DBRD - Wahrnehmungen von außen

  • Hallo liebes Forum - war heute schon jemand außer auf der DBRD-Facebook-Seite? Meinungen zu den beiden Posts von heute bzw. gestern Abend?

    Diese alte Erzählung (noch dazu formal schlecht zitiert und ohne aussagekräftigen Kontext), dass das Heilpraktikergesetz schon alt ist und noch dazu von den Nationalsozialisten gemacht wurde, bringt die aktuelle Debatte jedenfalls weder inhaltlich noch argumentativ weiter. Auch das ist nur ein alter Hut.

  • Ich schüttele seit bald ner halben Stunde ungläubig mit dem Kopf und frage mich, warum auch noch diese Sau durchs Dorf getrieben werden muss. Eins ist sicher: In der Öffentlichkeitsarbeit des DBRD ist man sich für nichts zu schade.

    Der Beitrag wurde immerhin schon 30 mal geteilt. Aber man darf ja keine Vergleiche ziehen zu po(pu)li(s)tischen Strategien, die primär darauf abzielen, die eigene Anhängerschaft anzustacheln, anstatt das politische Gegenüber zu überzeugen, wenn man hier keine Empörung erregen möchte. Deshalb lasse ich das lieber.

  • Ich schüttele seit bald ner halben Stunde ungläubig mit dem Kopf und frage mich, warum auch noch diese Sau durchs Dorf getrieben werden muss. Eins ist sicher: In der Öffentlichkeitsarbeit des DBRD ist man sich für nichts zu schade.

    Der Vorschlag in den Kommentaren, alle "Gegner" in die "Nazi-Ecke" zu stellen, fand dort aber durchaus Anklang. Mit etwas Glück dürfen wir uns dann ja zukünftig über entsprechende Pressearbeit freuen. :-)

  • Der Beitrag wurde immerhin schon 30 mal geteilt. Aber man darf ja keine Vergleiche ziehen zu po(pu)li(s)tischen Strategien, die primär darauf abzielen, die eigene Anhängerschaft anzustacheln, anstatt das politische Gegenüber zu überzeugen, wenn man hier keine Empörung erregen möchte. Deshalb lasse ich das lieber.

    Nunja, Populismus ist ja grade bei vielen (allen?) Parteien Thema. Wenn bspw. die CDU in Berlin mitteilt, RRG lässt den Bürger auf der Straße verrecken, weil man die STEMOs abschaffen wollte, dann ist das auch Populismus. Aber vielleicht trotzdem nicht nötig sie mit einer anderen Partei zu vergleichen. (solche Beispiele gibt’s bestimmt von jeder Partei).


    grade wenn man so scharf den DBRD kritisiert, sollte man die eigenen Formulierungen sorgsam wählen oder? ;)

  • Nunja, Populismus ist ja grade bei vielen (allen?) Parteien Thema. Wenn bspw. die CDU in Berlin mitteilt, RRG lässt den Bürger auf der Straße verrecken, weil man die STEMOs abschaffen wollte, dann ist das auch Populismus. Aber vielleicht trotzdem nicht nötig sie mit einer anderen Partei zu vergleichen. (solche Beispiele gibt’s bestimmt von jeder Partei).


    grade wenn man so scharf den DBRD kritisiert, sollte man die eigenen Formulierungen sorgsam wählen oder? ;)

    Whataboutism

  • Der Vorschlag in den Kommentaren, alle "Gegner" in die "Nazi-Ecke" zu stellen, fand dort aber durchaus Anklang. Mit etwas Glück dürfen wir uns dann ja zukünftig über entsprechende Pressearbeit freuen. :-)

    der Vorschlag bekam drei likes, wurde direkt kritisiert, und der Verfasser betont, dass es Sarkasmus war, den er hätte kenntlich machen sollen.

  • Es ist meiner Meinung nach ungeschickt das NS-Logo zu verwenden.

    Das wäre wie bei einem Beitrag über Zöliakie ein Foto von Stuhlgang auf eine Facebookseite zu stellen.

    Bilder sind in unseren Gehirnen mit Assoziationen und Emotionen verknüpft. Meiner Meinung nach ist das NSDAP-Logo ein Beispiel negativer Emotionen, damit versaut man sich das Design der Seite.


    Das ist jetzt meine Meinung zur Präsentation... ohne, dass ich konkret auf den Inhalt eingehe.

    "Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind." Albert Camus

  • Ich möchte gerne folgenden Podcast anbringen:


    https://qaylmf.podcaster.de/ Podcast #35

    Hier wird Sebastian Casu interviewt zu seiner Arbeit im ärztlichen Beirat. Dabei kann man die ersten 18 Minuten Smalltalk mMn locker überspringen, aber dann gehts auch endlich los.


    Dann Empfehle ich natürlich noch Folgen #32 & 33, wo Marko König zu Gast ist, und über den DBRD spricht.

    Themen in der Folger 32:
    - Anfang / Gründung des DBRD

    - Erreichbarkeit des BVRD, Zusammenarbeit mit BVRD

    - Satzung und Körperschaften des DBRD

    - Entwicklung der Mitgliederzahlen (knapp 10.000!)

    - Wieviele AN im Deutschen RD?

    - Leistungen des DBRD (inklusive dieses Falles: https://www.dbrd.de/leistung/l…eresse-an-strafverfolgung)

    - Kritik am DBRD (Gründe für Austritte?)

    - Zusammenarbeit mit Notärzten (klare Ablehnung des Paramedicsystems)

    - Schwierige Zeiten

    - NotSanG und die Zeiten davor

    - Schwierigkeiten in der Berufspolitik

    Themen in der Folge 33:
    - Aktuelle Gesetzesänderung

    - Heilkunde

    - Notarzteinsätze

    - BtMG

    - Arbeitsrecht und Prozesse

    - Fachkräftemangel im Rettungsdienst (haben wir den?)

    - saubere Disposition von NEF & RTW & KTW...

    - Arbeitsschutz (Tragen, Stühle, Rückenprobleme)

    - Mehr Geld vrs. auftreten des RFP

    - Spahns Brief zum Ausbleiben der Prämie an Frau Hasselfeld

    - Rettungsdienst der Zukunft? (Standorte, Transportziele, Ausstattung?)

    Under pressure, you don't rise to the occasion. You sink to your level of training.

    Einmal editiert, zuletzt von M1k3 () aus folgendem Grund: Bearbeitet um etwas mehr Eindruck zu geben, was in welcher Folge besprochen wird. Auch in der Hoffnung, dass es inhaltlich diskutiert wird hier.

  • Ein paar Anmerkungen möchte ich an dieser Stelle noch machen:

    leider ist vielen Kritikern der aktuellen Vorgehensweise des DBRD nicht bewusst bzw. überhaupt nicht bekannt, mit welchen Bandagen bzw. welchem Vorgehen durch die ärztlichen Interessensvertretungen politisch gerade hinter den Kulissen agiert wird. Es geht inzwischen nicht mehr nur um die Frage der Rechtssicherheit, sondern es wird nun versucht die Gelegenheit zu nutzen, die im Zuge der Einführung des NotSanG damals nicht berücksichtigten Interessen doch noch realisiert zu sehen.

    Wer die Entstehung der "Braunwalder Erklärung" damals mitverfolgt hat, kann sich ungefähr vorstellen, mit welchen Argumenten gerade versucht wird, unsere Berufsgruppe "in Schach zu halten". Dazu wird aktuell insbesondere auf eine politische Fraktion massiv Einfluss genommen. Der Unterschied zum DBRD ist: man tut dies nicht laut und öffentlich, da man darauf angesichts der nachvollziehbar besseren politischen Vernetzung nicht angewiesen ist.

    Wer die Haltung der ärztlichen Verbände uns gegenüber inzwischen vergessen haben sollte, dem möchte ich die Lektüre der Stellungnahmen aus dem Jahr 2012 ans Herz legen - z.B. der Bundesärztekammer:

    Zitat

    Die Bundesärztekammer kommt unter Abwägung verschiedener Gesichtspunkte, insbesondere der Patientensicherheit, den Kosten für die Notfallversorgung und der Kompetenzstärkung zum Ergebnis, dass der Einordnung des neuen Berufsbildes in einen zur begrenzt selbstständigen Heilkundeausübung befugten Fachberuf, nicht zugestimmt werden kann.

    Die Zeit des Dialoges ist vorbei, auch wenn die Bereitschaft dazu öffentlich suggeriert wird (es erscheint mir zudem zumindest fraglich, ob die Bereitschaft zum Dialog überhaupt jemals tatsächlich bestand oder lediglich ruhigstellen sollte).

    Auch ich dachte irrtümlich, dass ein sachlicher Dialog zielführend sei, musste mich inzwischen jedoch angesichts der Entwicklung eines Besseren belehren lassen. Wenn wir nun nicht alle uns zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten ausschöpfen, könnte in Kürze am Ende dieser Novellierung ein ernüchterndes Erwachen stehen.


    Im Übrigen bleibt zu sagen: die deutliche Mehrheit der Mitglieder des DBRD scheint hinter dem aktuellen Vorgehen zu stehen und angesichts der ebenso deutlich steigenden Mitgliederzahlen scheinen sich auch viele Kolleginnen und Kollegen durch den DBRD gut vertreten zu fühlen.

    Es ist legitim, verständlich und normal, dass es auch kritische Stimmen gibt, aber diese Stimmen sind - so hart es für den Einzelnen auch sein mag - einige Stimmen unter vielen. Interessant finde ich tatsächlich die Tatsache, dass die kritischen Stimmen hier im Forum gerade von den Kollegen kommen, die selbst nicht (mehr) hauptberuflich im Rettungsdienst arbeiten. Damit ich nun nicht falsch verstanden werde: damit spreche ich niemandem das Recht auf seine kritische Meinungsäußerung bezüglich des DBRD ab. Möglicherweise sieht man einige Sachverhalte jedoch anders, wenn man direkt davon betroffen ist.


    Zu guter Letzt sei noch erwähnt: der hier angesprochene, kritische und letztlich gelöschte Beitrag im internen Bereich des DBRD auf Facebook war ein Beitrag von mir. Dieser unglückliche Sachverhalt wurde inzwischen geklärt. Grundsätzlich werden dort keine kritischen Beiträge gelöscht (wie man auch auf der öffentlichen FB-Seite sehen kann).