es zumindest die Steuerbehörde/die Rechtssprechung.

    PS: Krumel war schneller...